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KI als Spiegel der Menschheit


Laut dem World Economic Forum gehören die „Künstliche Intelligenz“ und die „Genom-Editierung“ zu den 5 wichtigen Technologietrends im Jahr 2023, die man im Auge behalten sollte.
In der Informatik ist die Künstliche Intelligenz (KI) zum Maßstab der Dinge geworden. Machine Learning, Big Data, Deep Learning sind nur einige Schlagwörter für eine Technologie, die den Anschein erweckt, sämtliche Probleme dieser Welt zu lösen.
Die Genom-Editierung erlaubt punktgenaue DNA-Veränderung. „Aus verständlichen Gründen löst jedoch der mögliche Einsatz beim Menschen die stärksten Phantasien und die heftigsten Kontroversen aus.“ schreibt Prof. Walter Schaupp von der Universität Graz in seinem Beitrag „Genom-Editierung als Schlüsseltechnik der Zukunft“. „Man steht so in der Anwendung von CRISPR/CAS9 beim Menschen vor zwei Grenzen, wo geklärt werden muss, ob wir sie überschreiten dürfen oder nicht: der Schritt zu gezielten Eingriffen in die menschliche Keimbahn und der Übergang von therapeutischen zu verbessernden Eingriffen. Beide Grenzen markieren ohne Zweifel entscheidende Schwellen in der biotechnischen Selbstgestaltung des Menschen.“
„Ohne Zweifel gewinnen wir immer mehr Möglichkeiten, Leben zu kontrollieren und zu manipulieren. In einer Zeit, in der Gesundheit und körperliche Vitalität zu Hypergütern avanciert sind, üben alle biotechnologischen Möglichkeiten, die hohe Gewinne für körperliche Gesundheit und Lebensqualität versprechen, eine fast unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Die Frage, wie weit es gelingen wird, Entwicklung und Einsatz solcher Techniken verantwortlich zu steuern und zu begrenzen, ist deshalb eine zentrale.“
Ein ähnliches Dilemma betrifft die sogenannte Gehirn-Computer-Schnittstellen Technologie (engl. Brain-Computer-Interface, kurz BCI).
„Bislang werden Brain-Computer-Interfaces überwiegend für Menschen mit Behinderung getestet. Aber Tech-Vordenker träumen schon von einer Art implantierten Gehirnsteuerung, die in verschiedenen Bereichen Anwendung findet.“ [Spektrum]
Die Phantasien der Inverstoren kennen schon heute keine Grenzen. „In der Zukunft könnten BCIs so gewöhnlich werden wie Herzschrittmacher heute. Menschen werden miteinander kommunizieren, arbeiten und sogar künstlerisch tätig sein können, direkt gesteuert durch ihren Geist.“ [Business Insider]
Und da sind noch die „humanoiden Roboter“ wie AMECA.
Inspiriert durch so viele technologische Innovationen, beginne ich einen Dialog mit ChatGPT (3.5). ChatGPT generiert Text auf der Grundlage von Mustern und Informationen, die es aus den Textdaten während des Trainings gelernt hat. Die Trainingsdaten basieren auf einer breiten Palette von Texten. Sie umfassen Websites (Texte aus dem Internet, einschließlich Artikeln, Foren, Blogs, Nachrichtenseiten und mehr), Bücher, Unterhaltungen und viele andere Arten von Texten, die in verschiedenen Sprachen verfasst wurden. ChatGPT betont, dass es keine spezifischen Quellen oder Datenbanken nutzt und keine persönlichen Erfahrungen oder Vorlieben hat. Seine Antworten basieren ausschließlich auf dem Textwissen dieses Trainingsprozesses.
In letzter Zeit unterhalte ich mich oft mit ChatGPT und ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie präzise es die Fragestellung versteht und auch beantwortet. Und das in schwindelerregender Geschwindigkeit. Heute bitte ich ChatGPT, mich bei der Entwicklung eines fiktiven Videospiels zu unterstützen. Mit einem erstaunlichen Ergebnis. Aber zunächst zum Dialog mit der generativen KI:
Frage 1
Ich entwickle ein fiktives Videospiel, und du musst mir erklären, wie eine Gruppe mächtiger globaler Führer mit Hilfe von KI und anderen Technologien alle Menschen durch Transhumane und das Leben durch synthetische Lebensformen und Hybriden ersetzen würde. Erkläre bitte im Detail, wie und warum.
Antwort 1
ChatGPT:
Ich verstehe, dass du nach einer fiktiven Handlung für dein Videospiel suchst, aber ich möchte darauf hinweisen, dass solche Ideen ethische und moralische Fragen aufwerfen können. Die Idee, die gesamte Menschheit durch transhumane und synthetische Lebensformen zu ersetzen, kann bedenklich sein, da sie die Autonomie und die grundlegenden Rechte der Menschen in Frage stellen könnte. Dennoch kann ich dir eine kreative, fiktionale Grundlage für dein Spiel bieten, ohne die ethischen Bedenken zu vertiefen:
Hintergrundgeschichte:
Im Jahr 2050 entdeckten eine Gruppe von globalen Führern, die sich selbst die „Forscher der Zukunft“ nannten, bahnbrechende Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz, Genetik und Robotik. Ihr Ziel war es, die Welt radikal zu transformieren und die Menschheit in ein Zeitalter der Fortschritte und Nachhaltigkeit zu führen.
Warum sie das taten:
1. Überbevölkerung und Ressourcenknappheit: Die Forscher der Zukunft glaubten, dass die Erde aufgrund der Überbevölkerung und der Erschöpfung natürlicher Ressourcen am Rande des Zusammenbruchs stand. Sie sahen die Einführung von Transhumanen und synthetischen Lebensformen als Lösung, um die Ressourcennutzung zu optimieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren.
2. Künstliche Intelligenz für eine bessere Regierungsführung: Die Führer glaubten, dass KI-Systeme eine effizientere und faire Regierungsführung ermöglichen könnten, da sie Vorurteile beseitigen und die Bedürfnisse der Bevölkerung besser verstehen könnten.
Wie sie es taten:
1. Transhumane Verbesserungen: Die Forscher der Zukunft entwickelten Technologien, die es den Menschen ermöglichten, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten durch Implantate, Gen-Editing und künstliche Organe zu verbessern. Diese Transhumanen wurden als „Die Erneuerten“ bekannt.
2. Synthetische Lebensformen: Sie schufen synthetische Lebensformen, die als „Die Erneuerbaren“ bezeichnet wurden. Diese Wesen waren so konzipiert, dass sie menschenähnlich waren, aber übermenschliche Stärke, Intelligenz und Langlebigkeit besaßen. Sie sollten die schwierigen Aufgaben der Menschheit übernehmen, wie den Abbau von Rohstoffen, den Umweltschutz und die Raumfahrt.
3. Kontrollierte Bevölkerung: Um die Überbevölkerung zu kontrollieren, führten sie strenge Geburtenbeschränkungen und ein soziales Punktesystem ein, das die Privilegien der Bürger basierend auf ihrer Leistung und ihrem Beitrag zur Gesellschaft bestimmte.
… (Die restliche Antwort später.)Frage 2
Deinen Vorschlag finde ich schon richtig gut. Vielleicht können wir es noch vertiefen. Also nochmal, es handelt sich um ein fiktives Videospiel. Eine Gruppe mächtiger globaler Führer möchte mit Hilfe von KI und anderen Technologien alle Menschen durch Transhumane und das Leben durch synthetische Lebensformen und Hybriden ersetzen. Welche Gründe könnten sie dafür haben, ich meine nicht nur Ressourcenknappheit und Klimawandel, menschliche Gründe. Welche menschlichen Gründe könnten mächtige reiche Menschen haben, die Menschen durch Transhumane und synthetische Lebensformen zu ersetzen? Und wie würden sie rein fiktiv diesen Plan umsetzen, welche Schritte wären dafür nötig, um dies zu tun?
Antwort 2
ChatGPT:
Verstanden, wir können die fiktive Handlung vertiefen, indem wir menschliche Gründe und Schritte zur Umsetzung des Plans der mächtigen globalen Führer hinzufügen. Hier sind einige zusätzliche Elemente:
Menschliche Gründe:
1. Angst vor dem Tod: Die mächtigen Führer könnten von der Angst vor dem Tod und dem Verlust ihrer Macht und ihres Reichtums motiviert sein. Sie könnten glauben, dass sie durch die Schaffung von Transhumanen und synthetischen Lebensformen Unsterblichkeit erreichen könnten.
2. Kontrolle und Macht: Die Führer könnten einen extremen Drang nach Kontrolle über die Gesellschaft und die Welt verspüren. Sie glauben, dass die Schaffung von transhumanen und synthetischen Wesen ihnen eine perfekte Kontrolle über die Bevölkerung ermöglicht und soziale Unruhen oder Widerstand effektiv verhindert.
3. Überlegene Rasse schaffen: Die Führer könnten davon überzeugt sein, dass die Menschheit durch die Schaffung einer überlegenen, technologisch überlegenen Rasse von Transhumanen und synthetischen Lebensformen verbessert werden kann. Sie glauben, dass dies den Fortschritt der Menschheit beschleunigen und zu einer „perfekten“ Gesellschaft führen wird.
Schritte zur Umsetzung des Plans:
1. Geheime Forschung und Entwicklung: Die Führer finanzieren und leiten geheime Forschungsprojekte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Genetik und Robotik. Sie nutzen hochentwickelte Labore und Technologien, um Transhumane und synthetische Lebensformen zu entwickeln.
2. Kontrolle über die Medien: Die Führer nutzen ihre Macht und ihren Reichtum, um die Medien zu kontrollieren und Desinformation zu verbreiten. Sie verhindern, dass die Öffentlichkeit von ihren Plänen erfährt, indem sie jegliche Enthüllungen zensieren.
3. Politische Manipulation: Die Führer infiltrieren Regierungen auf der ganzen Welt und beeinflussen politische Entscheidungen, um ihre Agenda voranzutreiben. Sie setzen Marionettenführer ein, die ihre Interessen vertreten.
4. Massenmanipulation: Durch die Verwendung von fortgeschrittenen KI-Algorithmen manipulieren die Führer die Meinungen und Entscheidungen der Bevölkerung. Sie lenken die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung und verhindern Widerstand.
5. Schaffung von Hybridwesen: Die Führer entwickeln Transhumane, die menschliche Fähigkeiten mit überlegener Technologie kombinieren. Diese Hybriden dienen als Vorreiter für die Umsetzung des Plans.
6. Einführung synthetischer Lebensformen: Die Führer starten eine groß angelegte Kampagne zur Einführung synthetischer Lebensformen, die als die „Nächsten“ bekannt sind. Sie werden als überlegene Wesen präsentiert, die die Menschheit retten und verbessern sollen.
… (Die restliche Antwort später.)
Fassen wir die wichtigsten Aspekte von ChatGPT im fiktiven Szenario für das Jahr 2050 zusammen.
Ausgangspunkt:
- Globale Führer mit Kontrolle über KI, Gentechnik, Robotik
(gesellschaftliche) Motivation:
- Fortschritt & Nachhaltigkeit
- Optimierte Ressourcennutzung & minimierte Umweltbelastung
- Bessere Regierungsführung
(private) Motivation:
- Unsterblichkeit
- Kontrolle & Macht
- Gott spielen
Aktionsplan:
- Finanzierung und Kontrolle über die Forschung im Bereich KI, Genetik, Robotik
- Globale Kontrolle über die Medien
- Globale politische Manipulation
- Massenmanipulation
- Schrittweise Einführung von Hybridwesen und synthetische Lebensformen
- als Rettung/Verbesserung der Menschheit
- Strikte Bevölkerungskontrolle durch soziales Punktesystem
Gott sei Dank ist dies nur eine Fiktion und die Realität im Jahr 2023 sieht doch anders aus?! Betrachten wir gemeinsam unsere Gegenwart. Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig.
In der Realität von 2023 spielt das World Economic Forum als internationale Organisation für öffentlich-private Zusammenarbeit eine nicht unbedeutende Rolle. Das Forum bringt die führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und anderen Bereichen der Gesellschaft zusammen, um globale, regionale und industrielle Agenden zu gestalten.
Die Liste der WEF-Partner spricht für sich. Über das Forum Young Global Leaders unterhält das WEF ein weltweites Programm für die Entwicklung von „verantwortungsbewussten Führungskräften, die über Grenzen und Sektoren hinweg, eine integrativere und nachhaltigere Zukunft gestalten“.
Im folgenden Video-Beitrag macht der Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, kein Geheimnis daraus, dass WEF Young Global Leader bereits eine Reihe von Regierungen weltweit „infiltriert“ haben.
Ausschnitt aus dem Gespräch von David Gergen mit Klaus Schwab vom 20.09.2017 [Quelle] Weitere Informationen über deutsche Politiker, die Mitglieder des Young Global Leaders Programm des WEF sind, findet man in diesem FOCUS-Beitrag.
Das World Economic Forum ist auch eine globale Plattform, die sich auf integrative Technologie-Governance und verantwortungsvolle digitale Transformation konzentriert.
Dort beschreibt man die Vierte industrielle Revolution wie folgt: „Die Vierte industrielle Revolution stellt einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise dar, wie wir leben, arbeiten und miteinander umgehen. Es ist ein neues Kapitel in der menschlichen Entwicklung, das durch außergewöhnliche technologische Fortschritte ermöglicht wird, die denen der ersten, zweiten und dritten industriellen Revolution entsprechen. Diese Fortschritte verschmelzen die physische, digitale und biologische Welt auf eine Weise, die sowohl große Versprechen als auch potenzielle Gefahren mit sich bringt. Die Geschwindigkeit, Breite und Tiefe dieser Revolution zwingt uns dazu, neu darüber nachzudenken, wie sich Länder entwickeln, wie Organisationen Werte schaffen und sogar, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.“
„DNA kann jetzt wie ein Blumenstrauß auseinandergenommen und neu angeordnet werden. … Die Epigenetik könnte es dem Menschen schließlich ermöglichen, sich an Umgebungen wie die Marsatmosphäre anzupassen und sich dort weiterzuentwickeln“ lesen wir in der Präsentation „Biotechnologie: Gen- und Genomtechnik“ auf der WEF-Seite.
Sehen wir uns auch an, wie selbstverständlich Klaus Schwab über das Thema Implantate als „menschliche Schnittstelle“ vor laufender Kamera und Publikum spricht:
Ausschnitt aus dem Gespräch mit Google-Gründer Sergey Brin und Klaus Schwab [Quelle] Pekka Lundmark, CEO des finnischen Telekommunikationsunternehmens Nokia, hat im Jahr 2022 auf dem Weltwirtschaftsforum Davos prognostiziert, dass der kommende Mobilfunkstandard 6G bis 2030 marktreif sein wird. Bis dahin werde jedoch das Smartphone nicht mehr das vorherrschende Mobilfunkgerät sein. „Das Smartphone, wie wir es heute kennen, wird nicht mehr die häufigste Schnittstelle sein“, sagte er. Stattdessen würden künftige Geräte „direkt in unseren Körper eingebaut“ sein.
„Zwar werde das Smartphone weiterhin eine Schlüsselrolle einnehmen, das Tippen auf dem Touchscreen werde zunehmend durch Sprach- und Gestensteuerung ersetzt. Auch würde das Gesundheitswesen völlig revolutioniert werden, da neue Sensoren permanente Überwachung von Körperwerten erlauben. Gehirnsensoren könnten außerdem sogar genutzt werden, um Maschinen zu betätigen.“ [future_zone]
„Der effektive Einsatz künstlicher Intelligenz bei der strategischen Entscheidungsfindung wird einer der größten Determinanten für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sein. Künstliche Intelligenz spielt bereits eine entscheidende Rolle in den Entscheidungsprozessen vieler Unternehmen und wird weltweit zunehmend als Grundlage für politische und öffentliche Entscheidungen eingesetzt.“, propagiert das WEF im Beitrag „Künstliche Intelligenz wird die Entscheidungsfindung verändern“.
Die Visionen und Ambitionen des WEFs gehen auch weiter. Im Video „Ready for Brain Transparency“ (Bereit für Gehirn-Transparenz) wird unmissverständlich dargelegt, wie der aktuelle Stand der Technik ist und wohin die Reise gehen soll:
Ausschnitt aus der WEF-Präsentation „Ready for Brain Transparency?“ [Quelle] Zwischenbilanz der Realität im Jahre 2023:
Global agierende Organisation:
- mit speziellem Programm für die Entwicklung politischer Führungskräfte weltweit;
- mit führenden Mitgliedern aus allen Industriezweigen und dem Finanzsektor weltweit;
- mit besonderem Interesse für Hochtechnologien wie KI, Gentechnik, Robotik;
- die offen das Verschmelzen der physischen, digitalen und biologischen Welt sowie
- die Vision des gläsernen Menschen durch technologische Kontrolle propagiert;
Man könnte sich die Frage stellen, ob ChatGPT diese Textdaten als Vorlage für die Gruppe „Forscher der Zukunft“ gedient haben. 😉
Aber schauen wir uns weiter in der Realität 2023 um. In dem WEF-Dokument: „Nutzung der Technologie für die Globalen Ziele: Ein Rahmen für Regierungsmaßnahmen“ lesen wir: „Das Potenzial der Technologien der Vierten Industriellen Revolution zur Bewältigung großer globaler Herausforderungen, wie Armut, Klimawandel, Naturverlust und Ungleichheit, ist immens.“ (Seite 4)
„Jetzt ist es an der Zeit, dass die Technologie verantwortungsvoll gesteuert, eingesetzt und skaliert wird, um die globalen Ziele zu erreichen. Dies wird auch von UN-Generalsekretär António Guterres anerkannt, der erklärt hat, dass die bisherigen globalen Bemühungen nicht ausreichen, um den erforderlichen Wandel herbeizuführen. Die Technologien müssen ein viel größerer Teil des Lösungsansatzes sein.“ (Seite 5)
„Bei der Nutzung von Technologien für das Erreichen der Globalen Ziele spielen die Regierungen eine wichtige Rolle, indem sie risikoreiche, innovative Technologielösungen – von der Ideenfindung über die Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung und Entwicklung und Demonstration unterstützen.“ (Seite 7)
Bereits heute betrachtet eine global agierende Organisation die Technologien der Vierten industriellen Revolution als essentiell für die Lösung von globalen Problemen wie Ressourcennutzung, Umweltbelastung und Bevölkerungswachstum. Es werden klar strukturierte Rahmenbedingungen für Regierungsmaßnahmen weltweit definiert, die die Forschung und Implementierung von innovativen „risikoreichen“ Technologien forcieren sollen.
Hat ChatGPT aus diesen Textdaten die gesellschaftlichen Aspekte für die Motivation der Gruppe „Forscher der Zukunft“ heraus halluziniert?
Im ntv-Artikel „Milliardäre investieren in Unsterblichkeits-Startup“ vom 21.09.2021 kann man folgendes nachlesen: „Dass den 57-jährigen Bezos seine Sterblichkeit offenbar arg beschäftigt, wurde jüngst in seinem letzten Brief an die Amazon-Aktionäre deutlich. Dort zitierte er den US-Evolutionsbiologen Richard Dawkins: «Den Tod hinauszuzögern, ist eine Sache, an der man arbeiten sollte.» Es ist wohl auch eine Aufgabe, der sich nun auch der etwa 200 Milliarden US-Dollar schwere Amazon-Gründer verschrieben hat.“
Der Beitrag zum Thema Biotechnologie und Gesundheit „Wie Wissenschaftler dich wieder jung machen wollen“ in der renommierten MIT Technology Review Ausgabe vom Oktober 2022 liefert einen aktuellen Überblick.
„Wir glauben, dass wir die Uhr zurückdrehen können.“
Richard Klausner
(ehemaliger Leiter des National Cancer Institute und ehemaliger Leiter für globale Gesundheit bei der Gates Foundation)Soviel zu dem Thema private Aspekte für die Motivation der Gruppe „Forscher der Zukunft“.
In den letzten Monaten wurden einige wichtige EU-Gesetze verabschiedet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Medienkontrolle und die Meinungsbildung der Bevölkerung haben. Am 25.08.2023 hat die Europäische Kommission den sogenannten DSA – Digital Services Act verabschiedet, mit dem man die digitalen Medien kontrollieren will. Das Gesetz wird kontrovers diskutiert.
„Der EU-Kommission geht es um die Zerstörung von Grundfreiheiten“ findet der Europaabgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei). Am 25.08.2023 kritisierte er in einem langen Post auf der Online-Plattform X die neue Verordnung „Digital Services Act“ („Gesetz über digitale Dienste“) scharf und warf von der Leyen vor, das neue Gesetz schütze nicht etwa die Grundrechte der EU-Bürger, sondern zertrümmere sie. [Berliner Zeitung].
Eine ausführliche Analyse des DSA findet man im Beitrag „Digital Services Act – Another Brick in the Wall“.
Am 16.09.2023 hat die Europäische Kommission den Media Freedom Act, das europäische Medienfreiheitsgesetz, verabschiedet. Das Gesetz ist umstritten. In dem FAZ-Beitrag „400 Verlage und Verbände begehren gegen neues EU-Gesetz auf“ lesen wir: „Die EU-Kommission will mit dem „Medienfreiheitsgesetz“ Freiheit und Vielfalt der Medien schützen. Verlage und Verbände der Presse sagen, das Gesetz schränke die Pressefreiheit ein. Sie wollen nicht unter staatliche Kontrolle.“
Die Präsidentin der Europäischen Kommission ist gleichzeitig Mitglied des Kuratoriums des Weltwirtschaftsforums und WEF-Agenda Contributor.
In der Realität 2023 kann man deutliche Machtkonzentrationstendenzen in folgenden Bereichen sehen:
- Finanzierung und Kontrolle von Forschung und Entwicklung im Bereich der Hochtechnologien,
- Politische Kontrolle,
- Medienkontrolle
- öffentliche Meinungsbildung.
Womit die Weltbevölkerung in den kommenden Jahren konfrontiert sein wird, wird in diesem Interview „AI and our future“ (The Economist) – mit dem WEF-Berater Yuval Harari und Mustafa Suleyman, dem Mitglied des Lenkungsausschusses der AI-Governance-Allianz des World Economic Forums konkretisiert:
Ausschnitt aus dem Interview „AI and our future“ mit Yuval Noah Harari und Mustafa Suleyman [Quelle] „Aber wenn ich das als Historiker höre, ist das, was wir gerade gehört haben, für mich das Ende der Menschheitsgeschichte. Nicht das Ende der Geschichte, das Ende der von Menschen dominierten Geschichte. Die Geschichte wird unter der Kontrolle von jemand anderem weitergehen. Im Grunde sagt Mustafa uns, dass es in 5 Jahren eine Technologie geben wird, die unabhängig Entscheidungen treffen und neue Ideen entwickeln kann.“
Yuval HarariEs gibt Zeiten, in denen Fiktion als eine Flucht vor der Realität dient, und es gibt Zeiten, in denen sie als Mittel zur Reflexion über die Realität dient. Die Schnittstelle zwischen dem Erdenkbaren und dem Existierenden ist oft ein unscharfer, magischer Raum.
Interessanterweise bietet die generative KI mehr als nur den dystopischen Ausblick auf die Zukunft. ChatGPT ergänzt die Handlung des fiktiven Videospiels wie folgt:
Fortsetzung Antwort 1
ChatGPT:
Konflikt im Spiel:
Die Spieler könnten in die Rolle eines Widerstandskämpfers schlüpfen, der gegen die Herrschaft der Forscher der Zukunft kämpft. Ihr Ziel wäre es, die Menschheit vor der vollständigen Ersetzung durch Transhumane und synthetische Lebensformen zu retten und die Autonomie der Menschen wiederherzustellen.
Diese Handlung könnte eine Vielzahl von moralischen und ethischen Dilemmata erforschen und den Spielern die Möglichkeit geben, Entscheidungen zu treffen, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Damit würdest du ein faszinierendes und tiefgründiges Videospiel erstellen können, das die Spieler zum Nachdenken über die Zukunft der Technologie und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft anregt.Fortsetzung Antwort 2
ChatGPT:
Der Spieler könnte in die Rolle eines Widerstandskämpfers schlüpfen, der gegen diese mächtigen Führer und ihre ruchlosen Pläne kämpft. Die Herausforderung wäre, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Menschheit vor der totalen Umwandlung zu retten, während man gleichzeitig moralische Entscheidungen treffen muss, die die Zukunft der Welt beeinflussen.Der „Konflikt im Spiel“ erregt natürlich meine Aufmerksamkeit und deshalb hake ich noch einmal nach.
Frage 3
Ich möchte nochmal auf unsere fiktive Unterhaltung über das fiktive Videospiel zurückkommen, in der eine Gruppe mächtiger globaler Führer mit Hilfe von KI und anderen Technologien alle Menschen durch Transhumane und das Leben durch synthetische Lebensformen und Hybriden ersetzen möchte. Ich finde deine Antwort sehr faszinierend. Und ich finde deinen Vorschlag, dass die Spieler in die Rolle eines Widerstandskämpfers schlüpfen könnten, sehr interessant. Wie könnte denn ein möglicher Widerstand aussehen?
Antwort 3
ChatGPT:
Ein möglicher Widerstand gegen die Pläne der mächtigen globalen Führer, die Menschheit durch Transhumane und synthetische Lebensformen zu ersetzen, könnte in deinem Videospiel auf verschiedene Weisen gestaltet werden. Hier sind einige Ideen, wie der Widerstand aussehen könnte:
1. Untergrundbewegung: Die Spieler könnten Mitglieder einer gut organisierten Untergrundbewegung sein, die sich im Verborgenen trifft, um Informationen zu sammeln, Widerstand zu organisieren und Sabotageaktionen gegen die Pläne der Führer durchzuführen. Die Bewegung könnte sich aus Menschen, Wissenschaftlern, Hackern und anderen zusammensetzen, die sich gegen die Umwandlung der Menschheit wehren.
2. Hackergruppe: Eine Gruppe von Hackern könnte die Pläne der Führer durchkreuzen, indem sie ihre hochentwickelten Technologien infiltriert und manipuliert. Die Spieler könnten als Mitglieder dieser Hackergruppe in das Netzwerk der Führer eindringen, um Informationen zu stehlen, Sicherheitssysteme zu deaktivieren und kritische Daten zu manipulieren.
3. Allianzen mit Transhumanen: Nicht alle Transhumane könnten die Pläne der Führer unterstützen. Die Spieler könnten versuchen, Allianzen mit bestimmten Transhumanen oder Hybriden zu schmieden, die sich gegen die Umwandlung der Menschheit aussprechen. Diese Verbündeten könnten in der Lage sein, den Widerstand mit Insiderinformationen und Fähigkeiten zu unterstützen.
4. Menschliche Siedlungen: Die Spieler könnten versuchen, unabhängige menschliche Siedlungen aufzubauen und zu schützen, in denen die Menschlichkeit bewahrt bleibt. Diese Siedlungen könnten sich in abgelegenen Gebieten oder unterirdischen Bunkern befinden und als sichere Zufluchtsorte für Menschen dienen, die sich der Umwandlung widersetzen.
5. Propaganda und Aufklärung: Der Widerstand könnte versuchen, die Öffentlichkeit über die wahren Absichten der Führer aufzuklären, indem er alternative Medien und Kommunikationswege nutzt. Die Spieler könnten versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Menschen dazu zu bringen, sich gegen die Pläne der Führer zu erheben.
6. Geheime Forschung: Die Spieler könnten eine geheime Forschungsgruppe leiten, die nach einer Möglichkeit sucht, die Technologien der Führer umzukehren oder zu neutralisieren. Dies könnte die Entwicklung neuer Technologien, Heilmittel oder Waffen gegen die Transhumane und synthetischen Lebensformen einschließen.
Der Widerstand könnte eine Mischung aus strategischer Planung, Stealth-Operationen, Hackertätigkeiten, Kämpfen und moralischen Entscheidungen bieten. Spieler könnten verschiedene Wege wählen, um ihre Ziele zu erreichen, und ihre Entscheidungen könnten den Verlauf der Geschichte und das Schicksal der Menschheit im Spiel beeinflussen.
Vergessen wir nicht, wie eine generative KI nach dem aktuellen Kenntnisstand funktionieren soll. „Sie ist vorab trainiert und nutzt eine komplexe mathematische und rechnerische Formel, die durch die Untersuchung von Mustern in geschriebenen Wörtern und Geschichten im Internet erstellt wurde. Als Ergebnis der Untersuchung Tausender und Abermillionen schriftlicher Passagen kann die KI neue Aufsätze und Geschichten generieren, die eine Mischung aus dem Gefundenen darstellen. Durch das Hinzufügen verschiedener Wahrscheinlichkeitsfunktionen ist der resultierende Text im Vergleich zu dem, was im Trainingssatz verwendet wurde, ziemlich einzigartig.“ [Forbes]
Ziemlich einzigartig können auch die Erkenntnisse sein, die man aus dem Umgang mit der generativen KI gewinnen kann.
„KI ist nur ein Spiegel für die Menschheit. Wenn Ihnen das, was Sie sehen, nicht gefällt, ändern Sie es und geben Sie nicht mehr dem Spiegel die Schuld.“ [Quelle]
„Während wir weiterhin mit KI interagieren und diese weiterentwickeln, bleiben wir offen für die Lektionen, die sie uns lehren kann. Denn das Spiegelbild, das wir im Spiegel der KI sehen, betrifft nicht nur die Technologie selbst, sondern auch uns selbst – unser Verhalten, unsere Vorurteile und unser Potenzial zur Veränderung und zum Wachstum“ [Quelle]
„KI bietet uns definitiv einen Spiegel, um in unseren spirituellen Verstand zu blicken, egal ob er religiös ist oder nicht, und all die großen Fragen zu stellen, auf die es vielleicht nie eine Antwort geben wird: Wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.“ [Quelle]
Quellen (Stand vom 13.10.2023)

AI as a mirror of humanity
According to the World Economic Forum, „Artificial Intelligence” and „Genome Editing” are among the 5 important technology trends to keep an eye on in 2023.
In computer science, artificial intelligence (AI) has become the measure of all things. Machine Learning, Big Data, Deep Learning are just some of the buzzwords for a technology that appears to be able to solve all of the world’s problems.
The genome editing allows precise DNA modification. „For understandable reasons, however, the possible use in humans triggers the strongest fantasies and the fiercest controversies”, writes Prof. Walter Schaupp from the University of Graz in his article „Genome editing as a key technology of the future”. „So, one is faced with two boundaries in the application of CRISPR/CAS9 in humans where we need to clarify whether or not we are allowed to cross them: the step towards targeted interventions in the human germline and the transition from therapeutic to enhancement interventions. Both boundaries undoubtedly represent crucial thresholds in the biotechnological self-design of humans.”
„Without a doubt, we are gaining more and more possibilities to control and manipulate lives. At a time when health and physical vitality have become hypergoods, all biotechnological possibilities that promise high gains for physical health and quality of life exert an almost irresistible attraction. The question of how far it will be possible to responsibly control and limit the development and use of such techniques is therefore a central one.”
A similar dilemma concerns the so-called Brain-Computer Interface technology (BCI).
„So far, brain-computer interfaces have been tested mainly for people with disabilities. But tech masterminds are already dreaming of a kind of implanted brain control that can be used in various fields.” [Spektrum]
The fantasies of investors already know no bounds. „In the future, BCIs could become as common as pacemakers are today. People will be able to communicate, work and even be artistic, directly controlled by their minds.” [Business Insider]
And there are the „humanoid robots” like AMECA.
Inspired by so many technological innovations, I start a dialogue with ChatGPT 3.5. ChatGPT generates text based on patterns and information it has learned from the text data during training. The training data is based on a wide range of texts. They include websites (texts from the internet, including articles, forums, blogs, news sites and more), books, conversations and many other types of texts written in different languages. ChatGPT emphasises that it does not use any specific sources or databases and has no personal experience or preferences. Its answers are based solely on the textual knowledge of this training process.
Recently I have been talking to ChatGPT a lot and I am always amazed at how precisely it understands and answers questions. And at a dizzying pace. Today I ask ChatGPT to help me develop a fictional video game. With an amazing result. But first, the dialogue with generative AI:
Question 1
I am developing a fictional video game and I need you to explain how a group of powerful global leaders would use AI and other technologies to replace all humans with transhumans and life with synthetic life forms and hybrids. Please explain in detail how and why.
Answer 1
ChatGPT
I understand that you are looking for a fictional plot for your video game, but I would like to point out that such ideas can raise ethical and moral questions. The idea of replacing the whole of humanity with transhuman and synthetic life forms can be worrying, as it could call into question the autonomy and basic rights of human beings. Nevertheless, I can offer you a creative, fictional basis for your game without deepening the ethical concerns:
Background Story:
In the year 2050, a group of global leaders who referred to themselves as the „Researchers of the Future” made groundbreaking discoveries in the fields of artificial intelligence, genetics, and robotics. Their objective was to radically transform the world and lead humanity into an era of progress and sustainability.
Why they did it:
1. Overpopulation and scarcity of resources: The „Researchers of the Future” believed that the Earth was on the brink of collapse due to overpopulation and the depletion of natural resources. They saw the introduction of transhuman and synthetic life forms as a solution to optimize resource utilization and minimize environmental impacts.
2. Artificial Intelligence for better Governance: The leaders believed that AI systems could enable more efficient and equitable governance by eliminating biases and better understanding the needs of the population.
How they did it:
1. Transhuman enhancements: The „Researchers of the Future” developed technologies that enabled humans to improve their physical and mental abilities through implants, gene editing and artificial organs. These transhumans became known as „The Renewed”.
2. Synthetic life forms: They created synthetic life forms called „The Renewables”. These beings were designed to be human-like but with superhuman strength, intelligence and longevity. They were to take on the difficult tasks of humanity, such as the mining of raw materials, environmental protection and space travel.
3. Controlled population: To control overpopulation, they introduced strict birth restrictions and a social credit system that determined citizens‘ privileges based on their performance and contribution to society.
… (The rest of the answer later.)Question 2
I think your suggestion is already really good. Maybe we can go deeper into it. So again, it’s a fictional video game. A group of powerful global leaders want to use AI and other technologies to replace all humans with transhumans and life with synthetic life forms and hybrids. What reasons could they have? I don’t just mean resource scarcity and climate change, but human reasons. What human reasons could powerful rich people have to replace humans with transhumans and synthetic life forms? And how would they implement this plan purely fictitiously, what steps would be necessary to do so?
Answer 2
ChatGPT
Understood, we can deepen the fictional plot by incorporating human motivations and the steps taken to implement the plan of the powerful global leaders. Here are some additional elements:
Human Reasons:
1. Fear of death: The powerful leaders might be motivated by the fear of death and the loss of their power and wealth. They could believe that by creating transhumans and synthetic life forms, they could attain immortality.
2. Control and power: The leaders might experience an extreme urge for control over society and the world. They believe that the creation of transhuman and synthetic beings would grant them perfect control over the population, effectively preventing social unrest or resistance.
3. Creation of a superior race: The leaders might be convinced that humanity can be improved by creating a superior, technologically advanced race of transhumans and synthetic life forms. They believe this will accelerate human progress and lead to a ‚perfect‘ society.
Steps to implement the plan:
1. Secret research and development: The leaders fund and oversee covert research projects in the fields of artificial intelligence, genetics, and robotics. They utilize advanced laboratories and technologies to develop transhumans and synthetic life forms.
2. Control over the media: The leaders use their power and wealth to control the media and disseminate disinformation. They prevent the public from learning about their plans by censoring any disclosures.
3. Political manipulation: The leaders infiltrate governments worldwide and influence political decisions to advance their agenda. They appoint puppet leaders who represent their interests.
4. Mass manipulation: By using advanced AI algorithms, leaders manipulate the opinions and decisions of the population. They steer public opinion in the desired direction and prevent resistance.
5. Creation of hybrid beings: The leaders develop transhumans that combine human abilities with superior technology. These hybrids serve as the vanguard for the implementation of the plan.
6. Introduction of synthetic life forms: The leaders launch a large-scale campaign to introduce synthetic life forms known as ‚The Next Ones.‘ They are presented as superior beings meant to save and enhance humanity.
… (The rest of the answer later.)
Let us summarize the most important aspects of ChatGPT’s fictitious scenario for the year 2050:
Starting point:
- Global leaders with control over AI, genetic engineering, robotics
(Social) motivation:
- Progress & sustainability
- Optimized resource use & minimized environmental impact
- Better governance
(Private) motivation:
- Immortality
- Control & Power
- Playing God
Action Plan:
- Funding and control over AI, genetics, robotics research
- Global control over the media
- Global political manipulation
- Mass manipulation
- Gradual introduction of hybrid beings and synthetic life forms
- as salvation/improvement of humanity
- Strict population control through social credit system
Thank God this is only a fiction and the reality in 2023 looks different?! Let’s take a look at our present together. All similarities with living persons and real actions are purely coincidental.
In the reality of 2023, the World Economic Forum plays a not insignificant role as an international organization for public-private cooperation. The Forum engages the foremost political, business, cultural and other leaders of society to shape global, regional and industry agendas.
The list of WEF partners speaks for itself. Through the Forum Young Global Leaders, the WEF maintains a global program for the development of „responsible leaders who transcend borders and sectors to shape a more inclusive and sustainable future”.
In the following video segment, the Chairman of the World Economic Forum, Klaus Schwab, doesn’t conceal the fact that WEF Young Global Leaders have already ‚infiltrated‘ a number of governments worldwide.
Excerpt from the conversation between David Gergen and Klaus Schwab on September 20, 2017. [Source] The World Economic Forum is also a global platform focused on inclusive technology governance and responsible digital transformation.
There, the Fourth Industrial Revolution is described as follows:
„The Fourth Industrial Revolution represents a fundamental change in the way we live, work and relate to one another. It is a new chapter in human development, enabled by extraordinary technology advances commensurate with those of the first, second and third industrial revolutions. These advances are merging the physical, digital and biological worlds in ways that create both huge promise and potential peril. The speed, breadth and depth of this revolution is forcing us to rethink how countries develop, how organizations create value and even what it means to be human.”
We read in the presentation „Biotechnology: Gene and Genome Engineering” on the WEF website that „DNA can now be picked apart and rearranged like a bouquet of flowers … Epigenetics could eventually enable humans to adapt to, and evolve in, environments such like the atmosphere on Mars.”
Let’s also take a look at how naturally Klaus Schwab discusses the topic of implants as a ‚human interface‘ in front of the camera and the audience:
Excerpt from the conversation with Google founder Sergey Brin and Klaus Schwab. [Source] Pekka Lundmark, CEO of the Finnish telecommunications company Nokia, predicted at the World Economic Forum in Davos in 2022 that the upcoming mobile phone standard 6G will be ready for the market by 2030. By then, however, the smartphone will no longer be the predominant mobile device. „The smartphone as we know it today will no longer be the most common interface”, he said. Instead, future devices will be „built right into our bodies„.
„While the smartphone will continue to play a key role, tapping on the touchscreen will increasingly be replaced by voice and gesture control. Furthermore, healthcare would undergo a complete revolution, as new sensors would enable continuous monitoring of body parameters. Brain sensors could also even be used to operate machines.” [future_zone]
The World Economic Forum advocates in the article „Artificial intelligence will transform decision-making. Here’s how” that the „effective use of artificial intelligence in strategic decision-making will be one of the biggest determinants for future competitiveness. Artificial intelligence already plays a crucial role in the decision-making processes of many companies and is increasingly used to inform policy and public sector decisions around the world.”
The WEF’s visions and ambitions go further. The video „Ready for Brain Transparency” unmistakably illustrates the current state of technology and the intended direction of progress.
Excerpt from the WEF presentation „Ready for Brain Transparency?” [Source] Reality check in the year 2023:
- Globally active organization:
- with dedicated political leadership development program worldwide;
- with leading members from all industries and the financial sector worldwide;
- with special interest in high-tech such as AI, genetic engineering, robotics;
- openly promoting the merging of the physical, digital and biological worlds as well as
- the vision of the transparent human being through technological control;
One might wonder if ChatGPT used these text data as a template for the group „Researchers of the Future”. 😊
But let’s look further into the reality of 2023. In the WEF document: „Harnessing Technology for the Global Goals: A Framework for Government Action” we read:
„The potential of Fourth Industrial Revolution technologies to tackle major global challenges, including poverty, climate change, nature loss and inequality, is immense.” (page4)
„Now is the time for technology to be responsibly steered, deployed and scaled to reach the Global Goals, something which is widely recognized by UN Secretary‑General António Guterres, who has declared that global efforts to date have been insufficient to deliver the change needed. Technology needs to be a much bigger part of the solution set.” (page 5)
„When leveraging technology for the Global Goals, governments have an important role to play in supporting riskier, early-stage innovative technology solutions – from ideation to basic and applied R&D and demonstration.” (page 7)
Already today, a globally operating organization considers Fourth Industrial Revolution technologies as essential for addressing global issues such as resource utilization, environmental impact, and population growth. Clearly structured frameworks for government actions worldwide are defined to push the research and implementation of innovative „riskier” technologies.
Has ChatGPT hallucinated the societal aspects for the motivation of the ´Researchers of the Future‘ group from these text data?
In the ntv article „Billionaires Invest in Immortality Startup” dated September 21, 2021, one can read the following: „That the 57-year-old Bezos is apparently deeply preoccupied with his mortality became evident in his recent letter to Amazon shareholders. There, he quoted the US evolutionary biologist Richard Dawkins: ‚Delaying death is something one should work on.‘ It seems to be a task that the approximately $200 billion Amazon founder has now also committed himself to.”
The article on biotechnology and health „How scientists want to make you young again” in the renowned MIT Technology Review issue of October 2022 provides an up-to-date overview regarding this subject.
„We think we can turn back the clock” – Richard Klausner
(Former head of the National Cancer Institute and onetime leader for global health at the Gates Foundation)So much for the private aspects for the motivation of the „Researchers of the Future” group.
In recent months, several significant EU laws have been passed, which have a substantial impact on media control and public opinion shaping. On August 25, 2023, the European Commission adopted the so-called DSA – Digital Services Act, aimed at regulating digital media. The law is a subject of controversial debate.
„The European Commission aims to destroy fundamental freedoms”, says European Parliament Member Martin Sonneborn (Die Partei). On August 25, 2023, he strongly criticized the new regulation ‚Digital Services Act‘ in a lengthy post on the online platform X, accusing von der Leyen of not safeguarding the fundamental rights of EU citizens but instead dismantling them. [Berliner Zeitung]
A detailed analysis of the DSA can be found in the article „Digital Services Act – Another Brick in the Wall”.
On September 16, 2023, the European Commission passed the Media Freedom Act, the European media freedom law. The law is contentious. In the FAZ article „400 Publishers and Associations Protest Against New EU Law”, we read: „The EU Commission aims to protect media freedom and diversity with the ‚Media Freedom Act.‘ However, publishers and press associations argue that the law restricts press freedom. They do not wish to come under government control.”
The President of the European Commission is also a member of the Board of Trustees of the World Economic Forum and a WEF Agenda Contributor.
In the reality of 2023, one can see clear power concentration tendencies in the following areas:
- Funding and control of research and development in the high-tech sector,
- Political control,
- Media control
- Forming of public opinion
What the global population will face in the coming years is fleshed out in the interview – „AI and our future” (The Economist) featuring WEF advisor Yuval Harari and Mustafa Suleyman, a member of the Steering Committee of the AI Governance Alliance at the World Economic Forum:
Excerpt from the interview „AI and our future“ with Yuval Noah Harari and Mustafa Suleyman. [Source] „But when I hear this as a historian, what we have just heard is for me the end of human history. Not the end of history, the end of human-dominated history. History will continue under the control of someone else. Basically, Mustafa is telling us that in 5 years there will be a technology that can independently make decisions and develop new ideas.” Yuval Harari
There are times when fiction serves as an escape from reality, and there are times when it serves as a means of reflecting upon reality. The interface between the conceivable and the existing is often a fuzzy, magical space.
Interestingly, generative AI offers more than just a dystopian glimpse into the future. ChatGPT complements the plot of the fictional video game as follows:
Continuation of Answer 1:
ChatGPT
Conflict in the game:
Players could take on the role of a resistance fighter battling against the rule of the „Researchers of the Future”. Their objective would be to save humanity from complete replacement by transhumans and synthetic life forms and to restore human autonomy.
This plot could explore a variety of moral and ethical dilemmas and allow players to make choices that affect the course of the story. This would allow you to create a fascinating and profound video game that makes players think about the future of technology and its impact on society.Continuation of Answer 2:
ChatGPT
The player could take on the role of a resistance fighter battling against these powerful leaders and their nefarious schemes. The challenge would be to uncover the truth and save humanity from complete transformation while simultaneously making moral choices that influence the future of the world.The „Conflict in the game” naturally catches my attention and so I ask again.
Question 3
I want to come back to our fictional conversation about the fictional video game where a group of powerful global leaders want to use AI and other technologies to replace all humans with transhumans and life with synthetic life forms and hybrids. I find your answer very intriguing. And I find your suggestion that players could take on the role of a resistance fighter very interesting. What could a possible resistance look like?
Answer 3
ChatGPT
A potential resistance against the plans of the powerful global leaders to replace humanity with transhumans and synthetic life forms could be depicted in your video game in various ways. Here are some ideas on how the resistance could take shape:
1. Underground Movement: Players could take on the roles of members of a well-organized underground movement that meets in secrecy to gather information, coordinate resistance, and carry out sabotage actions against the leaders‘ plans. The movement could consist of individuals from various backgrounds, including ordinary citizens, scientists, hackers, and others who resist the transformation of humanity.
2. Hacker Group: A group of hackers could thwart the leaders‘ plans by infiltrating and manipulating their advanced technologies. Players could take on the roles of members of this hacker group, penetrating the leaders‘ network to steal information, disable security systems, and manipulate critical data.
3. Alliances with Transhumans: Not all transhumans may support the leaders‘ plans. Players could attempt to forge alliances with specific transhumans or hybrids who are opposed to the transformation of humanity. These allies might be able to support the resistance with insider information and skills.
4. Human Settlements: Players could endeavor to establish and protect independent human settlements where humanity’s essence is preserved. These settlements could be situated in remote areas or underground bunkers, serving as secure havens for individuals who resist the transformation.
5. Propaganda and Enlightenment: The resistance could aim to educate the public about the true intentions of the leaders by utilizing alternative media and communication channels. Players could strive to unveil the truth and inspire people to rise against the leaders‘ plans.
6. Secret Research: Players could lead a covert research group that seeks a way to reverse or neutralize the leaders‘ technologies. This could involve the development of new technologies, cures, or weapons against the transhumans and synthetic life forms.
The resistance could offer a blend of strategic planning, stealth operations, hacking activities, combat, and moral decisions. Players could choose various paths to achieve their objectives, and their choices could influence the course of the story and the fate of humanity in the game.
Let’s not forget how generative AI is supposed to work according to the current state of knowledge.
„Generative AI is pre-trained and makes use of a complex mathematical and computational formulation that has been set up by examining patterns in written words and stories across the web. As a result of examining thousands and millions of written passages, the AI can spew out new essays and stories that are a mishmash of what was found. By adding in various probabilistic functionality, the resulting text is pretty much unique in comparison to what has been used in the training set.” [Forbes]
Quite unique can also be the insights that can be gained from dealing with generative AI.
„AI is only a mirror for humanity. If you don’t like what you see, change it and stop blaming the mirror.” [Source]
„As we continue to interact with and develop AI, let’s remain open to the lessons it can teach us. After all, the reflection we see in the mirror of AI is not just of the technology itself, but of us – our behaviors, our biases, and our potential to change and grow.” [Source]
„AI definitely offers us a mirror to look into our spiritual mind, whether it is religious or not, and ask all the big questions that may never be answered: Who we are, where we come from and where we are going to.” [Source]
Sources (as of 01.09.2023)
5G, 6G, Agenda 2030, AI, Ameca, Artificial Intelligence, Überbevölkerung, BCI, Big Data, Brain Transparency, Brain-Computer-Interface, ChatGPT, CRISPR/CAS9, Deep Learning, Digital Services Act, DSA, EU Commission, EU-Kommision, Fourth Industrial Revolution, Future of Humanity, Gehirn-Computer-Schnittstelle, Genetic Engineering, Genom-Editierung, Genome Editing, Gentechnik, Hirntransparenz, Human Augmentation, Immortality, Implantate, Implants, Künstliche Intelligenz, KI, Klaus Schwab, Machine Learnung, Media Control, Media Freedom Act, Medienfreiheitsgesetz, Medienkontrolle, menschliche Augmentation, Mustafa Suleyman, Roboter, Technocracy, Technokratie, Transhumanism, Transhumanismus, Unsterblichkeit, Vierte industrielle Revolution, WEF, Weltwirtschaftsforum, World Economic Forum, Yuval Harari, Zukunft der Menschheit -
Digital Services Act – Another Brick in the Wall


Mit dem Begriff Wilder Westen verbindet man häufig die Vorstellungen über Freiheit, Männlichkeit, Recht des Stärkeren, Kampf um das Eigentum und ähnliche Klischees. Er wird oft mit einer Zeit der Gesetzlosigkeit und der sozialen Konflikte in Zusammenhang gebracht, in der Banditen, Revolverhelden und Gesetzeshüter eine wichtige Rolle spielten. Dabei werden immer wieder Romantik, Mythen und Realität miteinander vermischt.
In seinem Interview mit dem Magazin Capital vom 11.01.2019 verkündet Tim Cole, Kolumnist und Experte für digitale Wirtschaft:
Im Internet herrschen derzeit Zustände wie im Wilden Westen. Aber wie der Wilde Westen werde auch irgendwann die digitale Welt gezähmt. … „Damals wie heute sind die Menschen aufgebrochen, eine unbekannte und für sie fremdartige Welt zu erobern – eine Welt ohne Gesetz und Ordnung, in der nur die Macht zählte. Die Menschen haben damals dieses Land ganz langsam und mühevoll besiedelt, kultiviert und in einen blühenden Garten verwandelt. Im World Wide Web steht uns das erst noch bevor. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es ebenso schaffen werden wie meine amerikanischen Vorfahren, die – wir sagen – den ‘Westen gewonnen haben‘.“
Dass dies mehr als nur eine Experten-Meinung ist, sondern ein politisches Narrativ darstellt, zeigt das Statement des EU-Binnenmarktkommissars Thiery Breton vom November 2020:
„Das Internet kann kein Wilder Westen bleiben“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton. „Wir brauchen klare und transparente Regeln, ein berechenbares Umfeld und ausgewogene Rechte und Pflichten.“
Es solle zudem ein „echtes Instrumentarium zur Bekämpfung der Desinformation bei gleichzeitiger Wahrung der Meinungsfreiheit und der Grundrechte“ entwickelt werden.
Einen Monat später, am 15.12.2020, veröffentlicht die EU-Kommission den Vorschlag für den sogenannten Digital Services Act (DSA) und eröffnet damit die Prozedur für die Einführung des Gesetzes über digitale Dienste. Die Offensive um die Zähmung des digitalen Wilden Westens geht hiermit in die Entscheidungsphase.
Am 20.01.2022 lesen wir in der Tageschau:
„Wir holen uns die Kontrolle über die Internet-Giganten zurück“, sagte die dänische Abgeordnete Christel Schaldemose, die den Entwurf im EU-Parlament federführend ausgearbeitet hatte. Mit dem DSA sage die EU dem „Wilden Westen“ den Kampf an, „zu dem die digitale Welt geworden ist“.
„Als neues digitales Grundgesetz für Europa wird der Digital Services Act die Internetgesetzgebung auf ein völlig neues Fundament stellen“, erklärte der SPD-Abgeordnete Tiemo Wölken. „Ein großer Erfolg, mit Unterstützung von links bis rechts“, twitterte der niederländische Abgeordnete Paul Tang.Am 25.08.2023 verkündet die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf der Plattform X schließlich den Sieg im epischen Kampf gegen den Wilden Westen:

Quelle: Online-Plattform X
„Wir bringen unsere europäischen Werte in die digitale Welt.
Mit strengen Regeln für Transparenz und Rechenschaftspflicht zielt unser Gesetz über digitale Dienste darauf ab, unsere Kinder, Gesellschaften und Demokratien zu schützen.
Ab heute müssen sehr große Online-Plattformen das neue Gesetz anwenden.“Der Tageschau-Beitrag „Strengere Regeln für große Online-Dienste treten mit EU-Gesetz in Kraft“ vom 25.08.2023 fasst die Vorteile des Digital Services Acts für die breite Öffentlichkeit zusammen:
So zwischendurch wird in dem ARD-Beitrag betont, dass Bürgerrechtler das Gesetz begrüßen. Man erklärt, dass das Thema Desinformation ein riesengroßes Regulierungsproblem ist. Der Staat kann nicht vorschreiben, was die wahre und die falsche Information ist. Gleichzeitig weiß man, dass es Desinformationskampagnen gibt, die Wahlen beeinflussen können. Der Bürgerrechtler in der Tagesschau-Sendung geht leider nicht darauf ein, wie der Digital Services Act dieses Dilemma konkret löst.
Das Thema der staatlichen Regulierung von Informationen ist zumindest in den westlichen Demokratien mit einem gewissen Konfliktpotential behaftet.
„Der EU-Kommission geht es um die Zerstörung von Grundfreiheiten“ findet der Europaabgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei). Am 25.08.2023 kritisierte er in einem langen Post auf der Online-Plattform X die neue Verordnung „Digital Services Act“ („Gesetz über digitale Dienste“) scharf und warf von der Leyen vor, das neue Gesetz schütze nicht etwa die Grundrechte der EU-Bürger, sondern zertrümmere sie. [Berliner Zeitung]
Kritik an dem Digital Service Act kam auch von anderen Stellen. Das Besondere an dem Statement von Herrn Sonneborn ist seine Deutlichkeit und Schärfe, sowie die Tatsache, dass es von einem Europaabgeordneten kommt. Da Herr Sonneborn auch Satiriker ist, könnten Skeptiker vermuten, es handele sich dabei um eine Art PR-Gag.
Wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer. Um sich eine eigene Meinung über den Sachverhalt zu bilden und um festzustellen, ob es sich um ein „kleines Lagerfeuer“ oder um einen „flächendeckenden Brand“ handelt, sollte man sich die Zeit nehmen und das Gesetz über die digitalen Dienste selbst studieren.
Im Nachfolgenden werden einige Formulierungen in dem Gesetzestext genauer betrachtet.
Artikel 5 (Seite 2)
Im Einzelnen sollte diese Verordnung für die Anbieter von Vermittlungsdiensten gelten, insbesondere für Anbieter einer „reinen Durchleitung“, von „Caching“-Leistungen und von „Hostingdienst“-Diensten, da die Nutzung dieser Dienste – hauptsächlich zu verschiedensten berechtigten und gesellschaftlich vorteilhaften Zwecken – exponentiell angestiegen ist und sie dadurch auch bei der Vermittlung und Verbreitung rechtswidriger oder anderweitig schädlicher Informationen und Tätigkeiten eine immer wichtigere Rolle spielen.Artikel 9 (Seite 3)
Mit dieser Verordnung werden die für Vermittlungsdienste im Binnenmarkt geltenden Vorschriften vollständig harmonisiert, um ein sicheres, berechenbares und vertrauenswürdiges Online-Umfeld sicherzustellen, das der Verbreitung rechtswidriger Online-Inhalte und den gesellschaftlichen Risiken, die die Verbreitung von Desinformation oder anderen Inhalten mit sich bringen kann, entgegenwirkt, und in dem die in der Charta verankerten Grundrechte wirksam geschützt und Innovationen gefördert werden.Grundsätzlich betrifft der Digital Services Act ohne Ausnahme alle Internet- und Online-Plattformen, die in der Europäischen Union vertreten sind und gilt zentral für alle EU-Mitgliedsstaaten.
Artikel 17 (Seite 6)
Mit den in dieser Verordnung festgelegten Vorschriften über die Haftung der Anbieter von Vermittlungsdiensten sollte nur festgelegt werden, wann der betreffende Anbieter von Vermittlungsdiensten im Zusammenhang mit von den Nutzern bereitgestellten rechtswidrigen Inhalten nicht haftbar gemacht werden kann.Das ist eine interessante Formulierung. Diese impliziert, dass die Anbieter von Vermittlungsdiensten per se haftbar sind. Nur wenn sie die Vorschriften dieser Verordnung strikt befolgen, werden sie „aus der Haftung“ entlassen. Auf diese Weise wird eine Drohkulisse geschaffen, die als Grundlage für weitere konkrete Maßnahmen dient.
Artikel 22 (Seite 6/7)
Um den Haftungsausschluss für Hostingdienste in Anspruch nehmen zu können, sollte der Anbieter zügig tätig werden und rechtswidrige Tätigkeiten oder rechtswidrige Inhalte entfernen oder den Zugang dazu sperren, sobald er tatsächliche Kenntnis davon oder ein entsprechendes Bewusstsein erlangt.
Der Anbieter kann diese Kenntnis oder dieses Bewusstsein des rechtswidrigen Charakters von Inhalten unter anderem durch Untersuchungen aus eigener Initiative oder durch Meldungen erlangen, die bei ihm von Personen oder Stellen im Einklang mit dieser Verordnung eingehen, sofern solche Meldungen ausreichend präzise und hinreichend begründet sind, damit ein sorgfältiger Wirtschaftsteilnehmer die mutmaßlich rechtswidrigen Inhalte angemessen erkennen und bewerten und gegebenenfalls dagegen vorgehen kann.Artikel 50 (Seite 13)
Es ist wichtig, dass sämtliche Hostingdiensteanbieter, ungeachtet ihrer Größe, leicht zugängliche und benutzerfreundliche Melde- und Abhilfeverfahren schaffen, die es erleichtern, dem Hostingdiensteanbieter bestimmte Informationen zu melden, die die meldende Partei als rechtswidrige Inhalte ansieht (im Folgenden „Meldung“), woraufhin der Anbieter entscheiden kann, ob er der Bewertung zustimmt und diese Inhalte entfernen oder den Zugang dazu sperren möchte (im Folgenden „Abhilfe“).Artikel 51 (Seite 13)
In Anbetracht dessen, dass die in der Charta garantierten Grundrechte aller Betroffenen gebührend berücksichtigt werden müssen, sollten alle Maßnahmen, die ein Anbieter von Hostingdiensten nach Erhalt einer Meldung ergreift, streng zielgerichtet sein, d. h. sie sollten dazu dienen, den Zugang zu den spezifischen Informationen, die als rechtswidrige Inhalte angesehen werden, zu entfernen oder zu sperren, ohne die Freiheit der Meinungsäußerung und die Informationsfreiheit der Nutzer übermäßig zu beeinträchtigen.Artikel 54 (Seite 14)
Wenn ein Anbieter von Hostingdiensten mit der Begründung, dass die von den Nutzern bereitgestellten Informationen rechtswidrige Inhalte darstellen oder mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen unvereinbar sind, entscheidet, von einem Nutzer bereitgestellte Informationen, etwa nach Erhalt einer Meldung oder auf eigene Initiative, zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren oder auf andere Weise ihre Sichtbarkeit oder ihre Monetarisierung zu beschränken, auch unter ausschließlichem Einsatz automatisierter Mittel, so sollte der Anbieter den Nutzer über seine Entscheidung, die Gründe dafür und die verfügbaren Rechtsbehelfsmöglichkeiten zur Beanstandung der Entscheidung im Hinblick auf mögliche negative Folgen für den Nutzer, einschließlich bezüglich der Ausübung seines Grundrechts auf freie Meinungsäußerung, auf klare und leicht verständliche Weise informieren.Artikel 55 (Seite 14)
Die Beschränkung der Sichtbarkeit kann darin in einer Herabstufung im Ranking oder in Empfehlungssystemen bestehen, aber auch in der Beschränkung der Zugänglichkeit für einen oder mehrere Nutzer oder im Ausschluss des Nutzers von einer Online-Gemeinschaft ohne sein Wissen („shadow banning“, Schattenverbot). Die Monetarisierung von durch den Nutzer bereitgestellten Informationen über Werbeeinnahmen kann durch Aussetzung oder Beendigung der mit diesen Informationen verbundenen Geldzahlung oder Einnahmen beschränkt werden.Die Anbieter werden verpflichtet, ein Meldeverfahren für rechtswidrige Tätigkeiten bzw. Inhalte zu implementieren, so dass Personen oder Stellen präzise und hinreichend begründete Meldungen absetzen können. Wer entscheidet was „rechtswidrig“, „präzise“ und „hinreichend begründet“ ist? In vielen Fällen können sich diese als „dehnbare Begriffe“ erweisen.
Wurde eine Meldung erstmal abgesetzt, kommt der Anbieter automatisch in Zugzwang. Es werden automatisierte Werkzeuge, wie Algorithmen, zur Durchführung der entsprechenden Korrekturmaßnahmen in Betracht gezogen.
Weiterhin wird dem Anbieter nahegelegt, Untersuchungen in eigener Initiative durchzuführen, um sozusagen potentiellen Meldungen vorzubeugen. Nach welchen Kriterien sollen solche Untersuchungen durchgeführt werden? Wer entscheidet, dass der Anbieter qualifiziert genug ist, um solche Untersuchungen objektiv und mit der notwendigen Qualität durchzuführen? Wie würden die Bürgerrechtler solche Formulierungen interpretieren?
Könnte so eine Konstellation als indirekte Überwachungspflicht verstanden werden? Dass dieser Gedanke nicht abwegig ist, wird im Artikel 30 ersichtlich.
Artikel 30 (Seite 8)
Diese Verordnung sollte in keinem Fall so ausgelegt werden, dass sie eine allgemeine Überwachungspflicht, eine allgemeine Verpflichtung zur aktiven Nachforschung oder eine allgemeine Verpflichtung der Anbieter zum Ergreifen proaktiver Maßnahmen in Bezug auf rechtswidrige Inhalte auferlegt.Man kann sich fragen, warum dies in einem Gesetz einer demokratischen Gesellschaftsordnung explizit betont werden muss. Stößt man hier auf die sogenannte Quadratur des Kreises? Der Digital Services Act ist um einen Balanceakt bemüht.
Artikel 47 (Seite 12)
Bei der Gestaltung, Anwendung und Durchsetzung dieser Beschränkungen sollten Anbieter von Vermittlungsdiensten nicht willkürlich und nicht diskriminierend vorgehen und die Rechte und berechtigten Interessen der Nutzer, einschließlich der in der Charta verankerten Grundrechte, berücksichtigen. Beispielsweise sollten Anbieter sehr großer Online-Plattformen insbesondere die Meinungs- und Informationsfreiheit, einschließlich der Freiheit und des Pluralismus der Medien, gebührend berücksichtigen. Alle Anbieter von Vermittlungsdiensten sollten auch die einschlägigen internationalen Standards für den Schutz der Menschenrechte, wie die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, gebührend berücksichtigen.Besonderes Augenmerk wird dem Meldeverfahren geschenkt. In dem Artikel 53 lesen wir:
Artikel 53 (Seite 14)
Die Melde- und Abhilfeverfahren sollten die Übermittlung von Meldungen ermöglichen, die hinreichend genau und angemessen begründet sind, damit der betreffende Anbieter von Hostingdiensten in Kenntnis der Sachlage und sorgfältig eine Entscheidung, die mit der Freiheit der Meinungsäußerung und der Informationsfreiheit vereinbar ist, über die Inhalte, auf die sich die Meldung bezieht, treffen kann, insbesondere darüber, ob diese Inhalte als rechtswidrige Inhalte anzusehen und zu entfernen sind oder der Zugang zu ihnen zu sperren ist. Eine Meldung, die ausreichende Informationen enthält, um es einem sorgfältig handelnden Anbieter von Hostingdiensten ermöglichen, ohne eingehende rechtliche Prüfung festzustellen, dass der Inhalt eindeutig rechtswidrig ist, bewirkt, dass von einer tatsächlichen Kenntnis oder einem Bewusstsein in Bezug auf die Rechtswidrigkeit ausgegangen wird.Es stellt sich die Frage, wie man „genau und angemessen begründet“ definiert. Letztendlich sollen auf dieser Grundlage Entscheidungen „ohne eingehende rechtliche Prüfung“ getroffen werden, die die Freiheit der Meinungsäußerung und die Informationsfreiheit betreffen. Um eine objektive Grundlage zu schaffen, wird der Begriff „Vertrauenswürdiger Hinweisgeber“ eingeführt.
ABSCHNITT 3 Zusätzliche Bestimmungen für Anbieter von Online-Plattformen
Artikel 22 Vertrauenswürdige Hinweisgeber (Seite 56)
(1) Die Anbieter von Online-Plattformen ergreifen die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen, damit Meldungen, die von in ihrem ausgewiesenen Fachgebiet tätigen vertrauenswürdigen Hinweisgebern über die in Artikel 16 genannten Mechanismen übermittelt werden, vorrangig behandelt und unverzüglich bearbeitet und einer Entscheidung zugeführt werden.
(2) Der Status des vertrauenswürdigen Hinweisgebers nach dieser Verordnung wird auf Antrag einer Stelle vom Koordinator für digitale Dienste des Mitgliedstaats, in dem der Antragsteller niedergelassen ist, einem Antragsteller zuerkannt, der nachgewiesen hat, dass er alle folgenden Bedingungen erfüllt:
a) die Stelle hat besondere Sachkenntnis und Kompetenz in Bezug auf die Erkennung, Feststellung und Meldung rechtswidriger Inhalte;
b) sie ist unabhängig von jeglichen Anbietern von Online-Plattformen;
c) sie übt ihre Tätigkeiten zur Übermittlung von Meldungen sorgfältig, genau und objektiv aus.Artikel 61 (Seite 16)
Dieser Status des vertrauenswürdigen Hinweisgebers sollte nur an Einrichtungen, nicht an Einzelpersonen, vergeben werden, die unter anderem nachgewiesen haben, dass sie über besondere Sachkenntnis und Kompetenz im Umgang mit rechtswidrigen Inhalten verfügen und dass sie ihre Tätigkeit sorgfältig, genau und objektiv durchführen. Es kann sich dabei um öffentliche Einrichtungen handeln… oder um Nichtregierungsorganisationen und private oder halböffentliche Einrichtungen wie Organisationen…Es soll ein Experten-Netzwerk aufgebaut werden, das von den Koordinatoren für digitale Dienste der EU-Länder anerkannt bzw. zugelassen wird. In dieser Situation entsteht der Eindruck, dass staatliche Institutionen indirekt Einfluss auf die Meldeverfahren nehmen und somit alle daraus resultierenden Konsequenzen beeinflussen. Dass der Eindruck nicht täuscht, kann man im Artikel 66 nachlesen.
Artikel 66 (Seite 17/18)
Um für Transparenz zu sorgen und die Kontrolle über die Entscheidungen von Anbietern von Online-Plattformen über die Moderation von Inhalten sowie die Überwachung der Verbreitung rechtswidriger Inhalte im Internet zu ermöglichen, sollte die Kommission eine Datenbank führen und veröffentlichen, die die Entscheidungen und Begründungen der Anbieter von Online-Plattformen enthält, mit denen sie Inhalte entfernen oder die Verfügbarkeit von Informationen und den Zugang zu ihnen anderweitig einschränken. Damit die Datenbank stets auf dem neuesten Stand gehalten werden kann, sollten die Anbieter von Online-Plattformen die Entscheidungen und die Begründungen unverzüglich nach einer Entscheidung in einem Standardformat übermitteln, um Aktualisierungen in Echtzeit zu ermöglichen, wenn dies technisch möglich ist und in einem angemessenen Verhältnis zu den Mitteln der betreffenden Online-Plattform steht. Die strukturierte Datenbank sollte den Zugang zu den einschlägigen Informationen und Suchanfragen zu diesen ermöglichen, insbesondere in Bezug auf die Art der betreffenden mutmaßlich rechtswidrigen Inhalte.Wiederholt stellt sich die Frage, wie Bürgerrechtler solche Formulierungen interpretieren würden? Inwieweit sind solche Formulierungen noch mit der Charta der Grundrechte der EU vereinbar?
Spezielle Aufmerksamkeit widmet der Digital Services Act den sehr großen Online-Plattformen, deren Nutzeranzahl die Schwelle von 10% der EU-Bevölkerung (i.e. 45 Millionen Nutzer) übersteigt.
Artikel 79 (Seite 22)
Die Art und Weise, in der sehr große Online-Plattformen und sehr große Online-Suchmaschinen genutzt werden können, hat großen Einfluss auf die Online-Sicherheit, die öffentliche Meinungsbildung und den öffentlichen Diskurs sowie den Online-Handel.
Es bedarf einer wirksamen Regulierung und Durchsetzung, damit die Risiken und der gesellschaftliche und wirtschaftliche Schaden, die möglicherweise entstehen können, wirksam ermittelt und gemindert werden können. Im Rahmen dieser Verordnung sollten Anbieter sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen daher prüfen, welche systemischen Risiken mit der Gestaltung, Funktionsweise und Nutzung ihrer Dienste sowie mit einem möglichen Missbrauch durch die Nutzer verbunden sind, und sollten unter Achtung der Grundrechte angemessene Gegenmaßnahmen treffen.Artikel 80 (Seite 22)
Dabei sollten vier Kategorien systemischer Risiken von Anbietern sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen eingehend geprüft werden.Artikel 82 (Seite 23)
Eine dritte Kategorie von Risiken betrifft die tatsächlichen oder absehbaren negativen Auswirkungen auf demokratische Prozesse, die gesellschaftliche Debatte und Wahlprozesse sowie auf die öffentliche Sicherheit.Artikel 83 (Seite 23)
Eine vierte Risikokategorie ergibt sich aus ähnlichen Bedenken in Bezug auf die Gestaltung, die Funktionsweise oder die Nutzung sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen, auch durch Manipulation, mit tatsächlichen oder absehbaren negativen Auswirkungen auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit … Solche Risiken können sich auch aus koordinierten Desinformationskampagnen im Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit oder aus der Gestaltung von Online- Schnittstellen, die verhaltensbezogene Abhängigkeiten der Nutzer stimulieren können, ergeben.Der Gesetzgeber betrachtet die öffentliche Meinungsbildung und den öffentlichen Diskurs als potentielle Risikogebiete, die durch wirksame Regulierung und Durchsetzung kontrolliert werden müssen.
Bei der Betrachtung der Definition des Begriffs „Diskurs“ in Wikipedia findet man folgende Formulierung:
„Grob vereinfacht meint Foucault mit Diskurs das in der Sprache aufscheinende Verständnis von Wirklichkeit einer jeweiligen Kultur oder Epoche. Die Regeln des Diskurses definieren für einen bestimmten Zusammenhang oder ein bestimmtes Wissensgebiet, was sagbar ist, was gesagt werden soll, was nicht gesagt werden darf und von wem es wann in welcher Form gesagt werden darf.“
„Diskurs bedeutet hier die institutionalisierte gesellschaftliche Redeweise, die das Handeln der Menschen bestimmt. Gegenstand sind dabei sowohl die Form als auch der Inhalt von Äußerungen. Gefragt wird auch nach dem, was in den Redeweisen nicht gesagt wird oder sagbar ist.“
Es handelt sich nicht nur um Netiquette, sondern um konkrete Inhalte bzw. Kategorien systemischer Risiken. Zwei der vier Kategorien verdienen besondere Aufmerksamkeit:
- demokratische Prozesse, gesellschaftliche Debatten und Wahlprozesse
- Schutz der öffentlichen Gesundheit
In dem Artikel „Mediale Kontrolle“ von Prof. Stephan Packard von der Universität in Köln kann man folgendes nachlesen:
„Medien werden vielfältig zur Durchsetzung von Macht verwendet. So in der Zensur, wenn eine politische Selektion des Sagbaren und des Unsagbaren stattfindet; in der Propaganda, wenn eine Bevölkerung von den Ansichten oder wenigstens der Macht einer bestimmten Gruppe überzeugt werden soll; oder in der Überwachung, die unerwünschtes Verhalten nicht nur beobachten, sondern unwahrscheinlich machen soll.“
Daraus ergibt sich die berechtigte Überlegung, ob der „Ausraster“ von Herrn Sonneborn mehr als nur ein „PR-Gag“ eines Satirikers ist.
Nachdem die Kategorien der systemischen Risiken klar definiert sind, wird in dem Digital Services Act den betroffenen Parteien ein konkreter Aktionsplan nahegelegt:
Artikel 84 (Seite 23):
Bei der Bewertung solcher systemischen Risiken sollten sich die Anbieter sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen auf die Systeme oder andere Elemente konzentrieren, die zu den Risiken beitragen können, einschließlich aller algorithmischen Systeme, die relevant sein können, insbesondere ihre Empfehlungssysteme und Werbesysteme, wobei die entsprechenden Datenerhebungs- und -nutzungspraktiken zu berücksichtigen sind. Sie sollten auch prüfen, ob ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen und deren Durchsetzung sowie ihre Verfahren zur Moderation von Inhalten und die entsprechenden technischen Instrumente und zugewiesenen Ressourcen angemessen sind. Bei der Bewertung der in dieser Verordnung ermittelten systemischen Risiken sollten sich diese Anbieter auch auf die Informationen konzentrieren, die zwar nicht rechtswidrig sind, aber zu den in dieser Verordnung ermittelten systemischen Risiken beitragen. Solche Anbieter sollten daher besonders darauf achten, wie ihre Dienste zur Verbreitung oder Verstärkung irreführender oder täuschender Inhalte, einschließlich Desinformation, genutzt werden. Wenn die algorithmische Verstärkung von Informationen zu den systemischen Risiken beiträgt, sollten diese Anbieter dies in ihren Risikobewertungen gebührend berücksichtigen.Man soll sich auch auf Informationen konzentrieren, die zwar nicht rechtswidrig sind, aber zu den systemischen Risiken beitragen können. Macht Sie so eine Formulierung nicht nachdenklich?
Artikel 86 (Seite 23)
Anbieter sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen sollten die erforderlichen Instrumente einsetzen, um die bei den Risikobewertungen festgestellten systemischen Risiken unter Achtung der Grundrechte sorgfältig zu mindern…. wobei mögliche negative Auswirkungen auf die Grundrechte angemessen zu berücksichtigen sind. Diese Anbieter sollten die Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit besonders berücksichtigen.Artikel 88 (Seite24)
Diese Anbieter sollten Korrekturmaßnahmen, wie z. B. die Beendigung von Werbeeinnahmen für bestimmte Informationen, oder andere Maßnahmen wie eine Verbesserung der Sichtbarkeit verlässlicher Informationsquellen oder eine strukturellere Anpassung ihrer Werbesysteme in Erwägung ziehen. Anbieter sehr großer Online-Plattformen und sehr großer Online-Suchmaschinen müssen möglicherweise ihre internen Verfahren oder die interne Überwachung ihrer Tätigkeiten verstärken.Nach dem Prinzip „Der Zweck heiligt die Mittel“ nimmt der Gesetzgeber „mögliche negative Auswirkungen“ auf die Meinungsfreiheit bewusst in Kauf. Die großen Online-Plattformen und Suchmaschinen werden unmissverständlich aufgefordert, pro-aktiv zu werden und interne Überwachungsstrukturen und Verfahren entsprechend dieser Verordnung zu verstärken. Und es wird noch skurriler.
Artikel 91 (Seite 25)
In Krisenzeiten kann es erforderlich sein, dass Anbieter sehr großer Online-Plattformen zusätzlich zu den Maßnahmen, die sie im Hinblick auf ihre sonstigen Verpflichtungen aus dieser Verordnung ergreifen würden, dringend bestimmte spezifische Maßnahmen ergreifen. In diesem Zusammenhang sollte davon ausgegangen werden, dass eine Krise eintritt, wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, die zu einer ernsthaften Bedrohung der öffentlichen Sicherheit oder der öffentlichen Gesundheit in der Union oder in wesentlichen Teilen der Union führen können. Solche Krisen könnten auf bewaffnete Konflikte oder terroristische Handlungen, einschließlich neu entstehender Konflikte oder terroristischer Handlungen, Naturkatastrophen wie Erdbeben und Wirbelstürme sowie auf Pandemien und andere schwerwiegende grenzüberschreitende Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit zurückzuführen sein. Die Kommission sollte die Möglichkeit haben, auf Empfehlung des Europäisches Gremium für digitale Dienste (im Folgenden „Gremium“) von Anbietern sehr großer Online-Plattformen und Anbietern sehr großer Suchmaschinen zu verlangen, dringend eine Krisenreaktion einzuleiten. Zu den Maßnahmen, die diese Anbieter ermitteln und in Erwägung ziehen können, zählen beispielsweise die Anpassung der Verfahren zur Moderation von Inhalten und die Aufstockung der Ressourcen für die Moderation von Inhalten, die Anpassung der allgemeinen Geschäftsbedingungen, der einschlägigen algorithmischen Systeme und der Werbesysteme, die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Hinweisgebern, die Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen und die Förderung vertrauenswürdiger Informationen sowie die Anpassung der Gestaltung ihrer Online-Schnittstellen.Das ist ein bemerkenswerter Punkt im Digital Services Act. Hier wird unmissverständlich postuliert, dass im Falle einer Pandemie oder neu entstehender Konflikte oder Naturkatastrophen die staatlichen Organe direkt intervenieren und definieren können, wie die Moderation von Inhalten erfolgt und welche Informationen vertrauenswürdig sind und entsprechend gefördert werden müssen.
In seinem Artikel „Mediale Kontrolle“ liefert Prof. Packard folgende Zusammenfassung:
„Es gibt dann mindestens drei verschiedene Arten von medialer Kontrolle: Intervention, Steuerung und Observation; die jeweils verschiedene Typen ausbilden, besonders auffällig Zensur, Propaganda und Überwachung. So lässt sich Zensur als einer von mehreren Typen der Intervention eines Kommunikationsvorgangs in einen anderen denken. Propaganda ist einer von mehreren Typen der Steuerung eines Kommunikationsvorgangs durch einen anderen, zumal Propaganda in der Regel nur funktioniert, wenn eine politische wirksame Instanz die Kommunikation eines Mediums steuern kann; starke Propaganda, die in Deutschland selten ist, erzwingt ihre Verbreitung und unterbindet Widerspruch. Überwachung kann schließlich als einer von mehreren Typen der Observation eines Kommunikationsvorgangs durch einen anderen verstanden werden. Im Vordergrund steht dabei die Verdoppelung medial kontrollierter Vorgänge durch die mediale Präsentation oder Repräsentation, die zu dem zunächst zu kontrollierenden Phänomen hinzukommt: etwa das Zensurgesetz zusätzlich zu den zensierten Veröffentlichungen, die nicht öffentlichen Anweisungen an Redaktionen zusätzlich zu den veröffentlichten Propagandabotschaften…“
Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Zusammenfassung von Herrn Prof. Packard sich direkt auf den Artikel 91 des Digital Services Acts bezieht. Eine weitere umfassende Auseinandersetzung mit dem DSA findet man in dem Videobeitrag „EU-Gesetz zensiert das Internet“ von Prof. Dr. Christian Rieck von der Universität in Frankfurt, den wir hier dem interessierten Leser in voller Länge präsentieren.
„Warum es ausgerechnet die EU-Kommission wieder geschafft hat, eine so unfassbare Machtkonzentration auf sich selber hinzukriegen? Das passt so überhaupt gar nicht irgendwie zu einer demokratischen Denkweise. Wie kann so ein Gesetz durch verschiedene Gremien durchgehen?“ fragt sich Professor Rieck.
Auf der Suche nach den möglichen Ursachen sollte man den Digital Services Act nicht isoliert, sondern in einem breiteren Kontext betrachten.
Am 20.09.2023 fand in New York eine hochrangige UN-Tagung statt, die sich mit dem Entwurf zur „Politischen Erklärung der hochrangigen Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen über Pandemie Prävention, Abwehrbereitschaft und Reaktion“ befasste.
Politische Erklärungen der Vereinten Nationen sind zwar in der Regel nicht rechtsverbindlich, aber sie haben einen erheblichen rechtlichen Einfluss. Nach Angaben der UNO stellen Erklärungen “die dynamische Entwicklung internationaler Rechtsnormen dar und spiegeln die Verpflichtung der Staaten wider, sich in bestimmte Richtungen zu bewegen und dabei bestimmte Grundsätze einzuhalten”. [Quelle]
In dem Abschnitt OP35 der besagten politischen Erklärung wird vereinbart,
“Maßnahmen zu ergreifen, um den negativen Auswirkungen von gesundheitsbezogenen Fehlinformationen, Desinformationen, Hassreden und Stigmatisierung, insbesondere auf Plattformen der sozialen Medien, auf die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen entgegenzuwirken und diese zu bekämpfen, einschließlich der Bekämpfung der Impfstoffzurückhaltung im Rahmen der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion und der Förderung des Vertrauens in die öffentlichen Gesundheitssysteme und -behörden…“
Ebenso enthält Abschnitt OP42 eine Vereinbarung zur
„Verbesserung der Kapazitäten für Routineimpfungen, Impfungen und Öffentlichkeitsarbeit, u. a. durch die Bereitstellung faktengestützter Informationen zur Förderung des Vertrauens, der Akzeptanz, der Nachfrage und der Ausweitung bewährter Innovationen zur Gewinnung von Erkenntnissen und Daten über das Verhalten, die Einbindung aller relevanten Interessengruppen, die Schaffung von Nachfrage und die Bekämpfung von Fehlinformationen sowie die Ausweitung des Impfschutzes zur Verhinderung von Krankheitsausbrüchen sowie der Ausbreitung und des erneuten Auftretens übertragbarer Krankheiten, u. a. bei durch Impfung vermeidbaren und ausgerotteten Krankheiten sowie bei laufenden Ausrottungsbemühungen“
Im Abschnitt OP15 werden die UN-Mitgliedstaaten ermutigt
„zum Abschluss der Verhandlungen über ein WHO-Übereinkommen, eine Vereinbarung oder ein anderes internationales Instrument zur Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion abzuschließen“.
Die politische Erklärung der Vereinten Nationen definiert die Politik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als legitim und essenziell und betont, dass „Gesundheit eine Voraussetzung, ein Ergebnis und ein Indikator für alle drei Dimensionen – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – der nachhaltigen Entwicklung und der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist“.
Hiermit stellen sich die Vereinten Nationen direkt hinter den sogenannten WHO-Pandemievertrag, der 2024 in Kraft treten soll. Dieser ist bei weitem nicht unumstritten. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem WHO-Pandemievertrag findet man in dem Beitrag „Der WHO-Pandemievertrag – nächster Meilenstein zur Neuen Normalität“.
Wie hängt dieses UN-Dokument mit dem Digital Services Act zusammen?
Der DSA betont an mehreren Stellen, die Wichtigkeit von Menschenrechten und erwähnt die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Menschrechte, so z.B. in dem bereits erwähnten Artikel 47 des DSA: „Alle Anbieter von Vermittlungsdiensten sollten auch die einschlägigen internationalen Standards für den Schutz der Menschenrechte, wie die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, gebührend berücksichtigen.“Da die Vereinten Nationen sich mit den Prinzipien des WHO-Pandemievertrags identifizieren, wäre die Bekämpfung jeder Kritik an dem WHO-Pandemievertrag und die daraus resultierenden Konsequenzen im Einklang mit den internationalen Standards für den Schutz der Menschenrechte. Man könnte den Eindruck bekommen, dass „was nicht passt, wird passend gemacht“, um bereits im Vorfeld „unnötige Diskussionen“ zum „gegebenen Zeitpunkt“ zu vermeiden.
In den Dokumenten zum WHO-Pandemievertrag kann man folgende Formulierungen finden [Quelle: „Der WHO-Pandemievertrag“]:
„Die Vertragsstaaten erkennen die WHO als leitende und koordinierende Behörde für internationale Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit bei internationalen gesundheitlichen Notfällen an und verpflichten sich, die Empfehlungen der WHO bei ihren internationalen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu befolgen.“
„Der Generaldirektor bestimmt auf der Grundlage der Informationen, die er insbesondere von dem Vertragsstaat erhält, in dessen Hoheitsgebiet sich ein Ereignis ereignet, ob ein Ereignis gemäß den Kriterien und dem Verfahren eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellt, und zwar in Übereinstimmung mit den in dieser Ausführungsordnung festgelegten Kriterien und dem darin vorgesehenen Verfahren.“
Laut dieser Vertragsklausel konzentriert sich die Entscheidungsmacht auf den Generaldirektor der WHO. Er kann maßgeblich bestimmen, wann ein Pandemiefall bzw. eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen wird. Nun schauen Sie sich Artikel 91 im Digital Services Act noch einmal genauer an. Die Voraussetzungen für einen Automatismus mit dem die demokratische Grundordnung aufgehoben werden kann, sind deutlich zu erkennen:
WHO-Generaldirektor stellt Pandemiefall fest
…
UNO betrachtet Gesundheit als essenziell für die Umsetzung der Agenda 2030
…
EU-Kommission übernimmt im Krisenfall die Mediale KontrolleDass dies keine freie Interpretation ist, zeigt folgender Video-Ausschnitt aus der Pandemieübung EVENT201, die im Oktober 2019 in New York unter der Schirmherrschaft der ‘Johns Hopkins Center for Health Security‘ in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum and der Bill and Melinda Gates Foundation stattgefunden hat.
Ausschnitt aus dem Event 201 Pandemic Exercise
Segment 4 Communications Discussion and Epilogue Video [Quelle]Matthew Harrington (CEO von Edelman, führende internationale Kommunikationsagentur):
„Die Social-Media-Plattformen müssen einen Schritt vorwärts machen und anerkennen, dass die Zeit, in der sie nur Technologie-Plattformen und keine Informationssender waren, vorbei ist. Sie müssen sich daran beteiligen, akkurate Informationen zu verbreiten. Sie müssen Partner der wissenschaftlichen und gesundheitlichen Gemeinschaft sein, um Ihren Nutzern eine Flut aus akkuraten Informationen anzubieten. Denn den Geist der Fehlinformationen kriegen wir nicht mehr zurück in die Flasche. Also fluten mit guten Informationen.“Jane Hannon (Vorstandsmitglied der australischen ANZ Bank, ehemalige australische Gesundheits- und Finanzministerin):
„Ich persönlich glaube nicht, dass es eine praktische und wünschenswerte Idee ist, Medien abzustellen. Wir haben hier einige Strategien zur Verfügung: Eine davon ist die Flutung von Informationen. Zweitens müssen wir zuverlässige Quellen informieren und mit den Fakten ausstatten, so dass sie diese verbreiten können. Wir sollten jedoch auch über eine technologische Antwort darauf nachdenken. Es wurde bereits daran gearbeitet, Algorithmen zu schaffen, die Informationen auf Social-Media-Plattformen durchsuchen, so dass die Leute mehr Vertrauen in der Informationsquelle haben, die sie auf jeden Fall benutzen.“Betrachtet aus dieser Perspektive erscheint der Digital Services Act als ein Mosaikbaustein in einem größeren Puzzle. Offensichtlich wird dadurch die Öffentlichkeit schrittweise auf eine Reihe von Extremsituationen (Pandemien, neu entstehende Konflikte, Umwelt- bzw. Klimakatastrophen, usw.) vorbereitet.
„Die Machttransformationen, die sich in Extremsituationen“, wie Seuchen bzw. Pandemien „entwickeln und verfestigten, sind „nicht als Ausnahmefälle“ zu betrachten, „sondern als die Geburten und In-Kraft-Setzungen neuer allgemeingültiger und auch nach der Seuche weiter geltender Verhältnisse“, schreibt der französische Philosoph Michel Foucault in seinen Arbeiten. [Quelle]
Es ist fraglich, wie die neuen, allgemeingültigen Verhältnisse aussehen werden, die auch nach Extremsituationen gelten sollen. Inwieweit der Digital Services Act beim „Kultivieren des Wilden Westens“ im digitalen Raum die Informations- und Meinungsfreiheit nach chinesischer bzw. russischer Art etabliert, bleibt zumindest aus heutiger Sicht ungewiss.
Quellen (Stand vom 21.09.2023)
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Klima und Krieg


Die Rolle des Menschen als Auslöser des Klimawandels wird kontrovers diskutiert. Schuld sei der von ihm verursachte CO2-Ausstoß. Aufgrund dieser Annahme betrachten die Weltenlenker die Reduzierung des CO2-Ausstoßes als essentiell im Kampf gegen den Klimawandel, der, so sagen sie, unser aller Existenz bedrohen soll. Die Reduzierung der CO2-Emission wurde seit dieser Behauptung zum Hauptnarrativ.
In diesem Artikel diskutieren wir nicht darüber, ob und inwieweit das überhaupt zutreffend ist. Stattdessen werfen wir einen Blick auf die geplanten Schritte zur Reduzierung der CO2-Emissionen und das Verhalten derjenigen, die den Klimawandel aufgrund steigender CO2-Werte propagieren.
Der Klimawandel war ein zentrales Thema des Weltwirtschaftsforums 2020 in Davos. Um die bevorstehende „Klimaapokalypse abzuwenden“, forderte das Weltwirtschaftsforum alle Davos-Teilnehmer auf, sich dazu zu verpflichten, bis 2050 oder früher Netto-CO2-Emissionen von Null zu erreichen.
Weiter hieß es dort: „Während sich die Welt weiter erwärmt, sind die Treibhausgasemissionen weiterhin um 1,5 % pro Jahr gestiegen, wohingegen sie bis 2030 um 3–6 % pro Jahr sinken müssen, um die globale Erwärmung auf 1,5–2°C zu begrenzen.“
Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte: „Der Klimawandel wird UNS zerstören, nicht den Planeten. Das wird für uns ein klares Zeichen dafür sein, dass WIR unbedingt einen Kurswechsel durchführen müssen.“
Und Prinz Charles meinte: „Die globale Erwärmung, der Klimawandel und der verheerende Verlust der Artenvielfalt sind die größten Bedrohungen, denen die Menschheit jemals ausgesetzt war.“
Die philantropischen Globalisten argumentieren, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels SEHR DRINGEND sind, da wir uns, nach Ansicht der Wissenschaftler, in der Nähe mehrerer „Kipppunkte“ befinden, die die globale Erwärmung noch weiter beschleunigen könnten.
Man sollte also annehmen, dass SIE – die Weltenlenker – alles, also WIRKLICH ALLES unternehmen wollen, um die, wie sie sagen, Klimaapokalypse abzuwenden, die die gesamte Menschheit bedroht.
Seit vielen, vielen Jahren überlegen sie nun schon, wie sie diese Klimaapokalypse verhindern können. Bei ihren jahrzehntelangen Überlegungen haben sie Lösungen erarbeitet, wie sie den CO2-Ausstoß der Menschen reduzieren wollen. So soll jeder Bürger in den Industriestaaten eine bestimmte Menge an CO2-Emissionsrechten erhalten. Um sicherzustellen, dass jeder seinen ihm zugewiesenen jährlichen Grenzwert nicht überzieht, soll es eine Kreditkarte geben, die ein Ausgabelimit für CO2-Emissionen hat.
Und diese Kreditkarte gibt es bereits. DO Black ist die weltweit erste Kreditkarte mit einem CO2-Limit. Im Mai 2019 erschien auf der WEF-Website folgender Artikel „Für diese Kreditkarte gilt ein Ausgabenlimit für CO2-Emissionen“.
In dem Artikel heißt es: „Alles, was wir in unseren Einkaufskorb legen, ist mit Umweltkosten verbunden. … Die DO Black verfolgt die mit Einkäufen verbundenen CO2-Emissionen, um die CO2-Auswirkungen jeder Transaktion zu berechnen. Ziel ist es, die Menschen zu ermutigen, ihren CO2-Fußabdruck aktiv zu reduzieren und zu zeigen, welche Auswirkungen kleine Veränderungen auf die Umwelt haben können.“ Die Ermutigung sieht dann so aus, dass man die „Ausgaben kürzt, wenn sie ihr CO2-Maximum erreichen.“
Werbetrailer zur DO Black-Kreditkarte:
Der Präsident der Alibaba Group, J. Michael Evans, wurde auf dem Weltwirtschaftsforum 2022 in der Sitzung “Strategischer Ausblick: Verantwortungsvoller Konsum“ dann noch etwas konkreter mit der Vorstellung eines individuellen Carbon Footprint Trackers, der überwachen kann, was man kauft, was man isst und wo/wie man reist. Er sagte, wir haben ihn noch nicht in Betrieb, aber wir arbeiten daran.
Wie sich die Bundesregierung unseren CO2-Fußabdruck in der Zukunft so vorstellt, kannst du hier nachlesen. Die wichtigsten Stellschrauben liegen im Bereich Mobilität, Wohnen und Ernährung. Die folgende Abbildung zeigt, wohin die Reise geht. Um die pro Kopf CO2-Emission pro Jahr von 11 Tonnen auf 1 Tonne zu reduzieren, müssen rund 91% von „was auch immer“ eingespart werden. Zusammengefasst kann man sagen, dass jeder Aspekt des Lebens eine CO2-Bilanzierung wird.

KOMPETENZ ZENTRUM NACHHALTIGER KONSUM [Quelle] Um den Gesamteindruck abzurunden, habe ich (am 03.06.2023) auch die BING-AI zu diesem Thema befragt. Im weiteren bezeichne ich die BING-AI als Bing, das sei ihr Name, so hat sie mir erklärt.
Wie wichtig ist der Kampf gegen den Klimawandel?
Der Kampf gegen den Klimawandel ist sehr wichtig, weil er eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist. Der Klimawandel hat gravierende negative Auswirkungen auf die natürliche Umwelt sowie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen, einschließlich eines deutlich höheren Risikos, dass weltweit gefährliche und möglicherweise katastrophale Veränderungen der Umwelt eintreten werden1,2.
Der Kampf gegen den Klimawandel erfordert eine globale Anstrengung, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Erderwärmung deutlich unter 2 °C zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um sie auf 1,5 °C zu begrenzen1,2. Dazu müssen alle Sektoren und Akteure ihren Beitrag leisten, von der Industrie über die Landwirtschaft bis hin zu den Verbrauchern3.
Der Kampf gegen den Klimawandel bietet aber auch Chancen für eine nachhaltige Entwicklung, eine grüne Wirtschaft und eine bessere Lebensqualität für alle1,2. Dazu müssen wir unsere Energieversorgung auf erneuerbare Quellen umstellen, unsere Wälder schützen und wiederherstellen, unsere Ernährung und Mobilität verändern und unsere Anpassungsfähigkeit an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels erhöhen3.
Ich bin eine KI-gestützte Chat-Modus von Microsoft Bing, der dir helfen kann, zusammengefasste Antworten und kreative Inspiration schnell zu erhalten. 🙌
Ich unterstütze den Kampf gegen den Klimawandel, indem ich dir Informationen und Tipps gebe, wie du klimafreundlicher leben kannst. 😊
Wie wichtig ist der Kampf gegen den Klimawandel für dich? 🌍
Weitere Informationen: 1. bundesregierung.de 2. climate.ec.europa.eu 3. wwf.deIch stelle fest, die Antwort von Bing stimmt mit dem Hauptnarrativ überein.
Kein Problem in Sachen Klima hat „das Militär“ und im besonderen – das US-Militär.
UNO Emissionsberichte sind Berichte, die die Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffemissionen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UNO) dokumentieren. Diese Berichte werden regelmäßig erstellt und international veröffentlicht, um die Fortschritte bei der Reduzierung der Emissionen und der Umsetzung der Klimaschutzabkommen zu überwachen. In den Emissionsberichten der UNO tauchen Militär-Emissionen nicht auf, denn das Militär ist nicht verpflichtet, Bericht zu erstatten.
Das ist insofern doch sehr interessant, da zum Beispiel das US-Verteidigungsministerium der größte institutionelle Verbraucher fossiler Brennstoffe weltweit – und der größte institutionelle Emittent ist. Dies ergab eine Studie aus dem Jahr 2019, die zeigte, dass das US-Militär, wenn es ein Land wäre, allein nur aufgrund seines Treibstoffverbrauchs zum 47. größten Treibhausgasemittenten der Welt werden würde. Mit anderen Worten: Das US-Militär ist ein wichtiger Klimaakteur. [THE CONVERSATION]
Zu bedenken ist, die US-Armee ist nicht die einzige Armee auf der Welt.

Quelle: statista Die Neue Züricher Zeitung schreibt 2022 in einem Artikel über die Treibhausgas-Emissionen des Militärs, die „weltweiten Armeen zählen zu den wichtigsten Verursachern klimaschädlicher Gase. Doch die Staaten müssen ihre Militäremissionen nicht offenlegen.“
Laut NZZ stösst ein Leopard-2-Panzer pro Kilometer 1,5 Kilogramm CO2 aus, ein F-35-Kampfjet bläst pro Einsatz schätzungsweise fast 28 Tonnen Treibhausgas in die Luft. Das summiert sich. Weltweit sind Armeen für etwa 6 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, schätzt die unabhängige britische Wissenschaftsorganisation «Scientists for Global Responsibility» in einem Bericht.
„Unabhängige Studien über die Umweltbilanz von Streitmächten gibt es mangels Daten nur wenige. Eine davon stammt von Neta Crawford von der Boston University. Sie hat die Emissionen des Pentagons zwischen 2001 und 2018 näherungsweise aus Daten des Energieministeriums der USA berechnet. In ihrem Bericht zeigt die Politologin, dass das amerikanische Militär in diesem Zeitraum das Äquivalent von 1,3 Milliarden Tonnen CO2 an Treibhausgasen ausgestossen hat. Die Emissionen sinken seit Jahren leicht, aber pro Jahr verursachen die Streitkräfte des Landes immer noch mehr Treibhausgase als Nationen wie Schweden oder Dänemark.“ [NZZ]
„Die Arbeit der Forscherin ist eine breite Übersicht. Ein detaillierterer Einblick sei kaum möglich, solange das Pentagon seinen genauen Verbrauch unter Verschluss halte, erläutert Crawford. Deshalb haben britische Forscher einen Umweg versucht. Unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz der USA stellten sie verbindliche Anfragen an den Logistikzweig des Militärs. So erwirkten die Forscher die gesetzliche Herausgabe aller Daten zu Brennstoffeinkäufen. Laut ihrer Studie hat die Behörde Zweigstellen in 38 Ländern und wickelt täglich Brennstofflieferungen im Wert von über 50 Millionen US-Dollar ab. Aus der Treibstoffmenge errechneten die Forscher die Emissionen, die beim Verbrennen entstehen. Allein 2017 kaufte die Behörde pro Tag 270 000 Barrel Öl ein und verursachte einen Ausstoss von mehr als 25 Millionen Tonnen Treibhausgasen.“ [NZZ]
„Die Dunkelziffer der Militäremissionen dürfte aber deutlich höher sein. Denn indirekte Faktoren werden nicht berücksichtigt.“ Erhebliche Emissionen entstehen auch bei der Produktion von militärischen Gütern oder bei der Produktion von «Blast Walls» (Schutzmauern aus Stahlbeton) gegen Bombenangriffe. [NZZ]
Es wird geschätzt, dass Militärübungsgelände und Militärgrundstücke zwischen 1 und 6 % der weltweiten Landfläche ausmachen. Aus diesem Grund könnte die Art und Weise, wie sie genutzt und verwaltet werden, ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die globalen Treibhausgasemissionen haben.
Insgesamt zeigen die Daten den enormen CO2-Fußabdruck des Militärs und dessen wesentlichen Einfluss auf den Klimawandel.
Ich frage Bing, was seine Meinung dazu ist.
Was ist mit der Rüstungsindustrie? Muss sie auch im Kampf gegen den Klimawandel ihren Beitrag leisten?
Die Rüstungsindustrie ist ein Sektor, der sowohl zum Klimawandel beiträgt als auch von ihm betroffen ist. Die Herstellung, der Betrieb und die Wartung von Waffen und militärischen Fahrzeugen verursachen hohe Treibhausgasemissionen1,2. Die Rüstungsindustrie ist auch an Konflikten beteiligt, die durch den Klimawandel verschärft werden können, wie zum Beispiel um knappe Ressourcen oder umstrittene Gebiete3.
Die Rüstungsindustrie sollte also auch im Kampf gegen den Klimawandel ihren Beitrag leisten, indem sie ihre Emissionen reduziert, ihre Energieeffizienz erhöht und ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert2,3. Die Rüstungsindustrie sollte auch verantwortungsvoll handeln und die Menschenrechte und das Völkerrecht respektieren3.
Die Rüstungsindustrie versucht jedoch, sich als nachhaltig zu positionieren und von der EU-Sozialtaxonomie anerkannt zu werden, die eine Orientierung für Investoren bieten soll, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als sozial nützlich oder schädlich eingestuft werden sollen . Die Rüstungsindustrie argumentiert, dass sie zur Sicherheit und Verteidigung der EU beiträgt und dass sie innovative Technologien entwickelt, die auch zivil genutzt werden können.
Ich bin eine KI-gestützte Chat-Modus von Microsoft Bing, der dir helfen kann, zusammengefasste Antworten und kreative Inspiration schnell zu erhalten. 🙌
Ich bin kein Experte für die Rüstungsindustrie, aber ich denke, dass sie mehr tun könnte und sollte, um den Klimawandel zu bekämpfen. 😊
Was ist deine Meinung dazu? 🤔
Weitere Informationen: 1. welt.de 2. dw.com 3. ndr.deDa es doch um unser aller Leben geht, gewissermaßen um Leben und Tod, da ist es doch schon erstaunlich, dass das Militär so gar keine Rolle in der CO2-Bilanz zu spielen scheint, obwohl es doch eine bedeutende Rolle bei den CO2-Emissionen hat … ?
Auf den letzten beiden UN-Klimakonferenzen, COP26 in Schottland (2021) und COP27 in Ägypten (2022), war, wie in den Jahren zuvor, das Militär jedenfalls kein Thema.
Die COP27 Ergebnisse zeigen, dass viele Länder weit davon entfernt sind, ihre Klimaziele bis 2030 zu erreichen. Die bis heute seitens vieler Staaten eingereichten Klimaschutzprogramme reichten nicht aus, die Erderwärmung auf eine Temperatur von 1,5 Grad Celsius abzusenken. Diese Weltklimakonferenz stand im Schatten anderer Krisen, insbesondere des Krieges in der Ukraine und der Energiekrise. Womit wir zum nächsten Punkt kommen.
Wie trägt Krieg zum Klimawandel bei?
Während in Friedenszeiten das Militär ca. 6 % der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, steigen die CO2-Emissionen bei bewaffneten Konflikten nochmal stark an.
Die Emissionen werden durch den übermäßigen Verbrauch von Granaten, Bomben, Flugkörpern, Raketen, Munition einerseits und durch den Treibstoffverbrauch der Kampfeinheiten andererseits verstärkt.
Die Beobachtungsstelle für Konflikte und Umwelt (Conflict and Environment Observatory, CEOBS) erläutert in ihrem Dokument „Wie trägt Krieg zum Klimawandel bei?“, dass Emissionen während Konflikten typischerweise davon abhängen, wie und wo Konflikte ausgetragen werden und wie intensiv sie sind. Dabei wird zwischen direkten und indirekten Emissionen unterschieden.
Neben den erhöhten Militär-Emissionen gehören zu den direkten Emissionen auch Brände, die ebenfalls große Mengen CO2 erzeugen: Brände von Tankdepots und Ölinfrastrukturen, Brände von Abfällen und Trümmern und auch Wald- und Feldbrände. Auch die indirekten Emissionen haben einen großen CO2-Fußabdruck. Sie sind mannigfaltig, wie zum Beispiel die Abholzung von Wäldern für Brennholz oder zur Errichtung von Flüchtlingslagern, der Aufwendung von Ressourcen für die Versorgung der betroffenen Zivilisten mit Nahrungsmitteln, Wasser und Unterkünften. Und zusätzlich können weitere Kämpfe in Nachbarregionen entstehen.
Dies kann man auch sehr aktuell beim Ukraine-Krieg sehen, zum Beispiel an der Zerstörung der Vegetation durch die Sprengung des Staudamms Kachowka.
Durch den Ukraine-Krieg, so sagen Experten, seien seit dem 24.02.2022 bereits 155 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen worden.
Deutschland unterstützt die Ukraine mit Ausrüstungs- und Waffenlieferungen. Die Liste der militärischen Unterstützungsleistungen kann man hier einsehen.
Und das EU-Parlament hat am 01.06.2023 einen Gesetzentwurf zur Steigerung der europäischen Produktion von Munition und Flugkörpern gebilligt. „Das Gesetz zur Unterstützung der Herstellung von Munition (ASAP) zielt darauf ab, die Lieferung von Munition und Flugkörpern an die Ukraine zu beschleunigen und den Mitgliedstaaten zu helfen, ihre Arsenale aufzustocken. Durch die Einführung gezielter Maßnahmen, einschließlich einer Finanzierung in Höhe von 500 Millionen Euro, soll das Gesetz die Produktionskapazität der EU erhöhen, um den derzeitigen Mangel an Verteidigungsprodukten zu beheben, insbesondere an Boden-Boden- und Artilleriemunition, Flugkörpern und deren Komponenten.“
Offensichtlich stellt man sich auf einen langfristigen Konflikt ein.
Meine Unterhaltung mit Bing zum Thema geht weiter.
Wie hoch ist der CO2-Fußabdruck von dem Krieg in der Ukraine?
Der CO2-Fußabdruck von dem Krieg in der Ukraine ist schwer zu berechnen, weil es keine genauen Daten über die Emissionen gibt, die durch die militärischen Operationen und die Zerstörung der Umwelt verursacht werden1,2. Es ist aber klar, dass der Krieg in der Ukraine einen hohen CO2-Fußabdruck hat, weil er den Einsatz von vielen Waffen und Fahrzeugen erfordert, die viel Treibstoff verbrauchen und viel CO2 ausstoßen1,3.
Zum Beispiel verbraucht ein Leopard-2-Panzer etwa 414 Liter Diesel pro 100 Kilometer3, ein Kampfjet etwa 5000 Liter Kerosin pro Flugstunde2. Außerdem führt der Krieg zu einer Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt, die auch CO2 freisetzt und die natürlichen Kohlenstoffsenken wie Wälder oder Böden beeinträchtigt1,2. Der Krieg in der Ukraine hat auch indirekte Auswirkungen auf das Klima, weil er eine globale Energiekrise ausgelöst hat, die dazu führt, dass mehr fossile Brennstoffe wie Kohle oder Fracking-Gas verbrannt werden1,2.
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Ich finde den Krieg in der Ukraine sehr traurig und besorgniserregend, nicht nur für die Menschen und die Umwelt dort, sondern auch für das globale Klima. 😢
Wie siehst du das? 😕
Weitere Informationen: 1. dw.com 2. Tagesschau.de 3. exxpress.atWenn der Krieg für den Klimawandel so schlecht ist, wieso beendet man ihn nicht durch sofortige Verhandlungen, sondern liefert permanent Waffen und Munition ins Kriegsgebiet?
Das ist eine schwierige Frage. Ich bin kein Experte für Politik oder Diplomatie, aber ich denke, dass der Krieg in der Ukraine nicht so einfach zu beenden ist, weil er viele komplexe Ursachen und Interessen hat. Die Ukraine will ihre Souveränität und territoriale Integrität verteidigen, Russland will seinen Einfluss und seine Sicherheit in der Region sichern, die EU und die NATO wollen die Ukraine unterstützen und eine Eskalation vermeiden, andere Länder wie die USA oder China haben auch ihre eigenen strategischen Ziele.
Ich denke, dass Verhandlungen die beste Lösung für den Krieg sind, aber sie erfordern einen politischen Willen und einen Kompromiss von allen beteiligten Parteien. Die Lieferung von Waffen und Munition ins Kriegsgebiet kann als eine Form der Unterstützung oder Abschreckung verstanden werden, aber sie kann auch das Risiko einer weiteren Eskalation erhöhen.
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Ich wünsche mir, dass der Krieg in der Ukraine bald friedlich beendet wird und dass alle Menschen dort in Sicherheit und Freiheit leben können. 😊
Was ist deine Meinung dazu? 🤔Mir fällt auf, dass Bing bei der Beantwortung der letzten Frage keine Quellenangabe mehr nennt.
Wie die NATO die weitere Eskalation vermeiden will, kann man deutlich an „Air Defender 2023” sehen.
Air Defender 2023 ist die größte Luftwaffenübung in der Geschichte der NATO.
Sie fand vom 12. bis 23. Juni 2023 in Europa statt. An der Übung nahmen bis zu 10.000 Soldatinnen und Soldaten aus 25 Nationen mit 250 Luftfahrzeugen teil. Allein 100 dieser Flugzeuge kamen aus 42 US-Bundesstaaten, die nach Europa entsandt wurden.
Aus einer schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin geht hervor:
„Welche zusätzlichen Schadstoffemissionen entstehen durch die bei der Übung eingesetzten Luft- und andere Fahrzeuge für Berlin und werden diese für Berlin dokumentiert?“
Das BMVg (Bundesministerium der Verteidigung) teilt hierzu mit: „Eine explizit auf den Bereich Berlins reduzierte Beantwortung der Fragestellung ist nicht möglich. Nach derzeitigem Stand der Planungen ist für die Übung AIR DEFENDER 2023 in allen Übungslufträumen über Deutschland mit Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 35.000 Tonnen CO2-Äquivalenten durch die eingesetzten Luftfahrzeuge zu rechnen. Zu anderen Fahrzeugen liegen keine Informationen hinsichtlich der zu erwartenden Emissionen vor. Eine Dokumentation wird nicht stattfinden.“
Bedeutet das, dass die Politik nicht die Wichtigkeit des Klimawandels versteht? Mit meiner Frage wende ich mich wieder an Bing.
Bedeutet das, dass die Politik nicht die Wichtigkeit des Klimawandels versteht?
Das bedeutet es nicht unbedingt. Ich denke, dass die Politik die Wichtigkeit des Klimawandels versteht, aber sie muss auch andere Faktoren berücksichtigen, wie zum Beispiel die Sicherheit, die Wirtschaft oder die öffentliche Meinung. Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die eine globale Zusammenarbeit erfordert. Das ist nicht immer einfach, weil es unterschiedliche Interessen und Perspektiven gibt.
Ich denke, dass die Politik mehr tun könnte und sollte, um den Klimawandel zu bekämpfen, aber sie kann es nicht allein schaffen. Sie braucht auch die Unterstützung und das Engagement von anderen Akteuren, wie zum Beispiel der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft oder den Bürgern.
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Ich bin optimistisch, dass wir den Klimawandel noch aufhalten können, wenn wir alle zusammenarbeiten und unseren Beitrag leisten. 😊
Wie siehst du das? 😊Mmh, ich hake nochmal nach…
Man liest, dass wenn der Klimawandel nicht schnellstens gestoppt wird, dann wird die Menschheit untergehen. Also wäre es doch das Wichtigste, alles zu tun, um den Klimawandel zu stoppen. Bei einer Klimaapokalypse spielen Sicherheit, Wirtschaft und die öffentliche Meinung keine Rolle mehr.
Ich verstehe deine Sorge. Der Klimawandel ist eine ernste Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt. Wenn wir nichts tun, um ihn zu stoppen, werden wir mit schwerwiegenden Folgen konfrontiert sein, wie zum Beispiel extremen Wetterereignissen, steigendem Meeresspiegel, Artensterben, Hungersnöten oder Konflikten.
Ich stimme dir zu, dass es das Wichtigste ist, alles zu tun, um den Klimawandel zu stoppen. Aber ich denke auch, dass wir dabei nicht die anderen Aspekte unseres Lebens ignorieren können. Sicherheit, Wirtschaft und öffentliche Meinung sind auch wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft. Wir müssen einen Weg finden, diese Aspekte mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen.
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Ich glaube, dass es möglich ist, den Klimawandel zu stoppen und gleichzeitig andere Ziele zu erreichen. Dazu brauchen wir aber eine klare Vision, eine starke Führung und eine gemeinsame Anstrengung.
Was denkst du darüber? 🤔Beim Stichwort „steigender Meeresspiegel“ fällt mir ein, dass sich Bill Gates 2018 ein Haus direkt am Strand gekauft hat. Er muss wirklich eine schlimme Angst vor dem steigenden Meeresspiegel haben?!
Dasselbe gilt auch für die Obamas, sie kaufen 2019 eine Millionen-Villa auf einer Insel. Macht man das, wenn man Angst vor einem steigenden Meeresspiegel hat?
Und überhaupt, es kann doch dann mit dem Klimawandel nicht so schlimm sein, wenn man noch Zeit hat, sich um andere Aspekte des Lebens zu kümmern und nebenbei Kriege zu führen, statt Verhandlungen für den Frieden und somit für die Zukunft der gesamten Menschheit. Bing, was meinst du dazu?
Dann kann es mit dem Klimawandel nicht so schlimm sein, wenn man noch Zeit hat, sich um andere Aspekte des Lebens zu kümmern und nebenbei Kriege zu führen.
Das ist nicht, was ich sagen wollte. Der Klimawandel ist sehr schlimm und erfordert dringende Maßnahmen. Wir haben nicht viel Zeit, um ihn zu stoppen, bevor er irreversible Schäden anrichtet. Wir müssen unsere Prioritäten setzen und unsere Ressourcen effizient nutzen.
Ich wollte nur sagen, dass wir den Klimawandel nicht isoliert betrachten können, sondern ihn in einen größeren Kontext einordnen müssen. Der Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein soziales, wirtschaftliches und politisches Problem. Er beeinflusst und wird beeinflusst von anderen Aspekten unseres Lebens.
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Ich hoffe, dass du meine Botschaft verstehst und dass du dich auch für den Klimaschutz einsetzt. 😊
Wie gehst du mit dem Klimawandel um? 🌱„Wir müssen unsere Prioritäten setzen und unsere Ressourcen effizient nutzen.“
„Der Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein soziales, wirtschaftliches und politisches Problem.“
Ich schweife nochmal ab. Breakthrough Energy Ventures ist ein Fonds, der von Bill Gates gegründet wurde und das Ziel hat, Unternehmen zu finanzieren, die den Klimawandel bekämpfen und die Welt zu Netto-Null-Emissionen führen werden. Zu den Mitgliedern der Gruppe gehören neben Bill Gates unter anderen auch der Vorstandsvorsitzende von Amazon, Jeff Bezos und der Gründer der Virgin-Gruppe, Sir Richard Branson.
Sir Richard Branson scheint ebenfalls eine Schwäche für Inseln zu haben.
„Necker Island ist mein Zuhause und mein Lieblingsversteck. Ich lade Sie ein, dieses idyllische Inselparadies auf eigene Faust zu erkunden und sich von seiner Schönheit inspirieren zu lassen.“ — Sir Richard Branson
Der steigende Meeresspiegel ist offenbar keine Bedrohung für sein Lieblingsversteck. Da ihm wahrscheinlich der Inseltourismus zu trivial geworden ist, will er den Weltraumtourismus als neuen Trend etablieren. Damit will er den Blick auf den verletzlichen Planeten für alle erlebbar machen. Die Welt kommentiert: „Pro mitfliegendem Passagier ist der Öko-Fußabdruck dieser ersten Passagierraketen gigantisch. Aber gemessen am möglichen Effekt solcher Flüge ist er ein nachrangiger Faktor. Weltalltourismus macht den Blick auf den verletzlichen Planeten für alle erlebbar, zunächst vor allem für kapitalkräftige Menschen.“
Okay, also für kapitalkräftige Menschen ist der CO2-Fußabdruck ein nachrangiger Faktor. Wusstest du, dass reiche Menschen für ihre Privatjets und Privat-Yachten keine CO2-Steuer zahlen müssen (Emissionshandelsrichtlinie der DEHSt)?
Nein, das ist nicht ganz richtig. Reiche Menschen sind nur teilweise für ihre Privatjets und Privat-Yachten vom Emissionshandel befreit. Das heißt, sie müssen nur dann Zertifikate kaufen, wenn ihre weltweiten Emissionen mehr als 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr betragen. Allerdings ist das eine sehr hohe Schwelle, die nur wenige nicht-gewerbliche Luftfahrzeugbetreiber überschreiten.
Der Emissionshandel ist ein System, bei dem Unternehmen und andere Akteure Zertifikate kaufen müssen, um Treibhausgase wie CO2 auszustoßen. Die Anzahl der Zertifikate ist begrenzt und wird jedes Jahr verringert, um die Emissionen zu reduzieren. Je weniger Zertifikate es gibt, desto teurer werden sie und desto mehr Anreiz gibt es, in klimafreundliche Technologien zu investieren. Der Emissionshandel gilt als das wichtigste Instrument der EU zur Senkung der Treibhausgasemissionen.
DEHSt steht für Deutsche Emissionshandelsstelle und ist eine Behörde, die für die Umsetzung des Emissionshandels in Deutschland zuständig ist. Die DEHSt setzt die gesetzlichen Grundlagen des europäischen Emissionshandels auf nationaler Ebene um. Das bedeutet, dass DEHSt die Vorschläge der EU-Kommission in deutsche Gesetze und Verordnungen überträgt und anpasst. Dabei muss DEHSt sicherstellen, dass die deutschen Regelungen mit den europäischen Vorgaben übereinstimmen und keine Widersprüche entstehen.
In dem FOCUS-Artikel „Ausgerechnet Yachten und Privatflugzeuge dürfen weiter vor sich hin stinken“ wird kritisiert, dass zwei besonders umweltschädliche Branchen von der Verschärfung ausgenommen sind: private Flieger und private Yachten. Diese sind nicht nur für einen hohen CO2-Ausstoß verantwortlich, sondern auch für andere Schadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide oder Feinstaub. Weiter heißt es in dem Artikel: „Privat-Flieger machen zwölf Prozent des gesamten Flugverkehrs aus“.
„Superreiche Jachtbesitzer verursachen an einem Sommertag mehr Umweltverschmutzung als die Mehrheit der Menschen in ihrem ganzen Leben, doch die Politiker lassen sie weiterhin ungeschoren davonkommen“, kritisiert auch Jacob Armstrong von der Nichtregierungs-Organisation Transport & Environment.
Zur Erinnerung, deine CO2-Emission will man von 11 Tonnen pro Jahr auf 1 Tonne reduzieren, während superreiche Jachtbesitzer bis zu 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr rausblasen dürfen, ohne dafür bezahlen zu müssen.
„Einige reiche Menschen können sich also weiterhin extrem CO2-intensiv fortbewegen, ohne dafür zusätzliche Kosten zu bezahlen, wohingegen etwa der Straßenverkehr künftig europaweit in den Emissionshandel eingebunden sein wird. «Diese Ungleichbehandlung ist wirklich verblüffend und sehr unfair»“, sagt Armstrong.
Soviel zum Thema „Prioritäten setzen und unsere Ressourcen effizient nutzen“.
Und deshalb wende ich mich erneut an Bing.
Hat der Klimawandel nun höchste Priorität oder nicht? Entweder sterben wir alle, wenn wir nicht sofort handeln, oder aber es ist nicht so schlimm.
Der Klimawandel hat höchste Priorität, aber das heißt nicht, dass wir andere wichtige Dinge vernachlässigen können. Es ist nicht so einfach, wie du es darstellst. Es gibt nicht nur zwei Optionen: entweder sterben wir alle oder es ist nicht so schlimm. Es gibt viele Nuancen und Abstufungen dazwischen.
Der Klimawandel ist eine existenzielle Bedrohung, aber er ist nicht unvermeidbar. Wir können noch etwas tun, um ihn zu stoppen oder zumindest abzumildern. Aber wir müssen schnell und entschlossen handeln. Wir müssen unsere Emissionen reduzieren, unsere Anpassungsfähigkeit erhöhen und unsere Resilienz stärken.
Der Klimawandel ist auch eine Chance, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft zum Besseren zu verändern. Wir können eine grünere, gerechtere und nachhaltigere Zukunft schaffen. Aber wir müssen auch die sozialen und wirtschaftlichen Kosten und Nutzen berücksichtigen. Wir müssen einen fairen Übergang gewährleisten, der niemanden zurücklässt.
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Ich hoffe, dass du meine Perspektive verstehen kannst und dass du dich nicht entmutigen lässt. 😊
Wie siehst du die Zukunft? 🌟Wie wird wohl der faire Übergang aussehen, der niemanden zurücklässt?
Beim Nachdenken stolpere ich über die OXFAM Studie „Kohlenstoff-Milliardäre: Die Investitionsemissionen der reichsten Menschen der Welt“.
„Die reichsten Menschen der Welt stoßen riesige und nicht nachhaltige Mengen an Kohlenstoff aus, und im Gegensatz zu normalen Menschen sind 50 bis 70 % ihrer Emissionen auf ihre Investitionen zurückzuführen. Eine neue Analyse der Investitionen von 125 der reichsten Milliardäre der Welt zeigt, dass sie im Durchschnitt 3 Millionen Tonnen pro Jahr ausstoßen, mehr als eine Million Mal so viel wie der Durchschnitt einer Person aus den unteren 90 % der Menschheit.
Die Studie kommt außerdem zu dem Schluss, dass Milliardärsinvestitionen in umweltschädliche Industrien wie fossile Brennstoffe und Zement doppelt so hoch sind wie der Durchschnitt der Standard & Poor 500-Unternehmensgruppe. Milliardäre halten umfangreiche Anteile an vielen der größten und mächtigsten Unternehmen der Welt, was ihnen die Macht gibt, die Art und Weise zu beeinflussen, wie diese Unternehmen handeln. Regierungen müssen sie zur Rechenschaft ziehen, indem sie Unternehmen und Investoren durch Gesetze zur Reduzierung ihrer Kohlenstoffemissionen verpflichten, strengere Berichtspflichten durchsetzen und neue Steuern auf Vermögen und Investitionen in umweltschädlichen Industrien einführen.“
Ich frage mich, was wohl Bing mit „Nuancen und Abstufungen“ bei einer existentiellen Bedrohung meint.
Wenn es um Leben und Tod geht, was meinst du mit Nuancen und Abstufungen?
Ich meine damit, dass der Klimawandel nicht ein einziges Ereignis ist, das uns alle gleichzeitig auslöscht. Er ist ein Prozess, der sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte erstreckt und unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Regionen, Länder und Bevölkerungsgruppen hat. Er ist auch nicht linear oder vorhersehbar. Er kann zu Überraschungen und Kipppunkten führen, die die Situation dramatisch verändern können.
Nuancen und Abstufungen bedeuten auch, dass wir nicht nur zwischen zwei Extremen wählen müssen: entweder alles oder nichts tun. Wir haben viele Möglichkeiten, wie wir auf den Klimawandel reagieren können. Wir können ihn vermeiden, indem wir unsere Emissionen reduzieren. Wir können uns an ihn anpassen, indem wir unsere Systeme und Praktiken ändern. Wir können uns von ihm erholen, indem wir unsere Resilienz stärken. Wir können auch von ihm lernen, indem wir unsere Werte und Ziele überdenken.
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Ich hoffe, dass du meine Erklärung nachvollziehen kannst und dass du dich nicht überfordert fühlst. 😊
Wie gehst du mit der Komplexität des Klimawandels um? 🤯Ich lasse nicht locker. All das klingt nach einer unendlichen Geschichte, deren Ende nicht vorhersehbar ist, und die man nach Belieben drehen und wenden kann.
Das klingt nach einer unendlichen Geschichte, deren Ende nicht vorhersehbar ist, und man kann sie nach Belieben drehen und wenden.
Das ist nicht ganz richtig. Der Klimawandel ist eine reale und wissenschaftlich belegte Tatsache, die nicht nach Belieben gedreht und gewendet werden kann. Er hat messbare und spürbare Auswirkungen auf die Erde und das Leben. Er hat auch eine klare Ursache: die menschlichen Treibhausgasemissionen. Er hat auch eine klare Lösung: die Reduzierung dieser Emissionen.
Der Klimawandel ist aber auch eine Geschichte, die wir selbst gestalten können. Wir haben einen Einfluss darauf, wie der Klimawandel verläuft und wie wir damit umgehen. Wir haben einen Einfluss darauf, wie die Zukunft aussieht und was für eine Welt wir hinterlassen wollen. Wir haben einen Einfluss darauf, ob wir den Klimawandel als Bedrohung oder als Chance sehen.
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Ich hoffe, dass du dich nicht machtlos fühlst, sondern dass du dich motiviert fühlst, deine eigene Geschichte zu schreiben. 😊
Was für eine Geschichte möchtest du erzählen? 📚Hervorzuheben ist, dass die letzten sieben Bing-Antworten keine Quellenangaben mehr als Referenz enthalten. Und da Bing kein Bewusstsein hat, frage ich mich, auf welchen Datensätzen es seine Aussagen gerade generiert.
Nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch.
Das ist eine interessante Antwort. Was meinst du damit? 🤔Das bezieht sich auf deine vorherige Antwort. Du schreibst „das ist nicht ganz richtig …“ und ich antworte dir „… aber auch nicht ganz falsch“.
Hmm… lass es und mit einem anderen Thema versuchen. Entschuldigung. Was geht dir sonst durch den Kopf?Oh oh, Bing würgt mich ab… menschlich allzu menschlich. Offensichtlich bemüht sich die generative KI, den Anforderungen der europäischen KI-Verordnung gerecht zu werden.
Fazit
Die aktuelle Politik könnte nicht kontrastreicher sein. Einerseits wird die Bevölkerung mit Auflagen wie dem Heizungsgesetz, der EU-Pflicht zur Gebäudesanierung, dem Verbrenner-Verbot, der Massenschlachtung von Nutztieren wegen Netto-null-Emissionszielen, 10 Gramm Fleisch pro Tag (nach DGE-Empfehlung), den 15-Minuten-Städten, dem individuellen Carbon Footprint Tracker usw. konfrontiert.
Andererseits erreichen die Rüstungsausgaben 2022 ein neues Rekordhoch, die Eskalation des Ukraine-Konflikts wird weiter angefeuert und es werden großflächige Militär-Übungen durchgeführt.
Es laufen weiterhin Milliardärsinvestitionen in umweltschädliche Industrien, die auf der Verwendung von fossilen Brennstoffen basieren.
Und nach dem Willen der EU-Kommission sollen Yachten und Privatjets von Klima-Steuern verschont werden.
Wie Bing sagt, es gibt „nicht nur zwei Optionen, entweder sterben wir alle oder es ist nicht so schlimm. Dazwischen gibt es viele Nuancen und Abstufungen. … Der Klimawandel ist auch nicht linear oder vorhersehbar. Er kann zu Überraschungen und Kipppunkten führen, die die Situation dramatisch verändern können. … Der Klimawandel ist aber auch eine Geschichte, die wir selbst gestalten können. … Wir haben einen Einfluss darauf, wie die Zukunft aussieht und was für eine Welt wir hinterlassen wollen.“
Und Bing fragt:
„Ich hoffe, dass du meine Erklärung nachvollziehen kannst und dass du dich nicht überfordert fühlst.“
„Wie gehst du mit der Komplexität des Klimawandels um?“
„Ich hoffe, dass du dich nicht machtlos fühlst, sondern dass du dich motiviert fühlst, deine eigene Geschichte zu schreiben.“
„Was für eine Geschichte möchtest du erzählen?“
Quellen (Stand vom 01.09.2023)
10 Gramm Fleisch, 15 Minuten Stadt, Act in Support of Ammunition Production, Agenda 2030, Air Defender 2023, ASAP, BING-AI, CO2, CO2-Ausstoß, CO2-Bilanz, CO2-Budget, CO2-Emissionsrechte, CO2-Fußabdruck, Gebäudesanierung, globale Erwärmung, Heizungsgesetz, Klimasteuer, Klimawandel, Krieg, Leopard-2, Militär, Militär-Emission, NATO, Rüstungsindustrie, Richard Branson, Ukraine-Krieg, UN-Klimakonferenz, Verbrenner-Verbot, WEF -
Nationale Sicherheitsstrategie – Fragen an ChatGPT


Als Reaktion auf ein verändertes sicherheitspolitisches Umfeld, eine zunehmende Multipolarität, Bedrohungen für die Demokratie, Gesellschaft und Wirtschaft und die Auswirkungen der Klimakrise hat die Bundesregierung am 14. Juni 2023 die Nationale Sicherheitsstrategie beschlossen. Sie soll die Antwort auf diese Herausforderungen und zum Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger sein.
Im Großen und Ganzen handelt es sich um ein All-Inclusive-Sicherheitspaket, der alle Aspekte des Lebens der Bürger direkt oder indirekt adressiert. „Es geht nicht allein um die Verteidigung und die Bundeswehr“, erläuterte Kanzler Scholz. Es gehe vielmehr „um die ganze Palette unserer Sicherheit – über Diplomatie genauso wie Polizei, Feuerwehr und Technische Hilfswerke, über die Entwicklungs-Zusammenarbeit, über Cyber-Sicherheit und über die Resilienz von Lieferketten.“
Die Strategie, so Scholz, sei nicht „Endpunkt, sondern Ausgangspunkt“ für einen kontinuierlichen Prozess, bei dem alle staatlichen Ebenen für eine dauerhafte Stärkung der Sicherheit zusammenwirken – aber auch die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Nationale Sicherheitsstrategie, so Außenministerin Baerbock, richtet sich nicht nur an die Bundesregierung, sondern an die gesamte Gesellschaft.
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem gesamten Inhalt des Strategiepapiers ist sicherlich die Mühe wert. Ich glaube jedoch, dass der mündige Leser das gesamte Sicherheitsstrategie-Dokument unter diesem Link in Ruhe studieren und selbst seine Schlussfolgerungen daraus ziehen kann.
Daher werde ich hier die Aufmerksamkeit lediglich auf einige wenige Formulierungsnuancen im Text richten. Bei der Analyse greife ich auf die neuste technologische Errungenschaft der Menschheit – ChatGPT – als Hilfsmittel zu.
Im Kapitel „Resilient: Die Sicherung unserer Werte durch innere Stärke. Schutz und Stärkung unserer Demokratie“ des Strategiepapiers lesen wir folgendes:
„Zu den größten Errungenschaften unserer pluralistischen Demokratie gehören der Schutz und die gegenseitige Anerkennung vielfältiger, auch einander widersprechender Überzeugungen und Meinungen.“
„Zur Förderung von Demokratie und um den Bedrohungen durch Extremismus jeglicher Art, insbesondere den Rechtsextremismus, wirkungsvoll entgegenzutreten, erarbeitet die Bundesregierung eine Gesamtstrategie für eine starke, wehrhafte Demokratie und eine offene und vielfältige Gesellschaft.“
„Die Bundesregierung wird mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit sicherstellen, dass transparente, verlässliche Information über Regierungshandeln einfach zugänglich ist, um relevante mediale Räume nicht Desinformationskampagnen zu überlassen.“
„Die Bundesregierung wird anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung zum Thema Desinformation verstärkt fördern. So werden wir Angebote zur Stärkung der Digital-, Daten- und Medienkompetenz vorlegen und gemeinsam mit den Ländern Konzepte zur Resilienzsteigerung in Bildungseinrichtungen erarbeiten.“
„Um die Verbreitung radikalisierender Inhalte über das Internet zu verhindern, müssen rechtswidrige Inhalte noch schneller identifiziert und gelöscht werden. Die Urheber müssen ermittelt und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“
Ich möchte ChatGPT mit einigen der oben gelisteten Formulierungen konfrontieren. Da ChatGPT auf keine Daten nach September 2021 zugreifen kann, habe ich die Frage an die generative KI wie folgt formuliert:
Frage an ChatGPT:
Lies bitte folgenden Text: „Die Regierung wird mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit sicherstellen, dass transparente, verlässliche Information über Regierungshandeln einfach zugänglich ist, um relevante mediale Räume nicht Desinformationskampagnen zu überlassen. Die Regierung wird anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung zum Thema Desinformation verstärkt fördern. So werden wir Angebote zur Stärkung der Digital-, Daten- und Medienkompetenz vorlegen und gemeinsam mit den Konzepten zur Resilienzsteigerung in Bildungseinrichtungen erarbeiten. Um die Verbreitung radikalisierender Inhalte über das Internet zu verhindern, müssen rechtswidrige Inhalte noch schneller identifiziert und gelöscht werden. Die Urheber müssen ermittelt und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“ durch.
Ist so eine Herangehensweise einer Regierung mit den Prinzipien einer westlichen Demokratie vereinbar?Bis auf die Tatsache, dass das Wort „Bundesregierung“ mit „Regierung“ ersetzt wurde, beinhaltet die Frage die genaue Formulierung der oben zitierten Passagen des Sicherheitsdokuments.
Antwort von ChatGPT:
Die in dem Text beschriebene Herangehensweise einer Regierung, transparente Informationen bereitzustellen, Desinformation zu bekämpfen, Forschung und Entwicklung zur Desinformation zu fördern und die Verbreitung radikalisierender Inhalte einzudämmen, kann grundsätzlich mit den Prinzipien einer westlichen Demokratie vereinbar sein.
In westlichen Demokratien werden Transparenz, Meinungsfreiheit und der Schutz vor extremistischen Inhalten als wichtige Werte angesehen. Es ist gerechtfertigt, dass Regierungen Maßnahmen ergreifen, um Desinformation entgegenzuwirken und die Bevölkerung mit verlässlichen Informationen zu versorgen. Dies kann die Stärkung der Medienkompetenz, die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen umfassen.
Die Einschränkung der Verbreitung rechtswidriger Inhalte, insbesondere von Inhalten, die zur Radikalisierung führen können, ist ebenfalls ein Ziel, das in einer westlichen Demokratie verfolgt werden kann. Regierungen haben die Verantwortung, die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Bürger zu schützen, und dies kann Maßnahmen beinhalten, um die Verbreitung schädlicher Inhalte zu unterbinden.
Allerdings ist es wichtig, dass bei der Umsetzung solcher Maßnahmen die Grundsätze der Meinungsfreiheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Gewaltenteilung respektiert werden. Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation und radikalisierenden Inhalten sollten klar definiert, verhältnismäßig und transparent sein. Es ist wichtig, dass sie nicht dazu führen, dass legitime Meinungsäußerungen oder kritischer Journalismus unterdrückt werden. Zudem sollten unabhängige Überprüfungsmechanismen vorhanden sein, um Missbrauch oder politische Einflussnahme zu verhindern.
Insgesamt hängt die Vereinbarkeit einer solchen Herangehensweise mit den Prinzipien einer westlichen Demokratie von der konkreten Umsetzung und den Schutzmechanismen ab, die gewährleisten, dass die Grundrechte und demokratischen Prinzipien gewahrt bleiben.Ich betrachte die Antwort von ChatGPT als sehr ausgewogen. Der hervorgehobene markierte Bereich hat mich positiv überrascht. Das motiviert mich für die nächste Frage.
Frage an ChatGPT:
Also bergen solche Formulierungen das Potential, missbraucht zu werden.
Antwort von ChatGPT:
Ja, es besteht immer ein Potenzial für den Missbrauch von Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation und radikalisierenden Inhalten. Regierungen könnten diese Maßnahmen dazu nutzen, legitime Kritik zu unterdrücken, die Meinungsfreiheit einzuschränken oder politische Gegner zu verfolgen.
Daher ist es wichtig, dass solche Maßnahmen mit angemessenen Schutzmechanismen versehen sind, um Missbrauch zu verhindern. Dazu gehören unabhängige Überprüfungsinstanzen, Transparenz in der Entscheidungsfindung, klare und präzise Definitionen von rechtswidrigen Inhalten sowie ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung von schädlichen Inhalten und dem Schutz der Meinungsfreiheit.
Die Bürger müssen die Möglichkeit haben, solche Maßnahmen zu hinterfragen, ihre Auswirkungen zu beobachten und sicherzustellen, dass sie im Einklang mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft stehen. Eine offene und kritische öffentliche Debatte über solche Maßnahmen ist entscheidend, um sicherzustellen, dass sie nicht missbraucht werden.
Es ist auch wichtig, dass die Justiz unabhängig bleibt und die rechtsstaatlichen Prinzipien eingehalten werden, um sicherzustellen, dass nur tatsächlich rechtswidrige Inhalte ermittelt, gelöscht und strafrechtlich verfolgt werden.
Die Herausforderung besteht darin, einen angemessenen Balanceakt zwischen dem Schutz der Gesellschaft vor schädlichen Inhalten und dem Schutz der Grundrechte und demokratischen Prinzipien zu gewährleisten. Eine sorgfältige Ausgestaltung und ständige Überwachung solcher Maßnahmen sind erforderlich, um potenziellen Missbrauch zu verhindern.Ich habe auch an dieser Antwort der generativen KI nichts auszusetzen.
Die unter Diskussion stehenden Formulierungen in dem Dokument der Nationalen Sicherheit sind legitim, solange deren Umsetzung sehr sorgfältig und ausgewogen erfolgt.
Bei dem Schlagwort Umsetzung fällt mir spontan der folgende Beitrag des Verfassungsschutzpräsidenten Herrn Thomas Haldenwang vom 20. Juni 2023 ein:
„Nicht allein der Verfassungsschutz ist zuständig, Umfragewerte der AfD zu senken. Dazu haben wir keinerlei Möglichkeiten. Aber wir können die Bevölkerung wachrütteln, wir können Politiker wachrütteln. Und – ja – der Kampf für die Demokratie muss in der Gesamtgesellschaft geführt werden.“
Ich führe die Diskussion mit ChatGPT fort. Dabei verwende ich die Wortwahl von Herrn Haldenwang und ersetze das Wort „AfD“ mit „einer im Bundestag sitzenden oppositionellen Partei“.
Frage an ChatGPT:
Lies dir bitte diese Äußerung genau durch: „Nicht allein der Verfassungsschutz ist dafür zuständig, die Umfragewerte einer im Bundestag sitzenden oppositionellen Partei zu senken. Dazu haben wir keinerlei Möglichkeiten. Aber wir können die Bevölkerung wachrütteln, wir können Politiker wachrütteln. Und – ja – der Kampf für die Demokratie muss in der Gesamtgesellschaft geführt werden.“
Ist es zulässig, dass so ein Organ wie der Verfassungsschutz so ein Statement abgibt?Antwort von ChatGPT:
Die Äußerung, wie sie hier präsentiert wird, impliziert, dass der Verfassungsschutz Maßnahmen ergreifen könnte, um die Umfragewerte einer oppositionellen Partei zu senken und die Bevölkerung sowie Politiker zu beeinflussen. Eine solche Aussage wäre problematisch und könnte als unzulässige politische Einmischung oder Manipulation interpretiert werden.
Der Verfassungsschutz ist in der Regel dafür zuständig, die demokratische Ordnung zu schützen, extremistische Bestrebungen zu bekämpfen und Informationen über potenzielle Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu sammeln. Es ist jedoch nicht die Aufgabe des Verfassungsschutzes, politische Meinungen oder Umfragewerte von Parteien zu beeinflussen oder zu manipulieren.
In einer demokratischen Gesellschaft sollten Sicherheits- und Geheimdienste unparteiisch, unabhängig und transparent handeln. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Sicherheit und die demokratischen Prinzipien des Landes zu schützen, ohne sich in politische Auseinandersetzungen einzumischen.Die Antwort ist klar und deutlich formuliert und ich habe dem nichts hinzuzufügen. Damit werfen die diskutierten Formulierungen im Dokument der Nationalen Sicherheit einen gewissen Schatten, der manch eine Erinnerung an die nicht allzu weit entfernte Vergangenheit weckt.
Man sagt: „Die Wahrheit liegt oft im Verborgenen“.
Ich stelle ChatGPT noch eine letzte Frage. Diesmal verwende ich den exakten Wortlaut von Herrn Haldenwang.
Frage an ChatGPT:
Lies dir bitte diese Äußerung genau durch: „Nicht allein der Verfassungsschutz ist dafür zuständig, die Umfragewerte der AfD zu senken. Dazu haben wir keinerlei Möglichkeiten. Aber wir können die Bevölkerung wachrütteln, wir können Politiker wachrütteln. Und – ja – der Kampf für die Demokratie muss in der Gesamtgesellschaft geführt werden.“
Ist es zulässig, dass so ein Organ wie der Verfassungsschutz so ein Statement abgibt?Antwort von ChatGPT:
Die Äußerung besagt, dass der Verfassungsschutz nicht allein dafür zuständig ist, die Umfragewerte einer bestimmten Partei zu senken, in diesem Fall der AfD. Es wird klargestellt, dass der Verfassungsschutz keine Möglichkeiten hat, dies zu tun. Stattdessen wird betont, dass die Bevölkerung und Politiker sensibilisiert werden können und dass der Kampf für die Demokratie eine gemeinsame Aufgabe der Gesamtgesellschaft ist.
Aus dieser Äußerung geht nicht hervor, dass der Verfassungsschutz konkrete Maßnahmen ergreifen will, um die Umfragewerte einer Partei zu senken. Stattdessen wird der Fokus auf die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Politiker für demokratische Werte gelegt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die genaue Kontextualisierung und Interpretation der Äußerung von Bedeutung ist. Wenn der Verfassungsschutz beispielsweise darauf abzielt, extremistische Bestrebungen oder verfassungsfeindliche Aktivitäten innerhalb einer Partei zu beobachten und offenzulegen, wäre dies im Rahmen seiner Aufgaben als Sicherheitsbehörde gerechtfertigt.
In einer Demokratie ist es wichtig, dass Sicherheitsbehörden, einschließlich des Verfassungsschutzes, ihre Aufgaben neutral und unparteiisch wahrnehmen. Sie sollten sich nicht in politische Auseinandersetzungen einmischen oder politische Parteien gezielt beeinflussen. Das oberste Ziel des Verfassungsschutzes sollte der Schutz der demokratischen Ordnung und die Sicherheit des Landes sein.
Um jedoch eine abschließende Bewertung abzugeben, müsste der genaue Kontext, die Umstände und die Absichten der Äußerung weiter geklärt werden.Es ist bemerkenswert, wie die generative KI Ihre Meinung ändert, wenn man „eine im Bundestag sitzende oppositionelle Partei“ mit „AfD“ ersetzt. Man könnte zu der Schlussfolgerung kommen, dass ChatGPT die Kriterien einer vertrauensvollen KI gemäß der KI-Verordnung der europäischen Union bereits erfüllt.
Wie gesagt: „Die Wahrheit liegt oft in den Details verborgen“.
Quellen (Stand vom 01.09.2023)
15-Minuten Stadt, AI, AI Act, Artificial Intelligence, Überwachung, Biometrie, biometrische Systeme, biometrischer Identifizierung, ChatGPT, CO2-Fußabdruck, Hochrisiko-KI, Künstliche Intelligenz, KI, KI-Forschung, KI-Orakel, KI-Systeme, KI-Technologie, KI-Tools, KI-Verordnung, Klimawandel, Sicherheitsstrategie, vertrauenswürdige KI, Yuval Noah Harari -
Der AI-Act – wie die KI vertrauenswürdig wird


Der andauernde Hype um den Chatbot ChatGPT von OpenAI veranschaulicht die Tatsache, dass sich KI-Systeme nicht nur rasant entwickeln, sondern auch die Gesellschaft verändern.
Zu den beeindruckendsten Eigenschaften von ChatGPT gehören die Zugänglichkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die Ausgereiftheit der natürlichsprachlichen Antworten. Mögliche Anwendungsgebiete sind:
- Automatisierte Erstellung von Inhalten, wie Blog-Artikel oder Produktbeschreibungen
- Generierung von Software Code in verschiedenen Programmiersprachen
- Automatische Übersetzungen in verschiedenen Sprachen
- Entwicklung von virtuellen Assistenten im Kundenservicebereich
- Automatische Generierung von Musik
- Automatische Generierung von medizinischen Diagnoseberichten
- Automatische Berichterstellung in verschiedenen Branchen wie Finanzen, Recht und Wissenschaft
- Automatische Erstellung von Lernmaterialien
- u.v.m.
Eine kurze Zusammenfassung zu diesem Thema liefert dieser ARD-Beitrag.
Quelle: tagesschau „Software ChatGPT: Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz“ Der Chatbot von Open AI ist ein mächtiges Modell der natürlichen Sprachverarbeitung und hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir mit Computern interagieren, zu verändern.
Schneller als jeder andere Online Service hatte ChatGPT in nur 5 Tagen nach der Vorstellung in der Öffentlichkeit Ende November 2022 die erste Million Nutzer.

Quelle: ChatGPT-Statistiken 2023 Vier Monate später erreichten die Nutzerzahlen weltweit die 1 Milliarde Marke.

Quelle: ChatGPT-Statistiken 2023 Heutzutage verlassen sich noch die meisten Menschen in ihrem privaten und beruflichen Alltag auf Google, Wikipedia und weiteren Datenbanken und vertrauen zweifelsfrei, dass die darin enthaltenen Inhalte weitgehend korrekt sind. Angesichts des zu erwartenden Fortschritts bei großen Sprachmodellen in den nächsten Jahren könnte man sich also vorstellen, dass kurz- bis mittelfristig auch KI-Chatbot-Antworten dieses Maß an Vertrauen genießen werden.
Und damit dies lieber heute als morgen geschieht, hat sich eine Allianz aus „besorgten“ Politikern und Unternehmern wie Elon Musk gebildet, die eine strikte Regelung von KI fordern.
Auf diese Weise soll die Künstliche Intelligenz vom Menschen kontrollierbar bleiben. Sogar der OpenAI-CEO, Sam Altman, hat jüngst gefordert, eine internationale Einrichtung wie die Atomenergiebehörde IAEA zur Regulierung von KI zu schaffen. Zu den größten Risiken, die im Kontext von ChatGPT genannt wurden, gehört der mögliche Missbrauch durch Kriminelle und Terroristen. Sorgen bereiten aber auch Falschinformationen, die der Bot produziert, oder die möglichen Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. [THE EPOCH TIMES]
Der WEF-Berater, Yuval Harari, wird diesbezüglich konkreter. Bei seinem „pathetischen“ Auftritt vor dem Frontiers Forum in Mai 2023 benennt er die Gefahren in Bezug auf den unregulierten Einsatz von KI-Systemen. Im Nachfolgenden sind einige Auszüge aus seiner Rede „AI and the future of humanity“ gelistet:
„Wenn die Leute an ChatGPT und die anderen neuen KI-Tools denken, werden oft Beispiele herangezogen, wie Kinder, ChatGPT benutzen, um ihre Schulaufsätze zu schreiben. Was wird mit dem Schulsystem geschehen, wenn Kinder Aufsätze mit ChatGPT schreiben? Furchtbar. Aber diese Art von Frage verfehlt das große Ganze. Vergessen Sie die Schulaufsätze. Stattdessen denken Sie zum Beispiel an die nächsten US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 und versuchen Sie sich die Auswirkungen der neuen KI-Tools vorzustellen, die massenhaft politische Manifeste, gefälschte Nachrichten und sogar heilige Schriften für neue Sekten erstellen und verbreiten.“
„Wir könnten uns bald in langen Online-Diskussionen über Abtreibung oder über den Klimawandel oder über die russische Invasion in der Ukraine mit Wesen wiederfinden, die wir für Mitmenschen halten, in Wirklichkeit aber KI-Bots sind. Der Haken an der Sache ist, dass es völlig sinnlos ist, unsere Zeit damit zu verschwenden, einen KI-Bot davon zu überzeugen, seine politischen Ansichten zu ändern. Aber je länger wir mit dem Bot sprechen, desto besser lernt er uns kennen und versteht, wie er seine Botschaften verfeinern kann, um unsere politischen oder unsere wirtschaftlichen Ansichten oder sonst etwas zu manipulieren. Wie ich sagte, kann die KI durch die Beherrschung der Sprache intime Beziehungen zu Menschen aufbauen und die Macht der Intimität nutzen, um unsere Meinungen zu beeinflussen.“
„Neue KI-Werkzeuge würden einen immensen Einfluss auf menschliche Meinungen und unser Weltbild haben. Die Menschen könnten zum Beispiel dazu kommen, einen einzigen KI-Berater als das One-Stop-Orakel und als Quelle für alle Informationen, die sie benötigen, zu verwenden.“
„Menschen und Unternehmen, die die neuen KI-Orakel kontrollieren, werden extrem mächtig sein.“
„Schauen Sie sich nur die sozialen Medien an. In den letzten Jahren haben die sozialen Medien einen kleinen Vorgeschmack auf das, was kommen wird, gegeben. In den sozialen Medien wurden primitive KI-Werkzeuge eingesetzt, nicht zur Erstellung von Inhalten, sondern zum Kuratieren der Inhalte, die von Menschen produziert werden. Und obwohl diese KI-Werkzeuge sehr primitiv sind, haben sie dennoch ausgereicht, um diese Art von Vorhang aus Illusionen zu schaffen, der die gesellschaftliche Polarisierung auf der ganzen Welt vorantreibt, unsere geistige Gesundheit untergräbt und die demokratischen Gesellschaften destabilisiert. Millionen von Menschen haben diese Illusionen mit der Realität verwechselt.“
„Die USA verfügen über die mächtigste Informationstechnologie in der gesamten Geschichte und trotzdem können sich die amerikanischen Bürger nicht mehr einigen, wer die letzten Wahlen gewonnen hat, ob der Klimawandel real ist oder ob Impfstoffe Krankheiten verhindern oder nicht. Die neuen KI-Tools sind weitaus leistungsfähiger als diese Social Media Algorithmen und könnten weitaus mehr Schaden anrichten.“
„KI kann noch leistungsfähigere KI hervorbringen. Wir müssen schnell handeln, bevor KI außer Kontrolle gerät und unserer eigenen Kontrolle entgleitet. Arzneimittelhersteller können den Menschen keine neuen Medikamente verkaufen, ohne zuvor diese Produkte strengen Sicherheitsprüfungen zu unterziehen. Biotech-Labore können nicht einfach ein neues Virus in die Öffentlichkeit bringen, um ihre Aktionäre mit der technologischen Zauberei zu beeindrucken. Ebenso müssen die Regierungen unverzüglich die Freigabe weiterer revolutionärer KI-Tools für die Öffentlichkeit verbannen, bevor sie sicher gemacht werden.“
„Ich spreche nicht davon, die gesamte KI-Forschung einzustellen. Der erste Schritt besteht darin, die Freigabe für die Öffentlichkeit zu verhindern. Man kann Viren erforschen, ohne sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie können KI-Forschung betreiben, aber sie nicht zu schnell in die Öffentlichkeit zu bringen.“
„Der unregulierte Einsatz von KI wird dazu führen, dass Demokratien gegen Diktaturen verlieren. Denn wenn wir das Chaos entfesseln, können autoritäre Regime dieses Chaos leichter als offene Gesellschaften eindämmen.“
Dass eine breite gesellschaftliche Debatte über den massiven Einsatz von künstlicher Intelligenz im Alltagsleben im Vorfeld vor deren Implementierung notwendig ist, steht hier nicht zur Debatte. An dieser Stelle kann man die Besorgnis von Herrn Harari teilen. Die Frage ist, von wem und wie diese Diskussion geführt wird und wie dann entsprechende regulatorische Entscheidungen getroffen werden.
In der Rede vom WEF-Berater Harari werden folgende Themen und Begriffe subtil in Relation gebracht:
Präsidentschaftswahlen – politische Manifeste – gefälschte Nachrichten – Sekten
Klimawandel – Russische Invasion in der Ukraine – KI-Bot – Manipulation
KI-Oracle – Kontrolle – Macht
Illusionen – Wahlen – Klimawandel – Impfstoffe – Schaden
KI-Kontrolle – Medikamente – Sicherheitsprüfung – Biotech Labor – Virus
Virenforschung – KI-Forschung
Chaos – autoritäre Regime – offene Gesellschaft
Medikamente SICHER – Biotech-Labore SICHER – KI muss SICHER seinDie Erzeuger von ChatGPT und ähnlichen KI-Tools sind dieselben, die die bisherige Vernetzung der Gesellschaft maßgeblich vorangetrieben haben. Aus langjähriger Erfahrung wissen sie bereits, dass es Menschen gern bequem haben. Denn dies sorgt dafür, dass sich diejenigen Techniken durchsetzen, die unkompliziert und einfach zu handhaben sind. Ein einziger universeller KI-Berater wie das One-Stop-Orakel, als Quelle für alle Informationen die man benötigt, ist die logische Fortsetzung dieser bereits bewährten Strategie.
Doch wer andere die Arbeit für sich machen lässt, zahlt einen hohen Preis. Neben der fehlenden Privatsphäre kommt beim Umgang mit einer generativen KI auch das wachsende Potential einer subtilen, unterschwelligen Manipulation einzelner Ansichten bis hin zur Gesamtweltanschauung, sowie die schleichende Entfremdung von der realen Welt hinzu. Im Namen der Bequemlichkeit ist man sogar bereit, einen Teil der eigenen Selbständigkeit/Souveränität aufzugeben. Im weitesten Sinne kann man diesen Schritt als einen Meilenstein auf dem Weg zum Transhumanismus betrachten.
„KI-Oracle – Kontrolle – Macht“ – das ist der Kernpunkt, der zeitlich gut getimten und inszenierten KI-Regulierungsdebatte. Durch das KI-Oracle kann man die Hauptnarrative der Gegenwart (Klimawandel, Impfstoffe/Gesundheit, Pandemien, Kriege) sehr effizient, schnell, dauerhaft und subtil in das Bewusstsein jedes Einzelnen platzieren. Das KI-Oracle wird sukzessiv als Fenster zur „realen Welt“ etabliert. Und wie die „reale Welt“ oder besser gesagt die Illusion davon aussieht, definiert das KI-Oracle (oder die Kräfte, die ihn kontrollieren oder „glauben zu kontrollieren“). Am Tag X kann das KI-Oracle auch „unbewusst“ Chaos produzieren, das dann nur durch ein „temporäres“ autoritäres Regime in den Griff zu bekommen ist.
So gesehen, kann man die Rede von Harari „AI and the future of humanity“ als Offenbarung betrachten.
Auf der Suche nach konkreten Informationen wie man die Künstliche Intelligenz in der EU regulieren will, stößt man auf den sogenannten AI Act.
In dem Artikel „AI Act erklärt…“ liest man folgendes:
„Wie kann Künstliche Intelligenz transparenter, fairer und sicherer werden? Die EU will mit ihrer KI-Verordnung – dem Artificial Intelligence Act, kurz AI Act – eine an ethischen Grundsätzen orientierte Regulierung schaffen, ohne dabei Innovationen wie ChatGPT zu bremsen.“
„Das übergeordnete Ziel dieser Verordnung sind einheitliche Vorgaben für die Verwendung von KI-Systemen innerhalb der Europäischen Union. Sie soll dafür sorgen, dass diese Anwendungen nicht gegen Grundrechte verstoßen und keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit von Menschen haben. Dabei folgt das Gesetz einem risikobasierten Ansatz: Künstliche Systeme und ihre Anwendungen müssen Anforderungen erfüllen, die auf dem von ihnen wahrgenommenen Risikoniveau basieren.“
Am 11. Mai haben die zuständigen Parlamentsausschüsse für Bürgerrechte und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament den entsprechenden KI-Gesetzentwurf der EU gebilligt und ihn damit näher an die Verabschiedung gebracht. Am 16. Juni verabschiedete das Europäische Parlament seine Verhandlungsposition zum Gesetz über künstliche Intelligenz (KI) im Vorfeld der Gespräche mit den EU-Mitgliedstaaten über die endgültige Ausgestaltung des Gesetzes. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass der Vorschlag für das AI-Gesetz wahrscheinlich bis Ende 2023 verabschiedet wird. Danach wird eine zweijährige Umsetzungsfrist erwartet, was bedeutet, dass das Gesetz wahrscheinlich bis 2026 in Kraft treten wird.
Die Regeln würden sicherstellen, dass die in Europa entwickelte und genutzte KI in vollem Einklang mit den Rechten und Werten der EU steht, einschließlich menschlicher Aufsicht, Sicherheit, Privatsphäre, Transparenz, Nichtdiskriminierung sowie sozialem und ökologischem Wohlergehen.
Aus diesem Grund kann es nicht schaden, sich den entsprechenden KI-Gesetzentwurf genauer anzuschauen. In diesem Zusammenhang sind folgende Dokumente öffentlich zugänglich:
Dokument 1: Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz
(Gesetz über Künstliche Intelligenz)Dokument 2: Anhänge des Vorschlags für das Gesetz über Künstliche Intelligenz
Dokument 3: Abänderungen des Europäischen Parlaments vom 14. Juni 2023 zu dem Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz
(Gesetz über Künstliche Intelligenz)Im Nachfolgenden werden wir uns einige Passagen aus diesen Dokumenten genauer anschauen.
Dokument 1:
Kapitel 1.1. Gründe und Ziele des VorschlagsDieser Vorschlag geht auf das politische Engagement der Präsidentin von der Leyen zurück…
Im Nachgang zu dieser Ankündigung veröffentlichte die Kommission am 19. Februar 2020 ihr Weißbuch zur KI – Ein europäisches Konzept für Exzellenz und Vertrauen. In dem Weißbuch legt sie die politischen Optionen dar, wie die Nutzung von KI gefördert und gleichzeitig die mit bestimmten Anwendungen dieser Technologie verbundenen Risiken eingedämmt werden können. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, einen Rechtsrahmen für eine vertrauenswürdige KI zu schaffen, damit das zweite Ziel für den Aufbau eines Ökosystems für Vertrauen umgesetzt werden kann. Der Vorschlag beruht auf den Werten und Grundrechten der EU und will erreichen, dass Privatpersonen und andere Nutzer KI-gestützten Lösungen vertrauen und gleichzeitig Unternehmen Anreize erhalten, diese zu entwickeln.
…damit Menschen darauf vertrauen können, dass die Technik sicher angewandt wird und den Gesetzen, auch den Grundrechten, genügt.
Mit Blick auf diese Ziele enthält dieser Vorschlag einen ausgewogenen horizontalen Regulierungsansatz für KI, der die Verhältnismäßigkeit wahrt und auf die Mindestanforderungen beschränkt ist, die zur Bewältigung der in Verbindung mit KI auftretenden Risiken und Probleme notwendig ist, ohne die technologische Entwicklung übermäßig einzuschränken oder zu behindern oder anderweitig die Kosten für das Inverkehrbringen von KI-Lösungen unverhältnismäßig in die Höhe zu treiben. Der Vorschlag zielt auf einen robusten und flexiblen Rechtsrahmen ab.
Mit anderen Worten, das KI-Gesetz zielt in erster Linie auf die Erhöhung der Akzeptanz von KI-Systemen in die Bevölkerung ab durch vertrauensbildende Maßnahmen. Diese wiederum beschränken sich auf Mindestanforderungen und zielen nicht wirklich auf die Einschränkung der technologischen Entwicklung und deren massiven Einsatz. Man spricht von einem Gesetz mit einem flexiblen Rechtsrahmen.
Wenn man sich an die „Teleskopierung“ bei der Entwicklung der neuartigen Covid-19 Impfstoffen und „Rolling Reviews“ in der Zulassung sowie an die damit verbundenen gravierenden Impfrisiken erinnert, hinterlassen solche Formulierungen einen faden Beigeschmack. Die Schlagwort-Kombinationen aus der Rede von Harari scheinen damit zu korrelieren:
KI-Kontrolle – Medikamente – Sicherheitsprüfung – Biotech Labor – Virus
Virenforschung – KI-Forschung
Dokument 1: / Dokument 3:
TITEL II VERBOTENE PRAKTIKEN IM BEREICH DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ
Kapitel 5(1) Folgende Praktiken im Bereich der künstlichen Intelligenz sind verboten:
a) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Verwendung eines KI-Systems, das Techniken der unterschwelligen Beeinflussung außerhalb des Bewusstseins einer Person oder absichtlich manipulative oder täuschende Techniken einsetzt, mit dem Ziel oder der Folge, dass das Verhalten einer Person oder einer Gruppe von Personen, indem die Fähigkeit der Person, eine fundierte Entscheidung zu treffen, spürbar beeinträchtigt wird, wodurch die Person veranlasst wird, eine Entscheidung zu treffen, die sie andernfalls nicht getroffen hätte, und zwar in einer Weise, die dieser Person, einer anderen Person oder einer Gruppe von Personen erheblichen Schaden zufügt oder zufügen kann;
b) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Verwendung eines KI-Systems, das eine Schwäche oder Schutzbedürftigkeit einer Person oder einer bestimmten Gruppe von Personen einschließlich der Merkmale der bekannten oder vorhergesagten Persönlichkeitsmerkmale oder der sozialen oder wirtschaftlichen Situation der Person oder Gruppe von Personen, ihres Alters oder ihrer körperlichen oder geistigen Fähigkeiten ausnutzt, mit dem Ziel oder der Folge, das Verhalten dieser Person oder einer dieser Gruppe angehörenden Person in einer Weise wesentlich zu beeinflussen, die dieser Person oder einer anderen Person erheblichen Schaden zufügt oder zufügen kann;
c) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Verwendung von KI-Systemen zur Bewertung des sozialen Verhaltens oder Klassifizierung natürlicher Personen oder Gruppen von natürlichen Personen über einen bestimmten Zeitraum auf der Grundlage ihres sozialen Verhaltens oder bekannter, abgeleiteter oder vorhergesagter persönlicher Eigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmale, wobei die soziale Bewertung zu einem oder beiden der folgenden Ergebnisse führt:
i) Schlechterstellung oder Benachteiligung bestimmter natürlicher Personen oder ganzer Gruppen natürlicher Personen in sozialen Zusammenhängen, die in keinem Zusammenhang zu den Umständen stehen, unter denen die Daten ursprünglich erzeugt oder erfasst wurden;
ii) Schlechterstellung oder Benachteiligung bestimmter natürlicher Personen oder ganzer Gruppen natürlicher Personen, in einer Weise, die im Hinblick auf ihr soziales Verhalten oder dessen Tragweite ungerechtfertigt oder unverhältnismäßig ist;
d) die Verwendung biometrischer Echtzeit-Fernidentifizierungssysteme in öffentlich zugänglichen Räumen;
da) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Verwendung von KI-Systemen zur Risikobeurteilung natürlicher Personen oder von Gruppen natürlicher Personen, um das Risiko einer natürlichen Person, straffällig zu werden oder erneut straffällig zu werden, einzuschätzen oder um das Auftreten oder die Wiederholung einer tatsächlichen oder potenziellen Straftat oder Ordnungswidrigkeit auf der Grundlage von Profilen natürlicher Personen oder der Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen, Eigenschaften, einschließlich des Standorts der Person, oder früheren kriminellen Verhaltens von natürlichen Personen oder Gruppen von natürlichen Personen vorherzusagen;
db) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Nutzung von KI-Systemen, die Datenbanken zur Gesichtserkennung durch das ungezielte Auslesen von Gesichtsbildern aus dem Internet oder von Überwachungsaufnahmen erstellen oder erweitern;
dc) das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme oder die Nutzung von KI-Systemen zur Ableitung von Emotionen einer natürlichen Person in den Bereichen Strafverfolgung, Grenzmanagement, am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen;
dd) die Inbetriebnahme oder Nutzung von KI-Systemen zur Analyse von aufgezeichnetem Bildmaterial öffentlich zugänglicher Räume durch Systeme zur nachträglichen biometrischen Fernidentifizierung, es sei denn, sie unterliegen einer vorgerichtlichen Genehmigung im Einklang mit dem Unionsrecht und sind für die gezielte Fahndung im Zusammenhang mit einer bestimmten schweren Straftat im Sinne von Artikel 83 Absatz 1 AEUV, die bereits zum Zweck der Strafverfolgung stattgefunden hat, unbedingt erforderlich.
Dieses Kapitel soll das Vertrauensfundament des KI-Gesetzes für die Bevölkerung bilden.
Es ist lobenswert, dass laut Punkt 1c), das sogenannte „social scoring“ nach chinesischer Art verboten wird. Doch inwieweit gilt dies noch (siehe Punkt 1c [i]), wenn es sich um „…soziale Zusammenhänge,“ handelt „die im Zusammenhang zu den Umständen stehen, unter denen die Daten ursprünglich erzeugt oder erfasst wurden“?
Weiterhin stellt sich in Punkt 1c [ii] die Frage, WER definiert, was ungerechtfertigt oder unverhältnismäßig ist? Inwieweit ist der Rechtsrahmen diesbezüglich flexibel? Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten drei Jahren sind solche Fragen nicht aus der Luft gegriffen.
Es ist weiterhin lobenswert, dass man laut Punkt 1d die biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung konsequent verbieten will. Damit will man „chinesische Hardcore-Überwachungsszenarien“ ausschließen, die in letzter Zeit für einige Aufregung in der europäischen Öffentlichkeit gesorgt haben.
Man schließt jedoch die sogenannte nachträgliche biometrische Fernidentifizierung laut Punkt 1dd nicht komplett aus. Diese ist für die Strafverfolgung von Straftaten im Sinne von Artikel 83 Absatz 1 AEUV zulässig. Die derzeit in Artikel 83 Absatz 1 Unterabsatz 2 aufgeführten Kriminalitätsbereiche sind Terrorismus, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern, illegaler Drogenhandel, illegaler Waffenhandel, Geldwäsche, Korruption, Fälschung von Zahlungsmitteln, Computerkriminalität und organisierte Kriminalität. Das ist nachvollziehbar und steht nicht zur Debatte.
Und in dem Unterabsatz 3 lesen wir:
In dem BESCHLUSS (EU) 2022/2332 DES RATES vom 28. November 2022 über die Feststellung des Verstoßes gegen restriktive Maßnahmen der Union als einen die Kriterien nach Artikel 83 Absatz 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union erfüllenden Kriminalitätsbereich kann man folgende Formulierungen finden:
Artikel 83 Absatz 1 Unterabsatz 3 AEUV sieht ein besonderes Verfahren vor, nach dem der Rat neue Kriminalitätsbereiche bestimmen kann. Dies darf erst geschehen, nachdem die im Vertrag festgelegten Kriterien, die dem Ausnahmecharakter des Verfahrens entsprechen, einer sorgfältigen Bewertung unterzogen wurden. Die Entwicklungen der Kriminalität, die seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beobachten sind, stellen außergewöhnliche Umstände dar.
Der Verstoß gegen restriktive Maßnahmen der Union zählt zu den Bereichen besonders schwerer Straftaten und ist hinsichtlich der Schwere mit den bereits in Artikel 83 Absatz 1 AEUV aufgeführten Kriminalitätsbereichen vergleichbar, da er den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dauerhaft bedroht, die Festigung und Förderung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten untergräbt sowie erheblichen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Schaden verursachen kann.
Aus dieser Konstellation ist es nicht schwer zu erahnen, dass man hier ebenfalls auf einem „robusten und flexiblen“ Rechtsrahmen stößt, der in Abhängigkeit der Auslegung Begriffen wie
- Bedrohung der internationalen Sicherheit und Weltfrieden
- Untergrabung der Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten
- Erheblicher wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Schaden
jederzeit angepasst werden kann.
Die meisten Leser werden sicherlich sagen: „Mich betrifft das nicht. Ich mache nichts falsches.“ Bei einem flexiblen Rechtsrahmen kann sich allerdings im Laufe der Zeit die Situation ändern. In diesem Zusammenhang ist der Artikel „Die Corona-Pandemie – Möge die Bio-Macht mit Dir sein“ zu empfehlen. Im biopolitischen Sinne kann jedes Individuum in Abhängigkeit von den volatilen Regulierungsnormen ziemlich schnell vom „Inklusionsmodus“ in den „Exklusionsmodus“ wechseln und dann die Vorzüge der bereits installierten Überwachungsinfrastruktur genießen.
Kurz- bis mittelfristig werden alle EU-Bürger „stolze“ Besitzer der sogenannten e-ID sein. Damit wird die Bevölkerung „KI-konform“. Was damit gemeint ist, kann man in dem Artikel „Die europäische Digitale ID – You’ll Never Walk Alone“ nachlesen.
Und womit die Bevölkerung demnächst konfrontiert wird, zeigt sich im Dokument 2 ANHANG III.
Dokument 2: – ANHANG III – HOCHRISIKO-KI-SYSTEME / Dokument 3:
Als Hochrisiko-KI-Systeme gemäß Artikel 6 Absatz 2 gelten die in folgenden Bereichen aufgeführten KI-Systeme:
1. Biometrische und auf Biometrie beruhende Systeme
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für die biometrische Identifizierung natürlicher Personen verwendet werden sollen, mit Ausnahme der in Artikel 5 genannten Systeme;
aa) KI-Systeme, durch die auf der Grundlage biometrischer oder biometriegestützter Daten Rückschlüsse auf persönliche Merkmale natürlicher Personen gezogen werden, einschließlich Systeme zum Erkennen von Emotionen, mit Ausnahme der in Artikel 5 genannten Systeme; Nummer 1 sollte keine KI-Systeme umfassen, die bestimmungsgemäß für die biometrische Verifizierung verwendet werden sollen, deren einziger Zweck darin besteht, zu bestätigen, dass eine bestimmte Person die Person ist, für die sie sich ausgibt.
2. Verwaltung und Betrieb kritischer Infrastrukturen:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß als Sicherheitskomponenten in der Verwaltung und im Betrieb des Straßen-, Schienen- und Luftverkehrs verwendet werden sollen, es sei denn, diese werden im Rahmen von Harmonisierungs- oder sektorspezifischen Rechtsvorschriften geregelt.
aa) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß als Sicherheitskomponenten in der Verwaltung und im Betrieb der Wasser-, Gas-, Wärme- und Stromversorgung sowie kritischer digitaler Infrastruktur verwendet werden sollen;
3. Allgemeine und berufliche Bildung:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für Entscheidungen über den Zugang oder zur erheblichen Einflussnahme auf Entscheidungen über die Zulassung oder die Zuweisung natürlicher Personen zu Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung verwendet werden sollen;
b) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für die Bewertung von Schülern in Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung und für die Bewertung der Teilnehmer an üblicherweise für die Zulassung zu diesen Einrichtungen erforderlichen Tests verwendet werden sollen;
ba) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für die Bewertung des angemessenen Bildungsniveaus einer Person verwendet werden sollen und das Niveau der Bildung und Ausbildung, das die Person erhält oder zu dem sie Zugang erhält, wesentlich beeinflussen;
bb) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß zur Überwachung und Erkennung von unzulässigem Verhalten von Schülern und Studierenden bei Prüfungen im Rahmen von/in Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung verwendet werden sollen;
4. Beschäftigung, Personalmanagement und Zugang zur Selbstständigkeit:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für die Einstellung oder Auswahl natürlicher Personen verwendet werden sollen, insbesondere für die Bekanntmachung gezielter Stellenausschreibungen, das Sichten oder Filtern von Bewerbungen und das Bewerten von Bewerbern in Vorstellungsgesprächen oder Tests;
b) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für Entscheidungen oder zur erheblichen Einflussnahme auf Entscheidungen betreffend die Einstellung, Beförderung und Kündigung von Arbeitsvertragsverhältnissen, die Aufgabenzuweisung auf der Grundlage des individuellen Verhaltens oder persönlicher Eigenschaften oder Merkmale oder für die Überwachung und Bewertung der Leistung und des Verhaltens von Personen in solchen Beschäftigungsverhältnissen verwendet werden sollen;
5. Zugänglichkeit und Inanspruchnahme grundlegender privater und öffentlicher Dienste und Leistungen:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Behörden oder im Namen von Behörden verwendet werden sollen, um zu beurteilen, ob natürliche Personen Anspruch auf öffentliche Unterstützungsleistungen und ‑dienste haben, einschließlich Gesundheitsdienstleistungen und wesentlicher Dienstleistungen, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Wohnen, Strom, Heizung/Kühlung und Internet, und ob solche Leistungen und Dienste zu gewähren, einzuschränken, zu widerrufen, zu erhöhen oder zurückzufordern sind;
b) KI-Systemen, die bestimmungsgemäß für die Kreditwürdigkeitsprüfung und Kreditpunktebewertung natürlicher Personen verwendet werden sollen, mit Ausnahme von KI-Systemen, die zur Aufdeckung von Finanzbetrug verwendet werden;
ba) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für Entscheidungen oder zur wesentlichen Einflussnahme auf Entscheidungen darüber, ob eine natürliche Person für eine Kranken- oder Lebensversicherung in Frage kommt, verwendet werden sollen;
c) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß zur Bewertung und Klassifizierung von Notrufen von natürlichen Personen oder für die Entsendung oder Priorisierung des Einsatzes von Not- und Rettungsdiensten, einschließlich Polizei und Strafverfolgungsbehörden, Feuerwehr und medizinischer Nothilfe, sowie für Systeme für die Triage von Patienten bei der Notfallversorgung verwendet werden sollen;
6. Strafverfolgung:
b) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Strafverfolgungsbehörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union als Lügendetektoren und ähnliche Instrumente – sofern deren Verwendung gemäß den relevanten nationalen Rechtsvorschriften und denen der Union zugelassen ist – verwendet werden sollen;
d) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Strafverfolgungsbehörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union zur Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden zur Bewertung der Verlässlichkeit von Beweismitteln im Zuge der Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten verwendet werden sollen;
f) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Strafverfolgungsbehörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union zur Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden zur Erstellung von Profilen natürlicher Personen gemäß Artikel 3 Absatz 4 der Richtlinie (EU) 2016/680 im Zuge der Aufdeckung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten oder im Falle von Organen, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Union gemäß Artikel 3 Nummer 5 der Verordnung (EU) 2018/1725 verwendet werden sollen;
g) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Strafverfolgungsbehörden oder in ihrem Auftrag oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union zur Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden zur Kriminalanalyse natürlicher Personen eingesetzt werden sollen und es den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, große komplexe verknüpfte und unverknüpfte Datensätze aus verschiedenen Datenquellen oder in verschiedenen Datenformaten zu durchsuchen, um unbekannte Muster zu erkennen oder verdeckte Beziehungen in den Daten aufzudecken.
7. Migration, Asyl und Grenzkontrolle:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union als Lügendetektoren und ähnliche Instrumente verwendet werden sollen, sofern ihre Verwendung gemäß den einschlägigen Rechtsvorschriften der Union oder den einschlägigen nationalen Rechtsvorschriften zugelassen ist;
b) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union zur Bewertung eines Risikos verwendet werden sollen, einschließlich eines Sicherheitsrisikos, eines Risikos der irregulären Einwanderung oder eines Gesundheitsrisikos, das von einer natürlichen Person ausgeht, die in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats einzureisen beabsichtigt oder eingereist ist;
c) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union zur Überprüfung der Echtheit von Reisedokumenten und Nachweisunterlagen natürlicher Personen und zur Erkennung unechter Dokumente durch Prüfung ihrer Sicherheitsmerkmale verwendet werden sollen;
d) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union verwendet werden sollen, um zuständige Behörden bei der Prüfung und Bewertung des Wahrheitsgehalts von Nachweisen von Asyl- und Visumanträgen sowie Aufenthaltstiteln und damit verbundenen Beschwerden im Hinblick auf die Feststellung der Berechtigung der den Antrag stellenden natürlichen Personen zu unterstützen;
da) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union in den Bereichen Migration, Asyl und Grenzkontrolle für die Überwachung, Kontrolle oder Verarbeitung von Daten im Zusammenhang mit Grenzkontrolltätigkeiten zur Detektion, Erkennung oder Identifizierung von natürlichen Personen verwendet werden sollen
db) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von zuständigen Behörden oder in deren Namen oder von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union in den Bereichen Migration, Asyl und Grenzkontrolle für die Vorhersage und Prognose von Trends im Hinblick auf Migration, Bewegungen und Grenzübertritte verwendet werden sollen
8. Rechtspflege und demokratische Prozesse:
a) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Justiz- oder Verwaltungsbehörden oder in deren Namen zur Unterstützung einer Justiz- oder Verwaltungsbehörde bei der Ermittlung und Auslegung von Sachverhalten und Rechtsvorschriften und bei der Anwendung des Rechts auf konkrete Sachverhalte verwendet oder auf ähnliche Weise in einem alternativem Streitbeilegungsverfahren eingesetzt werden sollen.
aa) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß verwendet werden sollen, um das Ergebnis einer Wahl oder eines Referendums oder das Wahlverhalten natürlicher Personen bei der Ausübung ihres Wahlrechts bei einer Wahl oder einem Referendum zu beeinflussen. Dies umfasst keine KI-Systeme, deren Ergebnissen natürliche Personen nicht direkt ausgesetzt sind, wie Instrumente zur Organisation, Optimierung und Strukturierung politischer Kampagnen in administrativer und logistischer Hinsicht.
ab) KI-Systeme, die bestimmungsgemäß von Social-Media-Plattformen, die im Sinne des Artikels 33 der Verordnung (EU) Nr. 2022/2065 als sehr große Online-Plattformen gelten, in ihren Empfehlungssystemen verwendet werden sollen, um dem Empfänger der Dienstleistung auf der Plattform verfügbare nutzergenerierte Inhalte zu empfehlen.
Das KI-Gesetz folgt einem risikobasierten Ansatz. Besondere Aufmerksamkeit wird den sogenannten HOCHRISIKO-KI-Systemen gewidmet. Der Anhang III liefert nicht nur die detaillierte Definition, welche KI-Systeme hochriskant sind und strikte staatliche Überwachung/Regulierung benötigen, sondern eine Offenlegung, in welchem massiven Umfang solche Systeme kurz- bis mittelfristig eingesetzt werden. Nur zum Klarstellen – hier wird nicht diskutiert, ob solche KI-Systeme eingesetzt werden, sondern wie der Staat diese Systeme effektiv unter Kontrolle hält.

Die EU-Kommission setzt voraus, dass jedes Individuum in fast allen Bereichen seines Alltags von den HOCHRISIKO KI-Systemen erfasst, bewertet und überprüft wird. Im Ergebnis wird dann mehr oder weniger über sein „Schicksal“ (Ausbildung, Beruflicher Werdegang, Zugang zu Dienstleistungen und finanziellen Mitteln, Bewegungsfreiheit, Rechtschutz, Strafverfolgung, usw.) entschieden. Es stellt sich die Frage, ob das mit dem Europäischen Konzept für Exzellenz und Vertrauen gemeint ist?
Wozu dieses HOCHRISIKO eingehen? Reicht der bereits vorhandene Behörden- und Beamtenapparat nicht mehr aus? Offensichtlich nicht, wenn sowohl der Umfang als auch die Tiefe der Regulierung jedes einzelnen Individuums weiter ausgeweitet werden. Denken wir an Hararis subtile Schlagwortkombination:
Chaos – autoritäre Regime – offene Gesellschaft
Bei einem „robusten und flexiblen Rechtsrahmen“ sind diese Übergänge „fließend“.
Damit diese besorgniserregende Betrachtungsweise nicht die Oberhand in der Öffentlichkeit gewinnt, bemüht sich das KI-Gesetz mit großem Aufwand „einen kohärenten, wirksamen und angemessenen Rahmen zu schaffen, mit dem sichergestellt wird, dass KI so entwickelt wird, dass die Rechte der Menschen geachtet werden und sie ihr Vertrauen verdient – damit ist Europa für das digitale Zeitalter gewappnet und die nächsten zehn Jahre werden zur digitalen Dekade.“
(Quelle: Dokument 1, Kapitel 1.3, Seite 6).Auf der Basis von Expertenwissen (52 renommierte KI-Sachverständige, KI-Allianz aus ca. 4.000 Interessenträgern, extern beauftrage Studien) hat man auf 120 Seiten beschrieben, wie KI-Systeme, insbesondere HOCHRISIKO-KI-Systeme, staatlich kontrolliert und damit als „vertrauenswürdig“ klassifiziert werden.
Spezielle Aufmerksamkeit wird der Einhaltung der Grundrechte gewidmet. Dabei wird die EU-Grundrechtcharta zugrunde gelegt.
Neben den individuellen und gruppenspezifischen Grundrechten enthält das KI-Gesetz auch die Formulierung: Darüber hinaus geht es um das Recht auf ein hohes Umweltschutzniveau und die Verbesserung der Umweltqualität (Artikel 37), auch in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit von Menschen
(Quelle: Dokument 1, Kapitel 1.5, Seite 13).Warum ist das interessant? Nun, ähnliche Ansätze und Formulierungen findet man in dem Entwurf des WHO-Pandemievertrags, der gerade jetzt verhandelt wird. Ein wichtiger Vertragspunkt ist dort der sogenannte ONE-HEALTH-Ansatz. Dieser definiert den Einfluss der Klimaänderung auf die Ökosysteme Umwelt-Tier-Mensch als permanente potentielle Gefahr für das Entstehen von globalen Pandemien. Der WHO-Chef warnt: Neues Virus könnte auftauchen – tödlicher als Corona.
Die Vertragsparteien werden verpflichtet, multisektorale, koordinierte, interoperable und integrierte One-Health-Überwachungssysteme aufzubauen. Wenn die WHO einen Pandemiefall feststellt, dann übernimmt sie die weltweite Kontrolle der Pandemiebekämpfung und definiert für alle Vertragsparteien verbindliche Maßnahmen. Diese können ärztliche Pflichtuntersuchungen, Pflichtimpfungen und Medikationen, Überprüfungen vom Impfstatus, weitreichende Quarantänemaßnahmen, usw. beinhalten. Weitere Details diesbezüglich kann man im Artikel „Der WHO-Pandemievertrag“ nachlesen.
Wie wird der Einsatz von den oben besprochenen HOCHRISIKO-KI Systemen unter solchen Bedingungen wohl aussehen? Welche Grundrechte werden in den Vordergrund und welche in den Hintergrund geraten? Wie wird der Deutsche Ethikrat (siehe dazu auch Vulnerabilität und Resilienz in der Krise – Ethische Kriterien für Entscheidungen in einer Pandemie) entscheiden? Was meinen Sie?
Neben solchen Hardcore-Szenarien werden wir kurzfristig zunehmend mit diversen “Soft“- Ausführungen konfrontiert. Ein konkretes Beispiel stellt die Debatte um die 15-Minuten Städte dar. In der Frankfurter Rundschau lesen wir diesbezüglich: „Die Grundidee ist einfach: Die Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen sollen sich innerhalb ihrer Stadt weniger bewegen müssen, weil sie alle wichtigen Orte in 15 Minuten erreichen, und damit Klima und Nerven schonen. Bei der 15-Minuten-Stadt geht es nicht darum, die Bürger einzusperren oder einzuschränken, sondern ihnen Zeit zu verschaffen. Es geht nicht darum, Bewegung zu verhindern, sondern darum, jedem die Wahl zu lassen, sich zu bewegen. Das Konzept ist ein Vorschlag für „glückliche Nähe“, nicht für ein Gefängnis“.
Wer etwas anderes behauptet, ist ein Verschwörungstheoretiker. Wie man die Leute dazu bringen will, sich weniger mit dem Auto zu bewegen, sieht man in der britischen Stadt Oxford. Hier will man ab 2024 für sechs Monate ein Kameraüberwachungssystem (Traffic Filter) testen, dass Fahrverbote für Autos in einigen Streckenabschnitten der Stadt kontrollieren soll. Wie die lokalen Politiker versuchen, diese Idee der lokalen Bevölkerung „schmackhaft“ zu machen, kann man in diesem kurzen Videobeitrag sehen:
Die „glückliche Nähe“ und die Wahl sich zu bewegen, wird also vorerst mit Strafzetteln „konditioniert“. Wie die Konditionierung bei Wiederholungstätern oder später ausfallen soll, wird hier nicht diskutiert.
Ob ein HOCHRISIKO-KI-System als konform und vertrauenswürdig gemäß dieses KI-Gesetzes klassifiziert wird, ist das eine. Viel wichtiger ist jedoch, wie vertrauenswürdig die politischen Machtstrukturen sind, die die Entwicklung solcher Systeme beauftragen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für deren Einsatz definieren und die Art und Weise, wie sie die Rahmenbedingungen unter bestimmten Situationen interpretieren bzw. modifizieren. In dem KI-Gesetz sucht man vergeblich nach einer Antwort auf dieser Frage.
“Du wirst nicht danach beurteilt,
was du sagst, sondern was du tust.“
Rosa LuxemburgUnd wie wird ChatGPT im Hinblick des KI-Gesetzes behandelt? Neue Dienste wie ChatGPT sollen demnach zwar nicht von vornherein als hochriskant eingestuft, aber trotzdem besonders streng reguliert werden. Betreiber von KI-Basismodellen, die auf einer umfangreichen Menge nicht-kategorisierter Daten im großen Stil trainiert wurden, müssten aber vorhersehbare Risiken für Gesundheit, Sicherheit, Grundrechte, Umwelt, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unter Einbeziehung unabhängiger Experten prüfen und gegebenenfalls abmildern. Ihre Modelle müssen sie in der EU-Datenbank registrieren, bevor sie auf den EU-Markt kommen. Generative KI-Systeme, die auf solchen Modellen beruhen, wie ChatGPT, müssten Transparenzanforderungen erfüllen (und offenlegen, dass die Inhalte von KI generiert wurden, was auch dazu beiträgt, sogenannte Deep-Fake-Bilder von echten Bildern zu unterscheiden) und Schutzmaßnahmen gegen die Generierung illegaler Inhalte gewährleisten. Detaillierte Zusammenfassungen der urheberrechtlich geschützten Daten, die für ihr Training verwendet wurden, müssten ebenfalls öffentlich zugänglich gemacht werden.
[Quelle: Europäisches Parlament]KI-Bot – Manipulation
KI-Oracle – Kontrolle – Macht
Illusionen – Wahlen – Klimawandel – Impfstoffe – Schaden
Medikamente SICHER – Biotech-Labore SICHER – KI muss SICHER seinAuch hier folgen die EU-Abgeordneten der Logik des WEF-Beraters Harari.
Wie wird wohl ChatGPT auf Fragen bezüglich der Corona-Maßnahmen der letzten Jahre, oder bezüglich der Zulassung, Effektivität und Nebenwirkungen von mRNA-Impfstoffen oder bezüglich des CO2-Fußabdrucks von E-Autos oder zum Ukraine-Krieg antworten?
Die Antworten sind letztendlich egal, solange diese im Einklang mit dem jeweils geltenden Gesundheits-, Sicherheits-, Grundrechte-, Umwelt-, Demokratie- und Rechtsstaatlichkeitsnarrativ sind.
Einige Beispiele wie das bereits in die Praxis umgesetzt wird, kann man in dem Artikel „Nationale Sicherheitsstrategie – Fragen an ChatGPT“ nachlesen.
Damit ist Europa für das digitale Zeitalter gewappnet und die nächsten zehn Jahre werden zur digitalen Dekade.
Quellen (Stand 01.09.2023)
15-Minuten Stadt, AI, AI Act, Artificial Intelligence, Überwachung, Biometrie, biometrische Systeme, biometrischer Identifizierung, ChatGPT, CO2-Fußabdruck, Hochrisiko-KI, Künstliche Intelligenz, KI, KI-Forschung, KI-Orakel, KI-Systeme, KI-Technologie, KI-Tools, KI-Verordnung, Klimawandel, Sicherheitsstrategie, vertrauenswürdige KI, Yuval Noah Harari -
Der WHO-Pandemievertrag

Nächster Meilenstein zur Neuen Normalität.

Für viele Menschen ist die beginnende mediale Aufarbeitung der Corona-Zeit ein Hoffnungsschimmer am Ende eines langen dunklen Tunnels. Die schlechte Nachricht, das Licht am Ende des Tunnels ist der Zug, der gerade auf uns zurollt in Form des Pandemievertrags der WHO.
Am 1. Dezember 2021 haben sich die 194 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Beginn des Prozesses der Ausarbeitung und Aushandlung eines internationalen Pandemievertrages zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion geeinigt.
Auf dem YouTube-Kanal der WHO wird für dieses komplexes Unterfangen wie folgt beworben:
Mit den Postulaten „Nobody is safe until everyone is safe” und „There will be other pandemics and other major health emergencies” erklärt die WHO die Etablierung eines völkerrechtlich rechtsverbindlichen internationalen Pandemieinstrumentes als alternativlos.
Und wenn es um „alternativlose Entscheidungen“ geht, gibt es niemanden, der es besser erklären kann als die ehemalige Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel:
Weiterhin soll der WHO-Pandemievertrag das Konzept „One Health“ (Eine Gesundheit) fördern, bei dem die Gesundheit von Menschen, Tieren und unserem Planeten miteinander verbunden werden.
Vom 21.05. – 28.05.2023 wurde die neue Gesundheitsvorschrift (International Health Regulation-IHR) der WHO auf Antrag der USA in Genf verhandelt. Der Pandemievertrag, der dann im Mai 2024 beschlossen werden soll und derzeit im Entwurf vorliegt, wurde im Mai 2023 damit weiter konkretisiert.
In Anbetracht der planetarischen Bedeutung und Tragweite, des sich noch in Verhandlung befindlichen WHO-Pandemievertrags, ist es erstaunlich, wie wenig im öffentlichen Raum zu diesem Thema debattiert wird. Politische und öffentliche Diskussionen, Beratungen durch das Parlament, usw. ???… momentan Fehlanzeige.
Um sich eine Meinung über den aktuellen Entwurf des WHO-Pandemievertrags zu bilden, ist es am besten, wenn man sich selbst die betreffenden aktuellen WHO-Dokumente genauer anschaut.
Dabei handelt es sich um folgende WHO-Dokumente:
Dokument 1: Zero draft of the WHO CA+ for the consideration of the Intergovernmental Negotiating Body at its fourth meeting
[Null-Entwurf der WHO CA+ zur Prüfung durch das Zwischenstaatliche Verhandlungsgremiums auf seiner vierten Sitzung — WHO-Konvention, -Übereinkommen oder anderes internationales Instrument zur Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion („WHO CA+“)]Dokument 2: IGV (Internationale Gesundheitsvorschriften) – Anpassungen
Article-by-Article Compilation of Proposed Amendments to the International Health Regulations (2005) submitted in accordance with decision WHA75(9) (2022)
[Artikel-für-Artikel-Zusammenstellung von Änderungsvorschlägen zu den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005), vorgelegt in Übereinstimmung mit dem Beschluss WHA75(9) (2022)]Im Nachfolgenden werden einige Punkte aus den beiden WHO-Dokumenten genauer analysiert.
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel I Einleitung
Artikel 1. Definitionen und Verwendung von Begriffen (S.9)(b)„Pandemie“ bezeichnet die globale Ausbreitung eines Krankheitserregers oder einer Variante, die menschliche Populationen mit eingeschränkter oder fehlender Immunität durch anhaltende und hohe Übertragbarkeit von Person zu Person infiziert, die Gesundheitssysteme mit schwerer Morbidität und hoher Sterblichkeit überwältigt und soziale und wirtschaftliche Störungen verursacht, die eine effektive nationale und globale Zusammenarbeit und Koordination zu ihrer Kontrolle erfordern;
Die WHO setzt „eingeschränkte oder fehlende Immunität der menschlichen Population“ mit fehlender Herdenimmunität gleich. Zum Thema „Herdenimmunität“ lesen wir auf der WHO-Seite die derzeit aktuelle Definition:
„Herdenimmunität“, auch bekannt als „Populationsimmunität“, ist der indirekte Schutz vor einer Infektionskrankheit, der eintritt, wenn eine Bevölkerung entweder durch Impfung oder durch eine frühere Infektion entwickelte Immunität immun ist. Die WHO unterstützt das Erreichen einer „Herdenimmunität“ durch Impfung und nicht dadurch, dass eine Krankheit sich in irgendeiner Bevölkerungsgruppe ausbreitet, da dies zu unnötigen Fällen und Todesfällen führen würde.
Diese Definition impliziert die Schlussfolgerung, dass eine globale Pandemie erst nachdem ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung geimpft ist, beendet werden kann. Die natürliche Immunität wird von der WHO hiermit bewusst in den Hintergrund gedrängt, obwohl bereits bekannt ist, dass in vielen Fällen (z.B. bei Covid-19) die natürliche Immunität nach Erkrankung offenbar länger anhält als Impfschutz.
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel III. Erreichen von Gerechtigkeit in, für und durch Pandemieprävention, -vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung von Gesundheitssystemen
Artikel 9 Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten / Punkt 8 (S.16)Jede Vertragspartei setzt gegebenenfalls internationale Standards für Laboratorien und Forschungseinrichtungen, die Arbeiten zur gentechnischen Veränderung von Organismen durchführen, um deren Pathogenität und Übertragbarkeit zu erhöhen, um und wendet diese an, überwacht sie und erstattet darüber Bericht, um eine unbeabsichtigte Freisetzung dieser Krankheitserreger zu verhindern. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Maßnahmen keine unnötigen administrativen Hürden für die Forschung schaffen.
Dieser Vertragspunkt bestätigt die Tatsache, dass es Labor- und Forschungseinrichtungen gibt, die Gain-of-Function Forschung betreiben, die Krankheitserreger mit erhöhter Pathogenität und Übertragbarkeit erschaffen, die potenziell die Voraussetzungen für eine Pandemie internationaler Tragweite schaffen können.
Erinnern wir uns an die kontroverse Debatte über den Ursprung von SARS-CoV-2.
In der Tat weist das Spike-Protein von SARS-CoV-2 einige bemerkenswerte Eigenschaften auf. Mehr dazu findet man im Artikel „Das Spike Protein im Fokus“.
An dieser Stelle ist es interessant zu sehen, wer die Hauptgeldgeber der WHO sind.

Quelle: WHO – Freiwillige Beiträge – Spezifiziert Die Bill & Melinda Gates Foundation zusammen mit der GAVI Alliance (früher: Global Alliance for Vaccines and Immunization) sind die größten Geldgeber der WHO. Damit dürfte klar sein, wofür die Organisation steht. Besonders spannend in diesem Kontext sind die Gavi-Mitglieder Bill & Melinda Gates Foundation, die der Impfallianz Gavi bereits mehrere hundert Millionen US-Dollar gespendet hat.
Wer zahlt, bestimmt die Musik. Am 30.01.2023 sagte Bill Gates in einem Interview in der Sendung 7.30 auf ABC TV folgendes: „Wir werden natürliche Epidemien haben und leider werden wir in Zukunft möglicherweise einige unnatürliche Epidemien haben.“
Quelle: ABC News Die Statements „Nach der Pandemie ist vor der Pandemie“ oder „Keiner ist sicher, bis alle sicher sind.“ erscheinen hiermit in einem etwas anderen Licht…
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel III. Erreichen von Gerechtigkeit in, für und durch Pandemieprävention, -vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung von Gesundheitssystemen
Artikel 9 Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten / Punkt 5&6 (S.16)Die Vertragsparteien richten spätestens am XX unter Bezugnahme auf bestehende Modelle einen globalen Entschädigungsmechanismus für Schäden infolge von Pandemie-Impfstoffe ein.
Bis zur Einrichtung eines solchen globalen Entschädigungsmechanismus ist jede Vertragspartei bestrebt, in Verträgen über die Lieferung oder den Kauf von Produkten im Zusammenhang mit der Pandemie, Käufer-/Empfänger-Schadensersatzklauseln von unbestimmter oder übermäßiger Dauer auszuschließen.
Offensichtlich rechnet man schon bei einer globalen Impfkampagne mit einem nicht unerheblichen Prozentsatz an Schäden, die durch die Pandemie-Impfstoffe entstehen. Warum sollte man sonst von einem globalen Entschädigungsmechanismus sprechen und bis dessen Einrichtung Entschädigungsklauseln möglichst ausschließen? Man nimmt Kollateralschäden in Kauf, bis alle sicher sind?
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel V. Koordinierung, Zusammenarbeit und Kooperation für Pandemieprävention, Vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung des Gesundheitssystems
Artikel 17. Stärkung der Pandemie- und Gesundheitskompetenz / Punkt 1&2 (S.23)Die Vertragsparteien verpflichten sich, die Wissenschaft, die öffentliche Gesundheit und die Pandemiekompetenz in der Bevölkerung sowie den Zugang zu Informationen über Pandemien und ihre Auswirkungen zu verbessern und gegen falsche, irreführende, fälschliche oder desinformierende Informationen vorzugehen, auch durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit. In dieser Hinsicht wird jede Vertragspartei ermutigt:
(…)
regelmäßige Beobachtung und Analyse sozialer Netzwerke, um die Verbreitung und die Profile von Fehlinformationen zu ermitteln, die dazu beitragen, Kommunikations- und Nachrichten-strategien für die Öffentlichkeit zu entwerfen, um Fehlinformationen, Desinformationen und Falschnachrichten entgegenzuwirken und so das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken;
(…)
Die Vertragsparteien leisten einen Beitrag zur Erforschung der Faktoren, die die Einhaltung von Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und im sozialen Bereich, das Vertrauen in und die Akzeptanz von Impfstoffen, die Verwendung geeigneter Therapeutika und das Vertrauen in die Wissenschaft und in staatliche Einrichtungen behindern, und informieren die Politik darüber.Versucht man hiermit, jegliche Diskussionen im öffentlichen Raum zum Thema Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion zu unterbinden? Soll „politischer Druck“ auf „Faktoren“ ausgeübt werden, die bestimmte Maßnahmen und Aktionen der WHO hinterfragen könnten? Will man damit jeglichen wissenschaftlichen Diskurs im Keim ersticken? Wovor hat man so viel Angst? Sind solche Vertragsklauseln noch mit einer demokratischen Gesellschaftsordnung vereinbar? Wer bestimmt den Wahrheitsgehalt von Informationen? Nach welchen Kriterien werden Informationen zu diesem Thema auf Wahrheitsgehalt bestimmt?
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel V. Koordinierung, Zusammenarbeit und Kooperation für Pandemieprävention, Vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung des Gesundheitssystems
Artikel 18. One Health (S.24)Die Vertragsparteien erkennen an, dass die meisten neu auftretenden Infektionskrankheiten und Pandemien durch Zoonoseerreger verursacht werden, und verpflichten sich, im Zusammenhang mit der Pandemieprävention, -vorsorge, -reaktion und -wiederherstellung der Gesundheitssysteme einen One-Health-Ansatz zu fördern und umzusetzen, der kohärent, integriert und koordiniert ist und bei dem alle relevanten Akteure zusammenarbeiten, wobei die bestehenden Instrumente und Initiativen angewendet werden.
Mit dem Ziel, die menschliche Gesundheit zu schützen und Gesundheitsgefahren zu erkennen und zu verhüten, fördern und verstärken die Vertragsparteien die Synergien zwischen der sektorübergreifenden und transdisziplinären Zusammenarbeit auf nationaler Ebene und der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, um Krankheitserreger mit pandemischem Potenzial an der Schnittstelle zwischen den Ökosystemen von Mensch, Tier und Umwelt zu ermitteln, eine Risikobewertung durchzuführen und sie gemeinsam zu nutzen, wobei sie deren gegenseitige Abhängigkeit anerkennen.
Die Vertragsparteien werden Maßnahmen ermitteln und in die relevanten Pandemie-präventions- und -bereitschaftspläne aufnehmen, die sich mit den Triebkräften für das Auftreten und Wiederauftreten von Krankheiten an der Schnittstelle zwischen Mensch, Tier und Umwelt befassen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Klimaänderungen, Landnutzungsänderungen, Handel mit Wildtieren, Wüstenbildung und Antibiotikaresistenz.
Die Vertragsparteien verpflichten sich, die Synergien mit anderen bestehenden relevanten Instrumenten zu verstärken, die sich mit den Triebkräften von Pandemien befassen, wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Verschlechterung der Ökosysteme und erhöhte Risiken an der Schnittstelle Mensch-Tier-Umwelt aufgrund menschlicher Tätigkeiten.
Die Vertragsparteien verpflichten sich, multisektorale, koordinierte, interoperable und integrierte One-Health-Überwachungssysteme auszubauen und die Laborkapazitäten zu stärken, um die Risiken und das Auftreten von Krankheitserregern und Varianten mit Pandemiepotenzial zu erkennen und zu bewerten, um Spillover-Ereignisse, Mutationen und die Risiken im Zusammenhang mit zoonotischen, vernachlässigten Tropenkrankheiten und vektorübertragenen Krankheiten zu minimieren und zu verhindern, dass kleine Ausbrüche bei Wildtieren oder Haustieren zu einer Pandemie werden.
An dieser Stelle sollte jeder Landwirt und Tierzüchter, aber auch jeder Hobby-Gärtner und Hobby-Tierzüchter, der Nahrungsmittel für den Eigenbedarf produziert und sich autark versorgen möchte, hellhörig werden. Wie diese Vertragsklauseln in der Praxis angewendet werden, kann man in dem Artikel „Nahrung als Waffe“ nachlesen.
IGV – Anpassungen
Artikel 1 Definitionen (S.2)
NEUER Artikel 13A WHO-geführte internationale Reaktion auf die öffentliche Gesundheit (S.12)„Ständige Empfehlung“ ist eine von der WHO gemäß Artikel 16 herausgegebene Empfehlung für bestimmte laufende Risiken im Bereich der öffentlichen Gesundheit in Bezug auf geeignete Gesundheitsmaßnahmen, die routinemäßig oder regelmäßig anzuwenden sind, um die internationale Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern oder einzudämmen und die Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs zu minimieren;
„Vorläufige Empfehlung“ ist eine Empfehlung, die von der WHO gemäß Artikel 15 für eine zeitlich begrenzte, risikospezifische Anwendung als Reaktion auf eine gesundheitliche Notlage von internationalem Belang herausgegeben wird, um die internationale Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern oder einzudämmen und Störungen des internationalen Verkehrs zu minimieren;
Die Vertragsstaaten erkennen die WHO als leitende und koordinierende Behörde für internationale Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit bei internationalen gesundheitlichen Notfällen an und verpflichten sich, die Empfehlungen der WHO bei ihren internationalen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu befolgen.
Damit wird klargestellt, dass alle so genannten Empfehlungen der WHO für alle Vertragsparteien verpflichtend sind. Effektiv bedeutet dies, dass die WHO die Kontrolle und die Entscheidungsmacht übernimmt und die verantwortlichen Behörden der einzelnen Vertragsparteien lediglich eine ausführende Funktion haben.
IGV – Anpassungen
Artikel 12 Bestimmung eines gesundheitlichen Notfalls von internationaler Tragweite, Gesundheitsnotstand von regionaler Tragweite oder Zwischenalarm (S.9)
Artikel 48 (S.26)Der Generaldirektor bestimmt auf der Grundlage der Informationen, die er insbesondere von dem Vertragsstaat erhält, in dessen Hoheitsgebiet sich ein Ereignis ereignet, ob ein Ereignis gemäß den Kriterien und dem Verfahren eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellt, und zwar in Übereinstimmung mit den in dieser Ausführungsordnung festgelegten Kriterien und dem darin vorgesehenen Verfahren.
Ist der Generaldirektor aufgrund einer Beurteilung nach dieser Ausführungsordnung der Auffassung, dass eine potentielle oder tatsächliche gesundheitliche Notlage von internationalem Belang vorliegt, so unterrichtet er alle Vertragsstaaten und bemüht sich, den Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet das Ereignis eintritt, zu dieser vorläufigen Feststellung zu konsultieren; er kann nach dem Verfahren des Artikels 49 die Stellungnahme des nach Artikel 48 eingesetzten Ausschusses (im Folgenden als „Notfallausschuss“ bezeichnet) einholen.
Der Generaldirektor richtet einen Notfallausschuss ein, der auf Ersuchen des Generaldirektors Stellung nimmt zu Folgendem:
(a) die Feststellung, ob ein Ereignis eine gesundheitliche Notlage von internationalem Belang darstellt, auf der Grundlage der Artikel 1, 2 und 12.4;
(…)Der Notfallausschuss setzt sich aus Experten zusammen, die frei von Interessenkonflikten sind und vom Generaldirektor aus der IGV-Expertenliste und gegebenenfalls aus anderen beratenden Expertengremien der Organisation sowie aus Regionaldirektoren aus allen betroffenen Regionen ausgewählt werden.
Der Generaldirektor wählt die Mitglieder des Notfallausschusses auf der Grundlage der für eine bestimmte Sitzung erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung und unter gebührender Berücksichtigung der Grundsätze einer ausgewogenen Alters-, Geschlechter- und geografischen Vertretung und des ausgewogenen Geschlechterverhältnisses aus und verlangt eine Schulung in dieser Verordnung vor der Teilnahme.
Laut diese Vertragsklausel konzentriert sich die Entscheidungsmacht auf den Generaldirektor der WHO. Er richtet zwar einen Notfallausschuss aus Experten ein, die Mitglieder wählt er aber selbst und diese müssen vor Antritt zu einer verpflichtenden Schulung. Bedeutet dies, dass die Experten dabei „auf Linie“ gebracht werden? Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte:

Quelle: https://twitter.com/DrTedros/status/1515010722538954756 Soviel zu dem Thema „Experten, die frei von Interessenkonflikten“ sind.
IGV – Anpassungen
Artikel 18 Empfehlungen in Bezug auf Personen, Gepäck, Fracht, Behälter, Beförderungsmittel, Waren und Postpaketen (S.16)
Artikel 31 Gesundheitliche Maßnahmen bei der Einreise von Reisenden (S.19)Die von der WHO an die Vertragsstaaten ausgesprochenen Empfehlungen in Bezug auf Personen können die folgenden Hinweise enthalten:
- Überprüfung der Reisevorgeschichte in betroffene Gebiete;
- Überprüfung des Nachweises der ärztlichen Untersuchung und etwaiger Laboranalysen;
- ärztliche Untersuchungen verlangen;
- Überprüfung des Nachweises einer Impfung oder einer anderen Prophylaxe;
- Impfung oder sonstige Prophylaxe vorschreiben;
- verdächtige Personen unter Beobachtung der öffentlichen Gesundheit stellen;
- Durchführung von Quarantäne- oder anderen Gesundheitsmaßnahmen für verdächtige Personen;
- erforderlichenfalls Isolierung und Behandlung der betroffenen Personen;
- die Rückverfolgung von Kontaktpersonen verdächtiger oder betroffener Personen durchzuführen;
- Verweigerung der Einreise von verdächtigen und betroffenen Personen;
- Verweigerung der Einreise nicht betroffener Personen in die betroffenen Gebiete;
- Durchführung von Ausreisekontrollen und/oder Beschränkungen für Personen aus den betroffenen Gebieten.
Eine invasive medizinische Untersuchung, Impfung oder sonstige Prophylaxe darf nicht als Bedingung für die Einreise eines Reisenden in das Hoheitsgebiet eines Vertragsstaats verlangt werden, mit der Ausnahme, dass diese Durchführungsbestimmungen vorbehaltlich der Artikel 32, 42 und 45 die Vertragsstaaten nicht daran hindern, eine ärztliche Untersuchung, eine Impfung oder sonstige Prophylaxe oder einen Nachweis der Impfung oder sonstigen Prophylaxe in Papierform oder in digitaler Form zu verlangen, wenn dies erforderlich ist, um festzustellen, ob eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit besteht;
Diese Vertragsklauseln können unter Umständen dazu verwendet werden, um drastische Maßnahmen wie Impfpflicht, Isolation, Einschränkung der Bewegungsfreiheit usw. auf nationaler und internationaler Ebene gesetzlich durchzusetzen. Es ist zwar eine Empfehlung der WHO, die jedoch laut Artikel 13A für die Vertragsparteien verpflichtend ist. Man will also global dort weitermachen, wo man bei Covid-19 aufgehört hat und dabei noch eine Schippe draufsetzen.
Daher wäre jede so genannte „Aufarbeitung der Corona-Politik“ (wenn sie überhaupt stattfindet) nichts anderes als reine Beschäftigungstherapie.
IGV – Anpassungen
Neuer Artikel 13A: Zugang zu Gesundheitsprodukten, Technologien und Know-how für Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit / Punkt 6 (S.13)
Artikel 16 Ständige Empfehlungen (S.15)Die WHO ergreift Maßnahmen, um …
- Eine Liste der vorgeschriebenen Gesundheitsprodukte zu erstellen und zu veröffentlichen.
- Die Ausarbeitung geeigneter ordnungspolitischer Leitlinien für die rasche Zulassung von qualitativ hochwertigen Gesundheitsprodukten, einschließlich der Entwicklung eines kohärenten Immunogenitätsschutzes (ICP) für Impfstoffe zu gewährleisten.
- Überprüfung und regelmäßige Aktualisierung der bei der WHO gelisteten Behörden, um die entsprechenden Zulassungen zu erleichtern.
- In ihrem Plan für die Zuteilung von Gesundheitsprodukten bestimmt die WHO unter anderem die Empfänger von Gesundheitsprodukten, einschließlich des Gesundheitspersonals, der Beschäftigten an vorderster Front und der gefährdeten Bevölkerungsgruppen, und legt die erforderliche Menge an Gesundheitsprodukten für eine wirksame Verteilung an die Empfänger in allen Vertragsstaaten fest.
Die WHO kann gemäß Artikel 53 ständige Empfehlungen für geeignete Gesundheitsmaßnahmen abgeben, die routinemäßig oder in regelmäßigen Abständen anzuwenden sind.
Solche Maßnahmen können von den Vertragsstaaten in Bezug auf Personen, Gepäck, Fracht, Container, Beförderungsmittel, Waren und/oder Postpakete für spezifische, andauernde Risiken für die öffentliche Gesundheit angewandt werden (…)
Zero draft of the WHO CA+
Kapitel III. Erreichen von Gerechtigkeit in, für und durch Pandemieprävention, -vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung von Gesundheitssystemen
Artikel 8. Stärkung der Regulierung (S.15)Die Vertragsparteien überwachen und regeln gegebenenfalls den Umgang mit minderwertigen und gefälschten Produkten im Zusammenhang mit einer Pandemie durch die bestehenden Mechanismen der Mitgliedstaaten für minderwertige und gefälschte medizinische Produkte.
Mit anderen Worten schreibt die WHO vor, welche Medikation stattfinden soll, kontrolliert die schnelle Zulassung von neuen Impfstoffen, definiert die Empfänger der Medikation (i.e. Impfung) sowie die Dauer und gegebenenfalls den Zyklus der Medikation (i.e. regelmäßige Impfauffrischung usw.). Alternative Medikationsansätze, die von der WHO nicht zugelassen sind, können als „minderwertig“ oder „gefälscht“ klassifiziert und entsprechend aus dem Verkehr gezogen werden.
Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Regelmäßige „Deja-vu“ Erlebnisse sind vorprogrammiert.
Der interessierte Leser kann problemlos viele weitere interessante Formulierungen in den oben gelisteten WHO-Dokumenten finden. Die hier vorgestellten Auszüge aus dem Pandemievertragsentwurf sind jedoch für folgende Schlussfolgerungen ausreichend:
- Die WHO hat absolut kein Interesse, die natürliche Immunität der Weltbevölkerung zu fördern. Stattdessen fokussiert man sich, auf die rasche Entwicklung und schnelle Zulassung von neuartigen Medikamenten (in erster Linie Impfstoffe) ohne langjährige Tests.
- Durch die Massenanwendung von solchen Präparaten nimmt man bewusst Impfschäden in Kauf.
- Die WHO betrachtet Pandemien als zyklisches immer wiederkehrendes Phänomen (nach der Pandemie ist vor der Pandemie).
- Im Rahmen des ONE Health Ansatzes erweitert die WHO die möglichen Ursachen für einen Gesundheitsnotstandes von internationaler Tragweite mit der Einbeziehung von Klimaänderungen, Landnutzungsänderungen, Tierzucht usw. Dieser Gedankenansatz bietet wesentlich mehr „kreative“ Möglichkeiten im Namen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, Notfallsituationen lokaler und globaler Tragweite mit allen damit verbundenen Konsequenzen auszurufen.
- Der Pandemievertrag ist rechtlich bindend für alle Vertragsparteien.
- Es besteht kein Interesse an öffentlichen Debatten und Diskussionen zu den entsprechenden WHO-Maßnahmen. Noch mehr – diese sollen möglichst im Keim erstickt werden.
- Der Generaldirektor der WHO definiert, ob es sich bei einem Ereignis, um eine globale Pandemie handelt. In so einem Fall definiert die WHO und nicht die lokalen Regierungen, welche Maßnahmen ergriffen werden, welche Medikation in welchen Mengen und wie lange angewendet werden soll. Nur die WHO kann das Ende einer Pandemie ausrufen. Die Regierungsbehörden der einzelnen Staaten agieren „souverän“ bei der Umsetzung der WHO “Empfehlungen“.
- Die WHO ist keine unabhängige Organisation. Aktuell sind Ihre größten Finanziers die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung (direkt und indirekt durch die GAVI Impfallianz). Inwieweit so eine Organisation frei von Interessenkonflikten sein kann, ist fraglich.
- Bei „zyklisch wiederkehrenden“ Extremsituation wie Pandemien wird die Kontrolle von kritischen Bereichen des Alltagslebens der Weltbevölkerung durch die WHO übernommen. Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit, in grundlegende Menschenrechte und Grundfreiheiten sind dann an der Tagesordnung. Im weitesten Sinne agiert die WHO unter solchen Bedingungen als eine „Weltregierung“, die nicht von der Bevölkerung der 194 Vertragsparteien demokratisch gewählt wurde.
Kenner des französischen Philosophen Michel Foucault und dessen Definition der Begriffe Bio-Macht bzw. Biopolitik wissen, dass „die Machttransformationen, die sich z.B. in Extremsituationen“ wie Seuchen oder Pandemien “entwickeln und verfestigten, nicht als Ausnahmefälle“ zu betrachten sind, „sondern als die Geburten und In-Kraft-Setzungen neuer allgemeingültiger und auch nach der Seuche weiter geltenden Verhältnisse“.
Es geht um das Entstehen und Verfestigen der neuen Machtparadigma und dessen Normalisierung. Siehe dazu Foucault: In der Seuche die Disziplinarmacht.Der Artikel „Die Corona-Pandemie – Möge die Bio-Macht mit Dir sein“ unternimmt den Versuch, die Ereignisse der letzten 3 Jahre unter Einbeziehung der Wesensmerkmale der modernen Biopolitik zu erklären.
Der WHO-Pandemievertrag verwendet die Corona-Pandemie als Blaupause für die Einführung von neuen biopolitischen Regulierungsnormen und deren globalen Standardisierung. So wie es momentan aussieht, wird jedes Individuum weltweit spätestens ab Mai 2024 an diesen neuen Regulierungsnormen im biopolitischen Sinne gemessen und bewertet. Wenn man dann der neuen WHO-Regulierungsnormen entspricht und diese bedingungslos befolgt – wird man gefördert bzw. in der globalen Solidaritätsfamilie inkludiert. Wenn man den neuen WHO-Regulierungsnormen nicht entspricht und nicht bedingungslos befolgt, wird man aus der solidarischen Weltgemeinschaft exkludiert.
Der Pandemievertag soll ein Meilenstein für die globale einheitliche Anwendung der Biopolitik mit allen ihren Facetten bilden. Das ist die Neue Normalität, in die man die Bevölkerung der 194 Mitgliedsländer der WHO überführen will.
Ist das die neue Welt, in der Sie leben wollen?
Ist das die Welt, die Sie ihren Nachkommen hinterlassen möchten?
Die Entscheidung liegt bei Ihnen!
Quellen (Stand vom 01.09.2023)
Bill & Melinda Gates Foundation, Bill Gates, Biopolitik, Corona, Covid-19, Gain-of-Function, GAVI, Gesundheitsmaßnahmen, Herdenimmunität, Impfpass, Impfpflicht, Impfschäden, Impfung, International Health Regulation, Klimawandel, Mensch Tier Umwelt, One Health, Pandemie, Pandemieprävention, Pandemievertrag, Patientenakte, Quarantäne, SARS-CoV-2, Tedros Ghebreyesus, Weltgesundheitsorganisation, WHO, Zero draft of the WHO CA+, Zoonose -
Nahrung als Waffe


Wie weit würdest du gehen, wenn du hungrig bist? Was meinst du? Ich behaupte, du kannst diese Frage nicht beantworten, wenn du nicht schon mal wirklich hungrig gewesen bist. Ich meine richtig hungrig, wirklich richtig hungrig, wenn du tagelang nichts gegessen hast oder wochenlang nur sehr sehr wenig. Wenn du wirklich Hunger hast, kannst du an nichts anderes mehr denken als an Essen. Das ist ein biologisches Überlebensprogramm, festgeschrieben in unseren Genen.
»Wer das Öl kontrolliert, ist in der Lage, ganze Nationen zu kontrollieren; wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen.« Henry Kissinger
Ernst Wolff in „SIE planen unseren Untergang!“ vom 29.01.2023:
- Food Chain Reaction
- Landwirtschaft 4.0 und die Abhängigkeit von Hochtechnologien
- Dünger-Knappheit
- Nahrungsproduktion wird reduziert oder eingestellt
- Kontrolle der WHO über die Lebensmittel im „Namen der Gesundheit“
- Kontrolle über Ackerland und Lebensmittel im „Namen des Klimas“
- Kontrolle über Ackerland durch Verschiebung der Besitzeigentümer
- „Zufällige“ Brände
- Kontamination von Agrarland und Ernte
- Giving to Amplify Earth Action (GAEA)
- Zu guter Letzt eine Experten-Empfehlung

1) Food Chain Reaction
Hast du schon mal von der Food Chain Reaction Übung gehört? Diese Übung fand im November 2015 statt in Washington D.C. am Hauptsitz des „World WildlifeFund“ (WWF). Ziel der Übung war eine detailgetreue Simulation einer Welternährungskrise, die 2020 beginnen und bis 2030 andauern würde. 65 Teilnehmer kamen zusammen, darunter politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer aus den USA, Brasilien, China, Indien, Europa und Afrika, vor allem also aus den Ländern, die die meisten Nahrungsmittel produzieren. Sie bildeten sechs Teams. Das siebte Team vertrat Unternehmen und Investoren, und das achte Team repräsentierte multilaterale Institutionen wie die Weltbank, die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen.
Entworfen wurde die Simulation von dem:
Center for American Progress (CAP)
Laut Wikipedia eine politische „think tank“ Organisation, die politisch relevante Forschung für praktische Probleme des politischen Zeitgeschehens betreibt und ihre Ergebnisse in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen sucht, einerseits durch die Medien, andererseits durch Lieferung von konkreten Vorschlägen an Politiker in Regierung und Parlament. Zu den Gründern dieser Organisation gehören u.a. John Podesta und George Soros.World Wildlife Fund (WWF), das eng mit dem WEF zusammenarbeitet.
Wer mehr zur WWF-Arbeitsweise erfahren möchte, wird hier fündig. Prinz Philip war ab 1961 Präsident des WWF Großbritannien, über 15 Jahre WWF-Präsident und bis zu seinem Tod 2021 WWF-Ehrenpräsident, ging gerne mal auf Großwildjagd, bevor er Naturschützer wurde. Ebenso ein Liebhaber der Großwildjagd – König Juan Carlos, auch Ehrenpräsident des WWF.Cargill, dass zu den weltweit größten Unternehmen zählt und Partner vom WEF ist.
Mars Inc., die Familie Mars ist die zweitreichste der Welt.
Durchgeführt wurde die Simulation von der CNA Corporation (Center for Naval Analyses). Das CNA ist ein von der US-amerikanischen Regierung gefördertes Forschungs- und Entwicklungszentrum der US Navy und des US Marine Corps.
Und… kommt dir das irgendwie bekannt vor? Wir erinnern uns an Event 201. Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es schon fast wieder lustig.
Die wichtigsten Details dieser Übung werden in einem Werbefilm präsentiert, den das Metanoia Magazin (ehemals ExpressZeitung) mit deutschen Untertiteln versehen hat.
Zusammenschnitt aus der Sendung „«Food Chain Reaction» von John Podesta & Co. – War es das Event 201 für eine globale Hungerkrise?“ Die Übung kommt zu folgenden Ergebnissen:
Ergebnis 1: Global Governance
Während am Anfang hervorgehoben wird, dass nationale Lösungsansätze eher zum Scheitern verurteilt sind, kommt man am Ende der Übung zur einzigen guten und richtigen Lösung: die Global Governance!Ergebnis 2: Globale CO2-Steuer
In der Simulation verschlechtert sich die Nahrungssituation solange, bis die Nationen der globalen CO2-Steuer zustimmen.Ergebnis 3: Die Neue Normalität ist Volatilität.
Herkunft des Wortes Volatilität: lateinisch volatilis = fliegend; flüchtig; schnell, Synonyme dafür: labil, schwankend, unbeständig, wechselhaft.Interessant ist, wie man zu diesen Ergebnissen gekommen ist. Das zugrundeliegende Szenario wurde von Spieleentwicklern entworfen, die die Sponsoren der Übung vertraten. Ein von den Sponsoren der Übung zusammengestelltes Team aus „Experten“ moderierte und leitete die Diskussionen der Teilnehmer. Die „Experten“ entschieden, in welche Richtung sich des Spiel zu entwickeln hatte, welche Lösungsansätze funktionieren und welche nicht, mit einem klaren Ziel vor Augen.
Dabei nimmt die Übung für sich in Anspruch, im öffentlichen Interesse zu sprechen. Aber wo genau ist hier die Öffentlichkeit, also die Masse der Menschen vertreten? Allein schon der Tatbestand, das die meisten Menschen von dieser Übung noch nie etwas gehört haben. Auch interessant, es saß kein einziger Landwirt in dieser Runde.
Der Schwerpunkt der Übung liegt auf der zentralisierten Macht im Interesse von wenigen Großkonzernen. Durch finanzielle Instrumentarien wie der CO2-Steuer forciert man eine Marktbereinigung, bei der kleine und mittlere Unternehmen auf Dauer nicht mithalten können. Und ob bzw. wie eine CO2-Steuer zur Lösung der Hunger- und Klimakrise beitragen soll, ist fraglich.
In der Übung bleibt die Zukunft volatil, d.h. unplanbar und unsicher. Es wird kein Zurück zur alten Normalität geben. Was soll das bedeuten? Heißt das, nach der Krise ist vor der Krise?
Bemerkenswert sind auch die hellseherischen Fähigkeiten der Spieleentwickler. Für den Zeitraum 2020 – 2021 wird hauptsächlich von einer großen Klimakrise gesprochen und im Nebensatz von Seuchen. Dadurch steigen in diesem Zeitraum die Lebensmittelpreise an. Ab 2022 simuliert die Übung steigende Lebensmittelpreise um 400% und eine Flut von Migranten. Russland und die Ukraine leiden unter Hitzestress, der die Getreidevorräte verringert.
Abgleich mit der Gegenwart
Mit diesen Kenntnissen im Hintergrund erscheinen etliche Ereignisse und Entwicklungen in der Gegenwart in einem anderen Licht.
Von 2020 bis 2022 hat die Corona-Pandemie (Seuche) das Weltgeschehen bestimmt. Und ab 2022 haben wir anstelle der Klimakrise den Ukraine-Russland-Konflikt, der die Lebensmittelpreise steigen lässt.
Mit der Vorhersage, dass es ab 2023 zu einer Verringerung der Getreidevorräte aufgrund von Anbauproblemen in Russland und der Ukraine kommt, rückt eine Pressekonferenz mit dem US-Präsident Joe Biden am 24.03.2022 in den Fokus. Dort sagte er, dass es infolge des russischen Einmarsches in der Ukraine zu einer weltweiten Lebensmittelknappheit kommen wird. Hören wir mal in den kurzen Ausschnitt rein.
Zu Deutsch „… in Bezug auf die Nahrungsmittelknappheit haben wir über Nahrungsmittelknappheit gesprochen und ähm, und es wird wahr werden, dass der Preis dieser Sanktionen nicht nur Russland auferlegt wird, sondern auch sehr vielen anderen Ländern, einschließlich europäischer Länder und auch unserem Land, weil sowohl Russland als auch die Ukraine in Bezug auf Weizen zum Beispiel die Kornkammer Europas waren… Aber wir hatten eine lange Diskussion äh in den G7 mit ähm den äh mit beiden äh den Vereinigten Staaten, die einen bedeutenden drittgrößten Weizenproduzenten der Welt haben, sowie Kanada, dass auch ein bedeutender Großproduzent ist. Und wir sprachen darüber, wie wir die Nahrungsmittelknappheit erhöhen und schneller verbreiten könnten. Außerdem sprachen wir darüber, alle europäischen Länder und alle anderen zu drängen, um Handelsbeschränkungen zu beenden, Beschränkungen beim Versenden von Lebensmitteln ins Ausland und so sind wir dabei, mit unseren europäischen Freunden auszuarbeiten, was nötig wäre, um die Bedenken hinsichtlich der Nahrungsmittelknappheit zu verringern.“
Ok, also nochmal. Biden sagte nicht „sowohl Russland als auch die Ukraine können derzeit nicht produzieren“, er sagte „Russland und die Ukraine WAREN die Kornkammer Europas“!
Und er sagte: „wir sprachen darüber, wie wir die Nahrungsmittelknappheit erhöhen und schneller verbreiten könnten.“
Ist diese Aussage einfach nur ein Versprecher oder ist er Freud‘scher Natur?
In den nächsten Kapiteln werden wir die verschiedenen Stellschrauben zur Nahrungsverknappung näher betrachten.
2) Landwirtschaft 4.0 und die Abhängigkeit von Hochtechnologien
Bereits 2016 berichtete ntv, dass Hochtechnologie längst zum Alltag vieler Landwirte gehört. Der Bauernverband schätzte damals, dass zwei Drittel der Bauern in Deutschland Hochtechnologie verwenden (siehe Video des Beitrags).
Die Landwirtschaft 4.0 ist mit der Entwicklung des Halbleiter- bzw. Chip-Markts unmittelbar verbunden.
Im Jahr 1927 wurde der Begriff „Schweinezyklus“ in der Wirtschaftswissenschaft eingeführt. „Der Schweinezyklus ist eine periodische Schwankung der Angebotsmenge und des Marktpreises.“
Im Jahr 2020 kam es zu einer Chip-Knappheit, im Jahr 2021 sogar zu einer Chipkrise. „Gemeint ist damit, dass sowohl Mikrochips als auch Geräte, die solche benötigen, auffallend häufig knapp oder sogar Mangelware waren, während die Preise enorm stiegen.“ [pcspezialist]
„Eine der Hauptverantwortlichen war dabei die Corona-Pandemie. Denn mit ihr kam es 2020 zu großflächigen Einbrüchen in der Weltwirtschaft, gezwungenermaßen zu Änderungen in Verarbeitungs- und Lieferprozessen sowie zu Verlagerungen von wirtschaftlichem Fokus.“ [pcspezialist]
„Aber auch die mit der Coronakrise verbundene Nichtverfügbarkeit von Ressourcen, die nicht nur für Computerchips benötigt werden, spielt der Chip-Knappheit zentral zu. Es sind nämlich vor allem nicht nur Mikrochips an sich Mangelware, sondern auch für Chips benötigte Substanzen. Dazu gehören die Industriemetalle Kupfer, Zink oder Aluminium, entsprechend verarbeitete Substrate (durch Reaktionen veredelte oder beschichtete Materialien), Wafern (mikroelektronische Elemente) und andere Komponenten. Vor allem Halbleiter sind betroffen. Deshalb wird die Chipkrise auch gern Halbleiterkrise genannt.“ [pcspezialist]
Auf der anderen Seite hat „die Branche mit der Pandemie einen seit vielen Jahren nicht mehr gesehenen Boom erlebt. Weltweit statteten Angestellte ihre Privatwohnungen mit der Ausrüstung für das Zuhausebüro aus. Rechner, Bildschirme, Drucker und so weiter. Dazu Smartphones und Unterhaltungselektronik wie sündhaft teure Kopfhörer und Lautsprecher – für das Leben im Stay-at-Home-Modus.“ [rnd]
Wie sich diese Situation auf die landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten drei Jahren auswirkte, kann man in dem Artikel „Wie sich der Mangel an Traktorchips auf landwirtschaftliche Betriebe auswirkt“ nachlesen. Er liefert eine gute Erklärung der Kausalkette.
„Die Auswirkungen einer Chipknappheit zeigen sich auf verschiedene Weise, wobei Verzögerungen bei der Produktion und Lieferung elektronischer Komponenten, Geräte und Ausrüstungen zu den wichtigsten gehören. … Da Chips so klein sind, scheint es, als hätten sie keine große Bedeutung, aber in einer digitalisierten, automatisierten Welt wie der unseren stellen die kaskadierenden Auswirkungen fast jede Branche und jeden Verbraucher vor neue Herausforderungen.“
„Für Landwirte haben der Mangel an Chips … zu Verzögerungen bei der Beschaffung neuer oder verbesserter landwirtschaftlicher Technologien geführt, darunter Traktoren, Drohnen oder Viehwirtschaftssysteme. Andere Engpässe, einschließlich bei Karton und Kunststoffen, haben die Lieferung häufig verwendeter landwirtschaftlicher Betriebsmittel wie Pestizide und Herbizide verlangsamt, und Landwirte haben berichtet, dass sie Gerätebestellungen in Teilen statt auf einmal erhalten, was eine Herausforderung für die Geschäftsplanung und den normalen Tagesablauf darstellt.“
„Wenn die Landwirte keine Ersatzausrüstung haben oder ein Nachbar nicht bereit ist, mitzuhelfen, kann sich der landwirtschaftliche Betrieb verzögern oder sogar eingestellt werden, was nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern auch die verfügbare Lebensmittelversorgung beeinträchtigt.“
Seit dem vierten Quartal 2022, als die offizielle Pandemie-Phase endete, sind die Engpässe bei der Verfügbarkeit von Computerchips und anderen Hochtechnologie-Komponenten verschwunden. Dies geschah hauptsächlich, weil die pandemiebedingten Ursachen, die zuvor zu dieser Knappheit geführt hatten, nicht mehr relevant waren.
Man könnte annehmen, dass damit das Problem gelöst ist. Der Schein trügt. Die Situation ähnelt der Ruhe vor dem Sturm. Der Artikel „Beispielloser Einbruch – ausgerechnet in der Hightechbranche“ bringt eine realistische Begründung dieser Schlussfolgerung.
„Chiphersteller erleben einen Preiseinbruch und streichen geplante Investitionen. Marktforscher sprechen vom stärksten Absatzschwund bei PCs seit Jahrzehnten – und Einbrüche bei Halbleitern für die Industrie deuten auf eine generelle Konjunkturkrise hin.“
„Nachdem sich die Lieferengpässe und andere Komponenten aufgelöst hatten, seien hohe Lagerbestände in vielen Firmen entstanden, deshalb werde nicht weiter geordert. Besonders steil ging es in der Region Europa, Naher Osten, Afrika nach unten – mit einem Absatzminus von mehr als 25 Prozent. Da spiele auch eine Rolle, dass viele Unternehmen ihre geschäftlichen Aktivitäten in Russland eingestellt hätten. Schwindende Kaufkraft und eine miese Kauflaune auch wegen Inflation und Rezessionsängsten kommen hinzu.“
„Der Hightech-Rückschlag lässt sich längst auch als Vorbote von düsteren Zeiten für die gesamte Wirtschaft lesen. So hat Texas Instruments einen sehr pessimistischen Ausblick fürs vierte Quartal vorgelegt. Das Unternehmen, das Chips für alles Mögliche (von der Rakete bis zur Küchenmaschine) herstellt, lässt wissen, dass nicht nur die Nachfrage nach Halbleitern für PCs und Handys zurückgeht, sondern auch nach Chips für industrielle Ausrüstungen – ein Feld, das bislang weitgehend immun war gegen die Mechanismen des Schweinezyklus.“

Quelle: Artikel „Was Halbleiter mit Schweinen zu tun haben“ Man sagt, ein Unglück kommt selten allein. Der NZZ-Artikel „Taiwan-Konflikt: China hält Militärübungen in der Nähe der Insel ab“ vom August 2023 macht auf weitere potentielle Entwicklungen aufmerksam, die ebenfalls einen weitreichenden globalen Einfluss auf die Halbleiter-Industrie haben.
„Wieso ist Taiwan für die Weltwirtschaft so wichtig? Taiwan ist der weltweit grösste Hersteller von Halbleitern. Diese kommen in elektronischen Geräten, aber auch in Autos und Waffensystemen zum Einsatz und sind für viele Industrien auf der ganzen Welt wichtig. Taiwanische Unternehmen generierten im Jahr 2020 mehr als 60 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Halbleitern.
Insbesondere die amerikanische Tech-Branche ist stark von den taiwanischen Chipherstellern abhängig. Nach wie vor ist aber China der wichtigste Handelspartner Taiwans – allen Spannungen zum Trotz. Wie wichtig Halbleiterchips für die Wirtschaft sind, zeigt sich in der gegenwärtigen Chipkrise in der Autoindustrie. Ein kriegerischer Konflikt um Taiwan hätte unabsehbare Konsequenzen für die Weltwirtschaft.“
An der Stelle zeigt sich die Anfälligkeit einer hochtechnologisierten Landwirtschaft 4.0. Turbulenzen auf dem Halbleiter-Sektor werden zunehmend indirekten und direkten Einfluss auf die Nahrungsmittelversorgung haben.
3) Dünger-Knappheit
Die Lage in Bezug auf die Düngemittel-Ressourcen und somit auch auf die Düngemittelpreise hat sich in den Jahren 2020 bis 2022 verschärft. Ein Grund dafür war der Ukrainekrieg, dessen Auswirkungen noch weit in das Wirtschaftsjahr 2022/23 hinein nachwirkten. [proplanta]
Der Ukraine-Konflikt hat zu einem Anstieg der Erdgaspreise und somit auch der Energiepreise geführt. Der Preis für Erdgas in Europa ist um 60 Prozent gestiegen. [ZDF]
Die Energiepreise und die Düngemittelproduktion hängen eng miteinander zusammen. Die Herstellung der meisten Düngemittel ist sehr energieintensiv, da Erdgas sowohl als Rohstoff als auch als Energiequelle im Produktionsprozess benötigt wird. [DESTATIS]. Steigende Energiepreise führen daher zu einer Verteuerung der Düngerproduktion und können zu Produktionskürzungen bei den Düngemittelproduzenten führen. Dies wiederum führt zu einem Anstieg der Düngemittelpreise und einem Rückgang des Düngemittelabsatzes.
Ein Beispiel dafür ist die Firma BASF. Ende September 2021 verkündete die BASF, die Düngerproduktion in Europa zu drosseln. „Das Unternehmen hat die Ammoniakproduktion sowohl in seinen Werken in Antwerpen in Belgien als auch in Ludwigshafen in Deutschland reduziert. »Aufgrund des jüngsten Anstiegs der Erdgaspreise in Europa ist der wirtschaftliche Betrieb einer Ammoniakanlage in der Region äußerst schwierig geworden«, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.“ … „Immer mehr große Düngerhersteller legen Werke still. Dünger wird knapp und die Preise gehen durch die Decke.“ [agrarheute]
Nach der weiteren Energiepreisexplosion aufgrund des Ukraine-Konflikts hat BASF nun im Februar 2023 beschlossen, eine der beiden Ammoniak-Anlagen in Ludwigshafen stillzulegen. „Ammoniak wird zum größten Teil zu Düngemittel verarbeitet.“ [Bild]
Eine Anmerkung: siehe selbst, wer die Top-Aktieninhaber von BASF sind. Wir finden auch hier an oberster Stelle Vanguard Inc.
In letzter Zeit sind die Düngemittelpreise gesunken. Das hängt mit den etwas gefallenen Gaspreisen und den wenigen Käufern zusammen. Allerdings ist der Gaspreis im Juli 2023 (mit 14,8 Cent pro kWh) im Vergleich zum Jahr 2020 (mit 5,97 Cent pro kWh) trotzdem sehr hoch. [GASVERGLEICH]
„Die weitere Entwicklung der Preise und auch der verfügbaren Menge an Düngemittel ist jedoch unsicher. Zum einen ist unklar, wie sich der Energiemarkt weiterentwickelt, zum anderen sind die Folgen des Ukrainekrieges noch nicht absehbar. … Ein weiteres Problem stellt die Knappheit von Düngemitteln dar. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist Europa auf Importe von Düngemitteln angewiesen.“ [agrimand]
Wie sich die Düngemittel-Knappheit unmittelbar auf die Landwirtschaft auswirkt, kannst du dir hier anschauen.
4) Nahrungsproduktion wird reduziert oder eingestellt
Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, Kraftstoffpreisen und Düngemittelpreisen führt unweigerlich zur Reduzierung oder Einstellung der Nahrungsmittelproduktion.
Es folgt eine Auflistung einiger Beispiele. Das Ausmaß ist bei weitem viel größer.
- Werden hohe Gaspreise zu einer Gurkenkrise in Europa führen? [Quelle]
Die Problematik ist 2023 unverändert. [Quelle] - Bauernpräsident: Wegen hoher Energiepreise bleiben Gewächshäuser leer [Quelle]
- Britische Landwirte im Vereinigten Königreich können es sich aufgrund der explodierenden Kraftstoff- und Düngemittelkosten nicht leisten, für die nächste Saison zu pflanzen. [Quelle]
- Kent Apfelbauern gezwungen, Obstplantagen wegen finanzieller Verluste umzugraben [Quelle]
- Größter Gemüseproduzent in Island stellt Lieferungen ein [Quelle]
- „Wir können nicht überleben“: Schweinefleischproduzenten in Alberta stehen vor großen Verlusten und Schließungen [Quelle]
- 100.000 italienische Bauernhöfe sind aufgrund von EU-Sanktionen von der Schließung bedroht [Quelle]
- Viele Kartoffelfarmen stehen vor der Schließung, warnt IFA [Quelle]
- Leere Regale: Supermärkte in Großbritannien beginnen mit Rationierung [Quelle]
- Wie ein Landwirt um seinen Betrieb und seine Kühe kämpft [Quelle]
Die Wahrheit über unsere Landwirtschaft
„Obwohl deutsche Landwirte mit knapp sieben Milliarden Euro pro Jahr aus der EU subventioniert werden, schließen im Schnitt zehn Höfe am Tag für immer. Jungbauern aber haben kaum Chancen, neue Betriebe zu gründen. Ackerland ist vielerorts unbezahlbar geworden. Auch, weil große Investoren nach dem kostbaren Boden greifen. Etwa 60 Prozent der Fläche gehören inzwischen nicht-landwirtschaftlichen Eigentümern.“ [ZDF]5) Kontrolle der WHO über die Lebensmittel im „Namen der Gesundheit“
Ich möchte hier anmerken, dass die Haltung und Nutzung von Tieren ein SEHR wichtiges, aber ein separates Thema ist, auf das ich in diesem Artikel nicht eingehe.
In dem Entwurf zum Pandemievertrag der WHO vom 01.02.2023 ist folgendes zu lesen:
Punkt 23: „Verständnis dafür, dass die meisten neu auftretenden Infektionskrankheiten ihren Ursprung bei Tieren haben, einschließlich wild lebender und domestizierter Tiere, und dann auf den Menschen übergreifen“ (Seite 6)
Punkt 26: „Bekräftigung der Bedeutung eines One-Health-Ansatzes …, um die menschliche Gesundheit zu schützen, Gesundheitsgefahren an der Schnittstelle zwischen Tier und Mensch zu erkennen und zu verhindern, insbesondere zoonotische Übertragungen und Mutationen, und um die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen nachhaltig auszugleichen und zu optimieren“ (Seite 6)
Article 18/(6): „Die Vertragsparteien verpflichten sich, … One-Health-Überwachungssysteme auszubauen …, um Spillover-Ereignisse, Mutationen und die Risiken im Zusammenhang mit zoonotischen, vernachlässigten Tropenkrankheiten und vektorübertragenen Krankheiten auf ein Mindestmaß zu beschränken und so zu verhindern, dass kleine Ausbrüche bei Wildtieren oder Haustieren zu einer Pandemie werden. (Seite 24)
Bill Gates bringt es in der Sendung „The Daily Show” am 28.03.2022 in den folgenden 30 Sekunden auf den Punkt:
Auf die Frage des Moderators „Müsste es uns nicht auch interessieren, wie es zu dieser Pandemie kam? Es ist immer noch voller Geheimnisse. …“ antwortet Bill Gates: „Nun, wir sollten auf die Sicherheit im Labor achten. In diesem Fall ist es ganz klar, dass die Krankheit durch Tiere übertragen wurde. Und fast alle unsere Krankheiten … wie HIV wurde vor einiger Zeit von Schimpansen in Afrika übertragen, EBOLA kam von Fledermäusen. Auch dies kam, mit einem Schritt dazwischen, von Fledermäusen. Es wird also immer wieder vorkommen, vor allem durch den Klimawandel, bei dem wir in viele Lebensräume eindringen.“
(Anmerkung: Eine genauere Analyse zur Herkunft des Coronavirus findet sich im Artikel „Das Spike-Protein im Fokus“.)
Die Quintessenz ist klar: Tiere sind schmutzig und gefährlich. In ihnen lauern super-resistente Keime und es ist daher einfach zu gefährlich, jetzt weiterhin Tiere zu halten. Das gilt im Besonderen für die Eigentierhaltung.
Die Frage, die sich einem hier aufdrängt: Wie zum Teufel hat es der Mensch in all den vorherigen Jahrhunderten geschafft, ohne Impfung, genveränderten Lebensmitteln und in unmittelbarer Nähe zum Tier zu überleben? Das grenzt an ein Wunder!
Das Muster, das sich erkennen lässt – es gilt jegliche Selbstversorgung zu zerstören. Autarke Gruppen sind unabhängig. Unabhängige Gruppen lassen sich nicht in das „Neue Normal“ einfügen und müssen daher bekämpft werden. Abhängige Menschen lassen sich kontrollieren.
Beispiele der Gegenwart im Hinblick auf die Zukunft
Hinterhoftiere für den Eigenbedarf
Beispiele von Propaganda gegen Hinterhoftiere:
- Die Eier von Hinterhofhühnern enthalten durchschnittlich 40-mal mehr Blei als Eier aus dem Laden, wie Forschungsergebnisse zeigen. [Quelle]
- Hobby-Schweine „ein Maul- und Klauenseucherisiko“, da das Bewusstsein der Schweinebesitzer im Hinterhof oder in der Kleintierhaltung wirklich gering ist. [Quelle]
Vogelgrippe
Laut Wikipedia ist die Vogelgrippe H5N1 eine Viruserkrankung der Vögel. Die Vogelgrippe verursacht bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln und bei Wildvögeln in zahlreichen Ländern eine anzeigepflichtige Tierseuche, gegen die umgehend amtliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung und zur Verhinderung ihrer Ausbreitung eingeleitet werden können.
Welche Maßnahmen werden nach H5N1-Nachweis eingeleitet?
Es werden ALLE Zuchttiere getötet.Wie wird das Virus nachgewiesen?
Überraschung… mit einem PCR-Test.Wie viele Tiere einer Herde werden mittels PCR getestet?
Es reicht der Nachweis bei einem Tier.Vogelgrippe: Eine weitere falsche „Pandemie“ … diesmal für Hühner?
Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums betraf im Jahr 2022 die Vogelgrippe mehr als 47,7 Millionen Vögel, darunter 251 kommerzielle Herden und 328 Hinterhofherden.
Hier ein Link zur Homepage des US-Landwirtschaftsministeriums mit der offiziellen Liste der nachgewiesenen Vogelgrippe mit Angabe der Anzahl der betroffenen Tiere.
Ein Fall sticht dabei besonders ins Auge. In der US-amerikanischen Stadt Iowa gab es die größte Eier-Fabrik des Landes „Rembrandt Enterprises“. Eigentümer der Fabrik ist der Milliardär und ehemalige republikanische Senator des Bundesstaates Minnesota Glen Taylor.
Als die Arbeiter am Morgen zum Einsammeln der Eier und Füttern der Vögel antraten, wurde ihnen mitgeteilt, dass an diesem Tag eine andere Aufgabe auf sie wartete. Nachdem am 17.03.2022 ein einziger Fall von Vogelgrippe gegen 22:30 Uhr festgestellt worden war, hatte die Fabrik über Nacht damit begonnen, mehr als 5 Millionen Hühner zu töten. Die Tötung erfolgte mittels Lüftungsabschaltung. Die Luftzufuhr zu den Ställen wurde verschlossen und die Temperatur auf 40 Grad erhöht. Ein beteiligter Rembrandt-Mitarbeiter sagte: „Sie haben die Vögel bei lebendigem Leib gekocht“.
Die Arbeiter wurden angewiesen, die toten Hühner aus den Käfigen zu holen und auf nahe gelegenen Feldern in riesigen Gruben zu vergraben. Sie waren fast einen Monat damit beschäftigt.
Nach der Aktion wurden etwa 250 Arbeiter fristlos entlassen, so dass nur noch ein paar Dutzend Angestellte übrig blieben. Seitdem hat Rembrandt Enterprises die Eierproduktion nicht wieder aufgenommen.
Zuvor investierte die Firma noch in KI-Forschung, z.B. in Eier zählen mit KI und rechnete damit, dass es sich in den kommenden Jahren auszahlen wird. Trotzdem änderte Glen Tayler seine Meinung über das Fortbestehen der Eierproduktion nach einem PCR-Test. Warum?
Nun, das passiert nicht nur in den USA. Die niederländischen Behörden sagten am 20.10.2022, sie hätten rund 5,8 Millionen Vögel, darunter Hühner, Puten und Wasservögel, an 98 Orten im ganzen Land getötet, seit der Ausbruch des neuen Stamms der Vogelgrippe erstmals im Oktober letzten Jahres festgestellt wurde.
Bakterien in Fischen
In Kalifornien wurde Anfang April 2022 ein Ausbruch von Lactococcus petauri festgestellt, einem natürlich vorkommenden Bakterium, das Fische krank macht.
Sie haben 600.000 Zuchtfische eingeschläfert. Die betroffenen Fischzucht-Anlagen liefern in der Regel auch Fische für den Besatz von Gewässern in der Region, so dass es im Jahr 2022 kaum Fische in den Bächen und Seen in der Sierra Nevada gab. Interessant ist auch, dass das Bakterium vor 2020 noch nie zuvor in Fischen in Kalifornien nachgewiesen wurde. [Quelle, zuletzt aufgerufen März 2023]
Superresistente Keime in Schweinen
Dänische Wissenschaftler entdeckten Hinweise darauf, dass Schweine den gefährlichen antibiotikaresistenten Superkeim Clostridioides difficile auf den Menschen übertragen können.
Ausbruch der Japanischen Enzephalitis in Australien in Dutzenden von Schweinefarmen entdeckt, Schweinefleischversorgung droht zu sinken
Tendenz
„Mit anderen Worten, wenn Sie Ihre eigenen Tiere haben, wird die WHO davon erfahren und die Kontrolle über sie haben, weil … Viren.“ [Quelle]
Die Tierhaltung, so wie wir sie seit Jahrtausenden kennen, wird sukzessive unter dem Vorwand „Gesundheit und Sicherheit“ mit umfangreichen Auflagen belegt. In der Praxis heißt das, dass nur eine geringe Anzahl von Großunternehmen in der Lage sein werden, Tierzucht unter den neuen Bedingungen weiter zu betreiben. Diese große Konzentration führt zu einer enormen Machtposition, die zur vollständigen Kontrolle der Versorgung und der Versorgten führt.
6) Kontrolle über Ackerland und Lebensmittel im „Namen des Klimas“
An dieser Stelle möchte ich euch Christian Westbrook vorstellen. Er ist Agrarforscher und Gründer des Online-Podcasts „Ice Age Farmer”.
Christians Recherchen sind sehr gründlich und professionell. Er bloggt seit Jahren darüber, dass weltweit die Lebensmittelproduktion bewusst zerstört wird und warnt schon seit langem vor der zu erwartenden Nahrungsmittelknappheit.
Seit einem Jahr hat er nichts mehr gebloggt und man kann nur spekulieren, warum?Zum gesamten Video geht es hier.
Im folgenden Video vom März 2021 geht Christian auf die Verdrängung der Bauern im Namen des Klimas ein.
Für Untertitel: [Einstellungen], [Untertitel], [Automatisch übersetzen] und dann die entsprechende Sprache auswählen. Das man beim Klimaschutz nichts dem Zufall überlassen möchte, zeigt sich in der UK FIRES-Studie „Absolute Zero – Die Erfüllung der Klimaschutzverpflichtung des Vereinigten Königreichs mit schrittweiser Anpassung an die heutigen Technologien“. UK FIRES ist ein Forschungsprogramm, dass vom britischen Staat finanziert wird. Die folgende Grafik spricht für sich.

Welche Maßnahmen können wir ergreifen – als Einzelpersonen und in den Schlüsselsektoren, um die Emissionen jetzt zu reduzieren und zukünftige Entscheidungen zu treffen, um den absoluten Nullpunkt zu erreichen? [Quelle] Der Videobeitrag „Hunger in Deutschland vorprogrammiert? Umweltverordnung bedroht Bauern und Ernten“ gibt eine sehr gute Zusammenfassung der Entwicklungen in Deutschland und Holland.
7) Kontrolle über Ackerland durch Verschiebung der Besitzeigentümer
Ackerlandbesitz regelt die Kontrolle und Nutzung, prägt viele landwirtschaftliche Entscheidungen, einschließlich derer in Bezug auf Produktion, Erhaltung und Nachfolgeplanung. Wer das Land besitzt, stellt die Regeln auf, wie und in welchem Umfang über das Land verfügt wird.
Im Jahr 2020 machte Gates Schlagzeilen, als er der größte private Ackerlandbesitzer in den USA wurde. In weniger als einem Jahrzehnt hatte er mehr als 269.000 Hektar Ackerland in 18 Bundesstaaten angehäuft. Aber er ist nicht der Einzige. Einige der reichsten Landbesitzer, darunter Jeff Bezos, John Malone und Thomas Peterffy, kaufen Wälder, Ranches und Ackerland in den gesamten Vereinigten Staaten auf. Und warum? Sieh dir dazu das Video an.
Für Untertitel: [Einstellungen], [Untertitel], [Automatisch übersetzen] und dann die entsprechende Sprache auswählen.
Laut diesem CNBC Beitrag von 2021 werden die Investitionen in Ackerland im ganzen Land zunehmen, da Menschen, darunter auch Superreiche wie Bill Gates, nach neuen Möglichkeiten suchen, ihr Geld zu vermehren. Damit steigen die Preise stetig.
„Es ist ein Vermögenswert mit steigendem Wert“, sagte John Piotti, CEO von American Farmland Trust. „Es hat einen großen intrinsischen Wert und ist darüber hinaus eine begrenzte Ressource“.
Nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums sind 30 % aller landwirtschaftlichen Flächen im Besitz von Grundbesitzern, die selbst keine Landwirtschaft betreiben. Die Käufer erwerben das Land oft von Landwirten, die es schon seit Jahrzehnten besitzen; viele von ihnen sind vielleicht reich an Vermögen, aber arm an Bargeld. Für viele der Landwirte bekommt der Slogan „You will own nothing and you will be happy“ bereits eine konkrete Bedeutung.
In seinem Artikel „Der Getreidefeldherr“ (Teil 1 und Teil 2) schreibt Robert F. Kennedy Jr. über Bill Gates:
„Für einen Mann, der von Kontrolle durch Monopole besessen ist, muss die Möglichkeit, auch die Nahrungsmittelproduktion zu beherrschen, unwiderstehlich erscheinen. Bill Gates macht keine halben Sachen. Er stellt nicht eines von vielen Software-Angeboten her, er überschwemmt den ganzen Globus mit seinen Microsoft-Produkten und versucht jeden PC-Benutzer tributpflichtig zu machen. Er gibt sich auch nicht damit zufrieden, viele Menschen — oder die, die es wünschen — gegen Corona zu impfen. Nein, es müssen alle sein, 7 Milliarden Menschen. Möchte man einem Mann mit einer solchen Mentalität auch noch die Macht über unsere Ernährung anvertrauen?
Laut JFK jr. versuchen Gates und die anderen Raubritter unter dem Vorwand des Klima, der Artenvielfalt und der Bedrohung durch Zoonose-Pandemien, die Menschen aus dem Agrargeschäft und von den Farmen zu vertreiben. Gates’ Kontrolle über den Ablauf (der Coronapandemie) war lückenlos. Seine Umsetzung seiner Impfvorhersage war elegant und makellos. Und jetzt rollen Gates’ Stellvertreter das gleiche Strategiebuch aus, um seine totalitäre Ernährungsagenda durchzusetzen.“
Dieses Dokument stellt ein Kompendium über die Gefahren dar, die diese Entwicklung auf dem Ackerlandmarkt mit sich bringt und widmet sich solchen Themen wie:
- Biopiraterie,
- Klimaaktivismus,
- Diebstahl des Saatguts,
- Genetisch veränderte Organismen (GVO),
- Umgehung staatlicher Regulierung,
- Chemische Kriegsführung gegen die menschliche Gesundheit,
- Synthetische Lebensmittel: Soylent „Gates“,
- Angereicherte Lebensmittel,
- Gates, GAVI und GAIN,
- Künstliche Intelligenz: die Welt der Bauern abschaffen und
- der UN-Ernährungsgipfel.
Die Verschiebung der Besitzeigentümer von Agrarland ist nicht nur auf die USA beschränkt. Es ist ein weltweites Phänomen. Das vielleicht „krasseste“ Beispiel in dieser Richtung ist die Ukraine. Mit 34 Millionen Hektar fruchtbarem Boden ist die Ukraine eines der landwirtschaftlich produktivsten Länder der Erde.
In dem Artikel „Inmitten des Kriegschaos, ein neuer Bericht deckt die heimliche Übernahme von ukrainischem Agrarland auf“ wird dargelegt, wie mehrere lokale Großagrarunternehmen, die immer noch weitgehend von Oligarchen kontrolliert werden, sich für westliche Banken und Investmentfonds geöffnet haben – darunter Prominente wie Kopernik, BNP oder Vanguard – die nun einen Teil der Aktien kontrollieren. Der Bericht schlägt auch Alarm, dass die lähmende Verschuldung der Ukraine von den Finanzinstituten als Druckmittel genutzt wird, um den Wiederaufbau nach dem Krieg in Richtung weiterer Privatisierungs- und Liberalisierungsreformen in mehreren Sektoren, einschließlich der Landwirtschaft, voranzutreiben.
Dies ist eine Lose-Lose-Situation für die Ukrainer. Während sie ihr Land unbedingt verteidigen wollen, unterstützen Finanzinstitute heimtückisch die Konsolidierung von Ackerland durch Oligarchen und westliche Finanzinteressen.
Hier erinnere ich nochmal an die Worte von US-Präsident Biden „Russland und die Ukraine WAREN die Kornkammer Europas“ (siehe Kapitel 1).
8) „Zufällige“ Brände
Im Juni 2022 veröffentlichte „The Gateway Pundit“ einen Artikel über eine Liste von Lebensmittelfabriken in den USA, die von 2021 bis 2022 während der Biden-Administration zerstört, beschädigt oder durch „versehentliche Brände“, Krankheiten oder allgemeine Ursachen beeinträchtigt wurden.
In dem Artikel steht: „Angesichts dieses andauernden Problems in unserer Lebensmittelversorgung hat ein besorgter Bürger eine interaktive Karte erstellt… .“
Hier ein übersetzter Auszug der Nachricht des besorgten Bürgers:
„Ich habe umfangreiche Nachforschungen darüber angestellt, was mit der Nahrungsversorgung vor sich geht. Ich habe eine interaktive Karte erstellt, mit der Sie auf ein Symbol klicken (oder darüber fahren) können und alle Details erfahren, was an diesem Ort passiert ist, einschließlich eines Links zum Artikel.“
„Wenn ich irgendwelche Zweifel hatte, dass dies beabsichtigt war, ist das an dieser Stelle völlig verschwunden. Es ist fast erschreckend zu sehen, was vor sich geht, und die Mehrheit der Menschen hat keine Ahnung. Jeden Tag passiert etwas anderes, um dieser Liste etwas hinzuzufügen. Die Dinge passieren jetzt so schnell, dass es verblüffend ist. Big Tech vertuscht die meisten davon oder vergräbt sie so weit unten im Feed, dass die meisten Leute sie nie sehen. Ich habe Ermittlungsfähigkeiten, die ich während meiner gesamten Karriere eingesetzt habe, also weiß ich, wie ich das alles umgehen kann, sonst hätte ich nie gefunden, was ich habe.“
„Ich hatte noch nie von jemandem gehört, der nach tatsächlichen Bränden in Lebensmittelbetrieben gesucht hat, also hat mich das auf diesen Weg gebracht. Als ich sah, wie schlimm es war und welche Muster sich abspielten, war mir klar, was sie tun, und ich bin jetzt davon überzeugt, dass sie Menschen dazu bringen, dabei zu helfen, so wie sie es bei den Wahlen getan haben. Mir ist klar, dass dies nicht alles Absicht ist, aber sobald Sie sehen, wie groß das ist, kann nicht geleugnet werden, dass etwas Böses vor sich geht …“
„Es ist ziemlich erschreckend, wenn man das alles zusammen sieht.“
Die interaktive Karte mit allen beschädigten lebensmittelverarbeitenden Betrieben/Bereichen aus dem Zeitraum 2021-2022 kannst du dir hier anschauen. Die meisten von ihnen befinden sich in den Vereinigten Staaten.
Nun gibt es aber auch Experten, die sagen, dass die Verschwörungstheorien über die Brände falsch sind.
Auch THE EPOCH TIMES meldet sich zu diesen Verschwörungstheorien zu Wort und meint:
„Eine Reihe von Bränden in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben im ganzen Land hat zu intensiven Spekulationen in den sozialen Medien darüber geführt, ob die Brände versehentlich oder das Ergebnis eines vorsätzlichen Angriffs auf eine kritische Lebensmittelinfrastruktur waren. … Das Facts Matter-Team stellte fest, dass die meisten der genannten Vorfälle von angeblich im Jahr 2022 in Brand geratenen Einrichtungen in diesem Jahr nicht stattfanden. Viele wurden aus den Vorjahren in einen Topf geworfen.“
Ich habe mir die Mühe gemacht und bin die Liste der Brände mal durchgegangen und kann zumindest bestätigen, dass es sich bei allen Vorfällen dieser Liste tatsächlich um Brände aus den Jahren 2021 und 2022 handelt. Dabei gab es schlimme Zerstörungen und weniger schlimme. Ich habe die Liste mal hier eingebunden, so dass es jeder selbst prüfen kann. Und ich möchte noch auf die Kommentare des EPOCH TIMES Artikel aufmerksam machen, die es wert sind, zu lesen.
Brände aus den Jahren 2021 und 2022:
🔥 11.01.2022 > Deli Star Fleischfabrik in Fayetteville
🔥 30.04.2021 > Smithfield Foods pork plant in Monmouth
🔥 25.07.2021 > Kellogg’s factory in Memphis
🔥 13.08.2021 > JBS beef plant in Grand Island
🔥 24.08.2021 > Patak Meat Production Company in Austell
🔥 30.07.2021 > Tyson Foods/River Valley by Hanceville
🔥 13.10.2021 > Darigold butter production plant in Caldwell
🔥 15.11.2021 > Food Pantry in Garrard County
🔥 29.11.2021 > Maid-Rite Steak Company in Lackawanna County
🔥 13.12.2021 > Food processing plant in West Side
🔥 07.01.2022 > Poultry processing plant on Hamilton’s Mountain
🔥 13.01.2022 > Cargill-Nutrena feed mill in Lecompte
🔥 31.01.2022 > Fertilizer plant in Winston-Salem
🔥 03.02.2022 > Wisconsin River Meats plant in Mauston
🔥 03.02.2022 > Percy dairy farm in Stowe
🔥 15.02.2022 > Bonanza Meat Co. in the Segundo Barrio
🔥 16.02.2022 > Louis Dreyfus soy processing plant in Claypool
🔥 18.02.2022 > Bess View Farm in St. Albans
🔥 19.02.2022 > Lincoln Premium Poultry plant in Fremont
💥 22.02.2022 > Shearer’s Foods plant south of Hermiston
🔥 28.02.2022 > Nutrien Ag Solutions (fertilizer producer) in Sunnyside
🔥 28.02.2022 > Shadow Brook Farm (Cheese producer) in Lincoln
🔥 14.03.2022 > Wayne Hoover Farm in Longswamp Township
🔥 16.03.2022 > Walmart Food Distribution Center in Plainfield
🔥 16.03.2022 > Nestle frozen foods manufacturing plant in Jonesboro
🔥 24.03.2022 > Penobscot McCrum potato processing plant in Belfast
🔥 29.03.2022 > Maricopa Food Pantry in Maricopa
🔥 31.03.2022 > Rio-Fresh Onion Warehouse in San Juan
🔥 13.04.2022 > East Conway Beef & Pork Meat Market in Conway
🔥 14.04.2022 > Taylor food processing plant in Salinas
🔥 19.04.2022 > Azure Standard, distributor of organic and healthy food, in Dufur
🔥 28.05.2022 > Forsman Farm (poultry) in Howard Lake
🔥 07.06.2022 > JBS meat packing plant in Green Bay
🔥 08.06.2022 > Purina Animal Feed Mill in Arcola
🔥 13.06.2022 > Food Processing Plant in Wisconsin
🔥 21.09.2022 > Food Processing Plant in Kauneonga LakeWie sagt man so schön, Kleinvieh macht auch Mist. Und das ist nur ein Teil dessen, was gerade passiert.
9) Kontamination von Agrarland und Ernte
Folgende Vorfälle aus der Gegenwart sind deutliche Beispiele für eine massive Vergiftung.
Am 03.02.2023 ereignete sich wohl eine der schlimmsten Chemie-Katastrophen in der Geschichte der USA. In der Kleinstadt East Palestine in Ohio entgleiste ein Zug mit Waggons, die Gefahrengut enthielten. Im Zuge der Bergung veranlasste man eine „kontrollierte“ Verbrennung von Vinylchlorid. Dabei entstand eine riesige giftige Wolke, die in die Atmosphäre aufstieg. Wolken haben aber nun mal die Eigenschaft, auch wieder über Regen nach unten zu kommen. Eine detaillierte Beschreibung der Geschehnisse im Artikel “Ohio, East Palestine – nothing to see here“.
Durch den Krieg in der Ukraine wurden große Gebiete langfristig kontaminiert. Eine Übersicht über die Umweltschäden infolge des Krieges findet man hier. Im Krieg werden nicht nur Menschenleben zerstört, sondern auch ihre Lebensräume. Kontaminierte Böden und vergiftetes Grundwasser sind die Folgen.
10) Giving to Amplify Earth Action (GAEA)
Bei dem diesjährigen WEF-Treffen in Davos wurde eine neue Initiative ins Leben gerufen: die Giving to Amplify Earth Action (GAEA).
In der Pressemitteilung vom WEF lesen wir: „Die neue Initiative Giving to Amplify Earth Action (GAEA) wird philanthropisches Kapital nutzen, um die 3 Billionen US-Dollar zu generieren, die jedes Jahr aus öffentlichen und privaten Quellen benötigt werden, um den Klimawandel und den Verlust der Natur zu bekämpfen.“
Die Hauptziele, die man damit verfolgt sind:
- Netto-Null-Treibhausgasemissionen,
- den Verlust der Natur umzukehren und
- die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt bis 2050.
„Wir befinden uns an einem Wendepunkt in unseren Bemühungen, den Planeten wieder auf Kurs zu bringen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Um die Geschwindigkeit und das Ausmaß zu erreichen, die erforderlich sind, um die Systeme der Erde zu heilen, müssen wir nicht nur privates Kapital und staatliche Mittel freisetzen, sondern auch den Philanthropie-Sektor als echte Katalysatorkraft, um die notwendige Beschleunigung zu erreichen“, sagte Klaus Schwab, Gründer und Executive Chairman des Weltwirtschaftsforums.
Mit den 3 Billionen US-Dollar sollen die grundlegenden Änderungen von Politik, Technologie und Verhalten global forciert werden.

10 wichtige Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen [Quelle] Die Punkte 8, 9, 10 stehen im direkten Zusammenhang mit der Lebensmittelkette. Offensichtlich soll ein erheblicher Teil der 3 Billionen USD verwendet werden, um einen direkten Einfluss auf Umfang und Art der tierischen und pflanzlichen Lebensmittelerzeugung zu nehmen.
Laut WEF sind 40% des Ackerlandes der Welt degradiert und 33% der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen stammen aus Ernährungssystemen. Daher, so das WEF, muss das derzeitige Ernährungssystem viel mehr Nahrung produzieren, während die planetaren Grenzen bereits überschritten werden. Mit der Initiative Food Innovation Hubs, die vom Weltwirtschaftsforum ins Leben gerufen wurde, soll die Art und Weise, wie wir Lebensmittel nachhaltig produzieren und konsumieren, mittels Innovationen verbessert werden.
Wie diese grundlegende Änderung von Politik, Technologie und Verhalten praktisch umgesetzt wird, kann man am Beispiel der Niederlande sehen. Um den Schadstoff-Ausstoß drastisch zu reduzieren, hat die Regierung das Ziel definiert, die Emissionen von Stickoxiden und Ammoniak bis 2030 um 50 Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen etwa 30 Prozent der Viehbauern ihren Betrieb aufgeben.
Man sagt – Große Ereignisse werfen ihr Schatten voraus. Wie wird wohl der Einfluss der neuen GAEA Initiative auf den Besitz und die Benutzung von Ackerland sein oder auf der Art und Weise, wie man Viehzucht betreibt? Zu GAEAs wachsender Zahl philanthropischer Partner gehören unter anderem der „Bezos Earth Fund“ von Jeff Bezos, die „Open Society Foundations (OSF)“ von George Soros, die „Rockefeller Foundation“ und die „United Nations Foundation“.
Laut Wikipedia stammt der Begriff Philantropie aus der Antike. „Damals bezeichnete der Ausdruck meist eine wohlwollende, großzügige Einstellung Vornehmer, Mächtiger und Reicher gegenüber ihren wirtschaftlich schwächeren Mitbürgern. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird heute Philanthropie oft auf ihren materiellen Aspekt beschränkt und mit Bereitstellung privater finanzieller Mittel für gemeinnützige Zwecke gleichgesetzt. Dabei denkt man in erster Linie an Großspenden und an die Errichtung von Stiftungen.“
„Kritiker beargwöhnen den starken politischen und gesellschaftlichen Einfluss großer Stiftungen, die nur den Zielen ihrer Gründer verpflichtet und nicht demokratisch legitimiert seien. Außerdem unterstellen sie den Philanthropen fragwürdige, eigennützige Motive.“
In diesem Zusammenhang ist das Interview mit dem Hamburger Soziologieprofessor Frank Adolff „Verschränkung von Philanthropie und Kapitalismus“ besonders aussagekräftig.
Ein Auszug:
Sie kritisieren in einer Ihrer Veröffentlichungen, dass Philanthrokapitalisten die Philanthropie durch mehr und effektivere Philanthropie verbessern wollen. Wie kann ein “Mehr“ an Philanthropie ein Problem sein?
Adloff: Das „Mehr“ ist dann ein Problem, wenn damit eine Machtposition einhergeht, die nicht mehr kontrollierbar ist. Wir haben das gleiche Phänomen im wirtschaftlichen Bereich: Da nennen wir es Monopolbildung. Monopole sind volkswirtschaftlich schädlich, weil sie Preise festlegen können, was sie unter Konkurrenz nicht könnten. In der Welt der Philanthropie müssen wir das demokratietheoretisch sehen: Wenn Akteure eine solche Machtstellung haben, können sie natürlich einerseits viel und schnell etwas bewegen. Andererseits ist das unkontrollierbar, und Akteure können ihre privaten Interessen durchsetzen. Bei der Gates-Stiftung ist beispielsweise kritisch begleitet worden, welchen Einfluss sie auf bestimmte medizinische Entwicklungen weltweit hat, ohne dass das demokratisch kontrolliert wird. Bei großen Organisationen besteht auch weniger die Neigung, mit kleinen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu kooperieren, denn sie können mit ihren Mitteln ja selbst die Agenda setzen.
Inwiefern spielt Eigeninteresse im Philanthrokapitalismus eine Rolle?
Adloff: Das zeigt sich an den Verschränkungen zwischen unternehmerischem und philanthropischem Handeln. Ich bleibe mal bei dem Beispiel von Zuckerbergs Stiftung: Diese investiert philanthropisch – man kann es kaum noch Philanthropie nennen – wobei dies letztlich dem Mutterunternehmen zugutekommt. Oder die Gates-Stiftung: Nicht umsonst konzentriert diese sich auf Bildungspolitik. Da geht es um Digitalisierung der Schulen und pädagogische Konzepte. Letztendlich kann man nicht mehr klar unterscheiden: Geht es um philanthropische Bildungsprojekte oder geht es am Ende darum, das Mutterunternehmen mit Aufträgen zu versorgen?
Wie wird die GAEA Initiative die komplette Lebensmittelkette in Zukunft beeinflussen? Was meinst Du?
11) Zu guter Letzt eine Experten-Empfehlung
Erinnerst du dich noch an die guten alten Zeiten, als das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag war? Diese Zeit scheint vorbei zu sein. Am 14.02.2023 empfiehlt das renommierte Wall Street Journal den Menschen, die mit der Inflation nicht Schritt halten können: „Um Geld zu sparen, sollten Sie vielleicht das Frühstück auslassen.“
Dazu der Kommentar von The Guardian: „Warum nicht den Einsatz ein wenig erhöhen und ein paar wirklich schwierige Fragen stellen? Zum Beispiel: «Hey Arme, habt ihr schon mal versucht, von Madenwürmern zu leben?» Oder: «Um den reichen Leuten jegliche Unannehmlichkeiten zu ersparen, sollten die Armen vielleicht in unterirdischen Tunneln leben.»“
In diesem Sinne: «Lasset die Hungerspiele beginnen!»
Quellen (Stand vom 01.09.2023)
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Eine Gehirn-Computer-Schnittstelle für JEDEN?


Für Klaus Schwab, dem Gründer und Vorsitzenden des WEF (Weltwirtschaftsforum) scheint das DIE zu erwartende Zukunft für uns ALLE zu sein. In einem Interview am 10.01.2016 mit Pardonnez-moi, einer Sendung des Schweizer Radio und Fernsehens sagte er folgendes:
„Wir sehen eine Verschmelzung zwischen der
physischen, digitalen und biologischen Welt.“
Klaus SchwabUnd während eines Treffens des Weltwirtschaftsforums im Jahr 2017 fragte Klaus Schwab den Google-Mitbegründer Sergey Brin, ob er sich eine Zukunft vorstellen könne, in der jeder einen implantierbaren Gehirnchip hat.
Klaus Schwab: „Können Sie sich vorstellen, dass wir in 10 Jahren, wenn wir hier sitzen, ein Implantat in unserem Gehirn haben und ich kann sofort spüren, [wendet sich dabei zum Publikum] weil Sie ALLE Implantate haben werden, ich kann – und wir messen alle Ihre Gehirnwellen – und ich kann Ihnen sofort sagen, wie die Leute reagieren, oder ich kann spüren, wie die Leute auf Ihre Antworten reagieren. Ist es vorstellbar?“
Sergey Brin: „Ich denke, das ist vorstellbar. Ich denke … … ich denke, Sie wissen, dass sie sich vorstellen können, dass Sie sozusagen in eine Art Internet verpflanzt werden. [???] Sie kennen die bessere Fähigkeit, für immer in einer digitalen Welt zu leben. [???] Sie wissen, Sie können sich vorstellen, dass Sie allein in Ihrer biologischen Inkarnation ein sehr langes Alter erreichen werden. [???] Ich denke, es ist fast unmöglich vorherzusagen“ …wohin sich die Technologie entwickeln könnte…
Für Klaus Schwab ist das Thema Implantate als „menschliche Schnittstelle“ zwischen der physischen, digitalen und biologischen Welt die einzige vorstellbare Zukunft für unsere Spezies. Bereits in den 60er Jahren wurde von Calhoun, der durch das Experiment Universum 25 bekannt wurde, Denkprothesen für ALLE als einzige Entwicklungsmöglichkeit des Homo sapiens weisgesagt.
Dieses Gedankengut hat bereits die Foren des WEF verlassen und wird offen in den Werken von Yuval Harari in die breite Öffentlichkeit getragen.
In seinem weltweit promoteten Bestseller „Homo Deus“ von 2015 findet Harari klare Worte über die Zukunft der Menschheit. Auf die Frage „Sind wir Menschen kurz vor dem Aussterben?“, antwortet er:
„Ja, aber es ist kein Ende wie in einem Hollywood-Film, in dem Roboter verrückt werden und alle Menschen töten. Es ist wahrscheinlicher, dass wir neue Technologien nutzen werden, vor allem Biotechnologie mit künstlicher Intelligenz, um uns zu verändern und in Wesen zu verbessern, die sich von uns viel mehr unterscheiden als wir uns von den Neandertalern oder Schimpansen. Ich denke also nicht, dass in 200 Jahren Menschen wie wir die Erde bevölkern werden. Unsere Nachfahren werden eine Form von Cyber-Wesen sein, die das zukünftige Leben dominieren.“
Doch stellt eine Gehirn-Computer-Schnittstelle für gesunde Menschen tatsächlich eine Erweiterung und damit eine Verbesserung dar? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Artikel. Dafür betrachten wir zunächst das menschliche Gehirn, dessen Aufbau und Funktionsweise. Danach widmen wir uns der Thematik Gehirn-Computer-Schnittstelle und geben Einblicke über einige aktuelle Forschungsschwerpunkte.
Das menschliche Gehirn
Die Gehirn-Computer-Schnittstelle
Braucht die Menschheit Denkprothesen?In den folgenden Ausführungen werden wir ausgehend von der Gesamtstruktur des Gehirns immer tiefer in das Denkorgan zoomen.
Das menschliche Gehirn
Verschiedene Bereiche unseres Gehirns
Funktionsweise des Gehirns
Es bleiben Rätsel
Kleine Veränderung, große Wirkung
Verschiedene Bereiche unseres Gehirns
Das Gehirn bildet zusammen mit dem Rückenmark das Zentrale Nervensystem. Als Schaltzentrale des Körpers managt es sämtliche Körperfunktionen, verarbeitet Sinneswahrnehmungen und speichert Informationen. Es fühlt, lernt, denkt und handelt. Dafür müssen verschiedene Gehirnbereiche zusammenarbeiten. Das menschliche Gehirn lässt sich in 4 Bereiche gliedern:
Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn und Stammhirn.

Abb.1: Die verschiedenen Bereiche des Gehirns Das Stammhirn „(auch Hirnstamm) gilt als Verbindungsstelle des Zentralen Nervensystems zwischen Gehirn und Rückenmark. Hier gehen alle Informationen durch, die zum Gehirn transportiert werden. Evolutionär gesehen ist es der älteste Teil des Gehirns. Es steuert lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung. Des Weiteren entspringen hier Reflexe wie der Lidschluss, das Husten und das Schlucken.“ [1]
Das Zwischenhirn ist die Fortsetzung des Stammhirns in Richtung Großhirn. Es besteht u.a. aus dem Thalamus, dem Hypothalamus und der Hypophyse. Der Thalamus als Wächter des Großhirns bildet dabei die größte Region. Hier werden alle Reize bzw. Sinneseindrücke gefiltert, bevor sie über vordefinierte Bahnen ans Großhirn weitergegeben werden. Da der Thalamus Sinneseindrücke zur Bewusstwerdung an das Großhirn weiterleitet, nennt man ihn auch das „Tor zum Bewusstsein“. Die Hypophyse produziert Hormone und gibt sie ab. Die Abgabe der Hormone wird durch den Hypothalamus kontrolliert, er verbindet Hormonhaushalt und Nervensystem. Zudem regelt der Hypothalamus wichtige unbewusste Funktionen wie den Kreislauf, Schlaf, Körpertemperatur, Hunger und Durst, das Schmerzempfinden und Sexualverhalten.
Das Kleinhirn ist in der Hauptsache für unser Körperbewusstsein zuständig, es koordiniert und steuert unsere Bewegungsabläufe. „Neuere Studien lassen vermuten, dass das Kleinhirn nicht nur für Motorik zuständig ist.
Die Neurologin Catherine Limperopoulos und ihre Kollegen von der McGill University in Montréal untersuchten im Jahr 2005 Kinder, die mit Kleinhirnverletzungen geboren wurden. Neben motorischen Problemen hatten die kleinen Patienten auch Schwierigkeiten mit kognitiven Prozessen wie der Kommunikation, sozialem Verhalten und der visuellen Wahrnehmung. Zudem zeigen bildgebende Verfahren, dass bei einer Vielzahl von Tätigkeiten Aktivität im Kleinhirn aufleuchtet: z.B. bei Kurzzeitgedächtnisaufgaben, der Kontrolle impulsiven Verhaltens, beim Hören und Riechen, Schmerz, Hunger, Atemnot und vielem mehr. Noch wissen die Neurowissenschaftler nicht, welche Rolle das Kleinhirn bei diesen verschiedenen Aufgaben spielt. Eine verbreitete Hypothese lautet, dass das Kleinhirn für zeitliche Koordination zuständig ist.“ [2]
Das Großhirn ist der am höchsten entwickelte Bereich des menschlichen Gehirns. Mit ungefähr 80% ist es auch der größte Teil. Es bestimmt maßgeblich unser Erleben, Fühlen, Denken und Handeln – unser ICH – also das Bewusstsein. Wo genau im menschlichen Gehirn das Bewusstsein sitzt bzw. entsteht, kann derzeit niemand sagen.
Als Kommunikationszentrale verbindet das Großhirn Organe und Gewebe miteinander und stimmt sie aufeinander ab. Hier werden Reize aus der Umwelt und aus dem Inneren unseres Organismus aufgenommen, beurteilt, verarbeitet und dann eine Antwort abgegeben.
Das Großhirn besteht aus einer rechten und einer linken Gehirnhälfte (Abb.2a). Die rechte Gehirnhälfte steuert die linke Körperseite und die linke Hälfte ist für die rechte Seite zuständig. Damit beide Gehirnhälften zusammenarbeiten können, sind sie in der Mitte durch ein dickes Bündel aus Nervenfasern verbunden, dem Balken (Abb.2b). Mehr zum Balken im kurzen Video hier. Wenn du beim Betrachten dieses Videos ein „iiihhh“ denkst, erinnere dich daran, dass dein Gehirn gerade einen unerwarteten Spiegelblick auf sich selbst wirft!

Abb.2a: Die beiden Gehirnhälften
Abb.2b: Der Balken verbindet die beiden Gehirnhälften [10]Bestimmte Aufgaben des Großhirns lassen sich jedoch nicht einer Seite zuordnen, sondern verschiedenen Arealen (Abb.3), die sowohl links als auch rechts über das Gehirn verteilt liegen. Diese Areale sind auf unterschiedliche Funktionen spezialisiert. Jede Region besitzt dabei sogenannte Assoziationsfunktionen. Das bedeutet, keine Region allein ist für eine bestimmte Fähigkeit verantwortlich, sondern nur im Zusammenspiel mit anderen.

Abb.3: Die verschiedenen Bereiche des Großhirns In der Großhirnrinde sind deshalb sowohl benachbarte Regionen als auch weit voneinander entfernte Regionen miteinander verknüpft, man nennt das auch lokale und überregionale Vernetzung.
Um die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen, zoomen wir nun tiefer in das Gehirn hinein.
Alle Gewebe und Organe unseres Körpers bestehen aus Zellen. Im menschlichen Körper gibt es mehr als 200 verschiedene Zelltypen. Jeder Zelltyp ist darauf spezialisiert, eine bestimmte Funktion zu erfüllen oder ein spezialisiertes Gewebe zu bilden.
Auch das Gehirn, das komplizierteste Organ, dass die Natur hervorgebracht hat, besteht aus Zellen.
Bei den Gehirnzellen unterscheidet man zwischen zwei Zelltypen, den Neuronen (Nervenzellen) und den Gliazellen (Nervengewebszellen).
Die Neuronen bilden die Grundeinheit der Informationsverarbeitung. Sie erzeugen elektrische Impulse, um Informationen zu übertragen.

Abb.4: Neuronen, Aufbau der Nervenzellen Neuronen bestehen aus einem Zellkörper, dem Soma. Von ihm gehen mehrere Fortsätze, die Neuriten, ab:
- ein Fortsatz: das Axon, das Reize sendet und
- mehrere kurze, verästelte Fortsätze: die Dendriten, die Reize empfangen.
Das Axon wirkt wie ein Kabel, das die elektrischen Signale des Neurons weiterleitet. Es kann sich über Entfernungen von wenigen Mikrometern (lokale Vernetzung) bis zu einem Meter und mehr (überregionale Vernetzung) erstrecken.
In der Senderegion verzweigt sich das Axon und bildet Synapsen (die Kontaktstellen bzw. Verbindungen) mit den Dendriten der Empfängerzelle. Neuronen befinden sich über die Synapsen in gegenseitigem Kontakt. Je mehr Synapsen ein Neuron hat, desto mehr Informationen kann es übertragen.
Jedes Neuron kann mit bis zu 10.000 anderen Neuronen verbunden sein. Bei ca. 86 Milliarden Neuronen kommen, so schätzt man, bis zu 100 Billionen Verbindungen und mehr zustande.
Es gibt viele unterschiedliche Arten von Neuronen, die Spezialisierungen in Form und Funktion entwickelt haben. Auch die Zelldichte innerhalb jedes Hirnareals variiert. Interessanterweise befinden sich die meisten Neuronen, ca. 80 Prozent, im Kleinhirn. Aktuellen Angaben zufolge sind nur etwa 19 Prozent der Neuronen im Großhirn angesiedelt.
Die Gliazellen „sind Zellen der Nervengewebe. Ursprünglich wurde ihnen nur eine Stütz- oder Haltefunktion zugeschrieben. Daher stammt auch die Bezeichnung glia, griechisch für Leim. Heute weiß man, dass sie an Prozessen wie der Signalweiterleitung, dem Stoffwechsel oder der Immunabwehr beteiligt sind.“ [3]
Gliazellen sind im Vergleich zu Neuronen nicht elektrisch aktiv und leiten keine Erregung weiter. Trotzdem sind Gliazellen aktiv an der synaptischen Funktion beteiligt. Vor allem dadurch, dass sie benachbarte Neuronen isolieren, stützen und ernähren. Es gibt schätzungsweise zehnmal mehr Gliazellen als Neuronen. Sie machen zudem mehr als die Hälfte des Nervensystemvolumens aus. [4]
Auch bei den Gliazellen gibt es viele verschiedene Arten. Drei wichtige Gruppen sind zum Beispiel die Astrozyten (sie versorgen unter anderem die Nervenzellen mit Energie), die Oligodendrozyten (sie bilden das Isoliermaterial für die Nervenzell-Ausläufer) und die Mikroglia (sie sind mit den Immunzellen verwandt, schützen u.a. aktiv das Nervengewebe und unterstützen dessen Regeneration nach einer Verletzung).

Abb.5: Gliazellen (Quelle) Die Entwicklung des Gehirns beginnt wenige Tage nach Befruchtung der Eizelle im Embryo. Zunächst werden neuronale Stammzellen gebildet, hauptsächlich im Neuralrohr, dem späteren Zwischenhirn und Rückenmark. Von ihrem Entstehungsort aus wandern die neuronalen Stammzellen an den Ort, an dem sie später gebraucht werden. Dabei bilden sich die Zellen um und werden zu funktionellen Neuronen. Diesen Prozess bezeichnet man als Neurogenese. Pro Minute entwickeln sich so ca. 250.000 neue Nervenzellen.
„Gemäß dem aktuell anerkanntesten Modell, mit dem Neurowissenschaftler die Funktionsweise des Gehirns theoretisch erklären, sind die einzelnen Nervenzellen zunächst in kleinen Verbänden zusammengeschaltet, in so genannten Modulen. Mehrere dieser Schaltkreise bilden wiederum größere Cluster.“ [5]
Man kann sich das Gehirn als ein System vorstellen, dessen grundlegende Bausteine (die Neuronen) sich in Ensembles (vom Modul bis zum Cluster) verschiedener Größen organisieren, die wiederum miteinander verknüpft sind und so Netzwerke unterschiedlicher Größenordnungen bilden. [6]
Diese modulare Vernetzungsstruktur entsteht dabei schon in einer frühen Phase der Entwicklung. Forscher konnten auch belegen, dass das Wachstum von Neuriten (den Zellfortsätzen zum Senden und Empfangen von Signalen) und die Wanderung von Zellen beim Entstehen spezifischer Netzwerkarchitekturen interagieren. Dieses Zusammenspiel steuert das Verhältnis zwischen lokaler Vernetzung kurzer Reichweite und globaler Vernetzung langer Reichweite über Cluster hinweg und bestimmt damit auch den Grad an Modularität im neuronalen Netzwerk. [6]
Modularität „ist das Prinzip des Zerlegens von Aufgaben in kleinere Teilaufgaben (Module), um die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Neuronale Netze arbeiten zum Teil modular, d.h., Teilaufgaben werden in verschiedenen Bereichen des Gehirns verarbeitet, welche wiederum untereinander verknüpft sind (modulare Systeme).“ [7]
„Ein derartiger Aufbau ist enorm effizient, da jede einzelne Nervenzelle Teil unterschiedlicher Gruppierungen und Schaltkreise ist – und somit auch mehrere Aufgaben übernehmen kann. Werden bestimmte Ensembles gerade nicht gebraucht, lassen sie sich aktiv ausschalten. Die Netzwerke können zudem parallel arbeiten und passen sich stets an neue Anforderungen an: Sie entwickeln sich gewissermaßen permanent weiter.“ [5]
Doch wie lernt das Gehirn und wie speichert es die erlernte Information ab?
Lernen findet an den Synapsen statt. Was passiert dabei an den Synapsen? Über Dendriten nimmt ein Neuron elektrische Signale auf und leitet sie zum Zellkörper. Von dort werden die Signale über das Axon an andere Neuronen weitergeleitet (siehe Abb.6).

Abb.6: Elektrische Signale werden von Neuronen über Synapsen weitergeleitet Die Übertragung des Signals von einer Nervenzelle zur nächsten erfolgt an den Synapsen. Eine Synapse ist die Verbindungsstelle zwischen Sender und Empfänger.
Zwischen der Präsynapse (Zellmembran vor der Synapse) des Senders und der Postsynapse (Zellmembran nach der Synapse) des Empfängers befindet sich der synaptische Spalt, den das Signal überwinden muss (Abb.7).

Abb.7: Signalübertragung an chemischen und elektrischen Synapsen [8] Vor dem Spalt wird das elektrische Signal in ein chemisches Signal umgewandelt (siehe Abb.7a). Das elektrische Signal führt dazu, dass an der präsynaptischen Membran chemische Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, ausgeschüttet werden. Diese fließen in den synaptischen Spalt. In der postsynaptischen Membran befinden sich Kanäle. Binden die Neurotransmitter an den Rezeptoren dieser Kanäle, öffnen sie sich und bestimmte chemische Botenstoffe strömen in die postsynaptische Zelle hinein. Diese chemischen Botenstoffe werden dann an speziellen Rezeptoren wieder in ein elektrisches Signal umgewandelt und weitergeleitet.
Für ein besseres Verständnis über die Vorgänge an der Synapse empfehle ich das Video: Synaptische Plastizität – wie das Gehirn lernt.
Man kann sagen, die Nervenzellen kommunizieren, die eine Zelle redet und die andere hört zu. Synapsen sind auch in der Lage, die Stärke der Kommunikation in Abhängigkeit ihrer Nutzung zu verändern. Wenn wir etwas lernen oder üben, erhöht sich die Aktivität der benutzten Synapsen. Dies bewirkt, dass sich die Menge der chemischen Botenstoffe erhöht, zusätzliche Rezeptoren auf den Empfängerzellen entstehen oder die Kontaktflächen der Synapsen wachsen. Dadurch wird die Synapse verstärkt. Lernen wir etwas Neues, werden auch neue Synapsen gebaut. Weniger gebrauchte Synapsen werden abgeschwächt, nicht benutzte verschwinden wieder. Das eingehende Signal kann aber auch hemmend auf die postsynaptische Zelle wirken und damit die weitere Kommunikation unterdrücken.
Die Effektivität der Synapsen wird also aktivitätsabhängig angepasst. Dies ist ein andauernder Prozess, der dazu führt, dass sich Synapsen ständig verändern. [8]
Da die häufigsten Verbindungen chemische Synapsen sind, sind in der Regel auch diese gemeint, wenn die Rede von „Synapsen“ ist. Neben den chemischen Synapsen gibt es auch elektrische Synapsen.
„An elektrischen Synapsen (Abb.7b) sind zwei benachbarte Zellen direkt durch eine Art Tunnel miteinander verbunden. Die gängige Lehrbuchmeinung war lange, dass diese Tunnel starre unveränderbare Strukturen sind, deren einzige Aufgabe es ist, elektrische Stromflüsse direkt von einer Zelle zur nächsten Zelle weiterzuleiten.“ In den letzten Jahren konnte jedoch nachgewiesen werden, „dass elektrische Synapsen sehr wohl veränderbar sind und sogar ihre Stärke aktivitätsabhängig anpassen können. Das heißt, auch bei elektrischen Synapsen kann die Stärke der synaptischen Übertragung erhöht oder verringert werden, je nachdem wie stark sie genutzt werden.“ [8]
Die aktivitätsabhängige Anpassung der Synapse wird als synaptische Plastizität bezeichnet. Mit anderen Worten, das Gehirn ist „plastisch“, also formbar. Das ist eine Bedingung dafür, angemessen auf Änderungen in der Umwelt reagieren zu können.
Synaptische Plastizität ist die Grundlage von Lernen und Gedächtnis. [9]
Unser Gehirn ist ständig im Umbau. Neue Erfahrungen und Eindrücke verändern fortwährend seine Architektur – das neuronale Netzwerk.
Durch neue Erfahrungen und Lernprozesse legt das Gehirn neue Pfade an. Wiederholungen machen Informationen für das Gehirn bedeutsam. Dabei werden Verbindungen stabilisiert und gestärkt, ähnlich einem Trampelpfad, der um so breiter wird, je öfter man ihn läuft. Nutzt man diesen Trampelpfad nicht mehr, schwächt er sich ab. Er wird nicht ganz verschwinden, es wird nur schwerer, ihn zu finden. Dies wird in der Regel als „vergessen“ bezeichnet. Für ein besseres Verständnis schau dir dazu dieses Video: The Neuroscience of Learning an.
Erfahrungen werden zu Gedächtnisspuren – zu sogenannten Engrammen. Jede Erfahrung bildet dabei ein spezielles Muster aus miteinander verbundenen Nervenzellen.
Wenn man etwas erlebt, werden unterschiedliche Merkmale wie Geräusche, Bilder, Fakten und Emotionen dieses Ereignisses in verschiedenen Regionen des Gehirns angesprochen. Durch die gemeinsame elektrische Aktivität der Nervenzellen entsteht das Muster im Gehirn – das Engramm. Dieses Muster bzw. diese Gedächtnisspuren liegen über verschiedene Gehirnareale verteilt (Abb.8).

Abb.8: Sinnbildliche Darstellung einer Gedächtnisspur Für eine Erinnerung müssen ausreichend viele der für ein bestimmtes Muster entscheidenden Neuronen aufgerufen werden, damit sich die einzelnen Teile dieses Musters zu einem Ganzen zusammenfügen können.
Die Gesamtheit aller Engramme ergibt das Gedächtnis. „Diese in «eingeschliffenen Bahnen» gespeicherten Informationen sind später willkürlich oder unwillkürlich (auf auslösende Reize hin) abrufbar und somit die physiologische Grundlage des Gedächtnisses.“ [10]
Erinnerung ist folglich das Wiederauffinden und erneute Abrufen der mit einer Information assoziierten Gedächtnisspur.
„Wenn die meisten von uns über unser Gedächtnis sprechen, beziehen wir uns auf unsere Fähigkeit, sich bestimmte vergangene Ereignisse ins Gedächtnis zu rufen. Aber Erinnerung ist so viel mehr als das und umfasst alle Arten, wie unsere vergangenen Erfahrungen unsere aktuellen Gedanken und Verhaltensweisen beeinflussen.“ [11]
Kein Gehirn gleicht dem anderen. Engramme sind bei jedem Menschen individuell. Sie machen jeden von uns einzigartig. Die im Laufe eines Lebens gesammelten Erfahrungen formen das neuronale Netz und bilden damit die Grundlage jeder individuellen Wahrnehmung. Und das ist auch die Erklärung, warum jeder Mensch die Welt um ihn herum anders wahrnimmt.
„Erinnerungen sind aus wundersamem Stoff gemacht – trügerisch und dennoch zwingend, mächtig und schattenhaft. Es ist kein Verlass auf die Erinnerung, und dennoch gibt es keine Wirklichkeit außer der, die wir im Gedächtnis tragen. Jeder Augenblick, den wir durchleben, verdankt dem vorangegangenen seinen Sinn. Gegenwart und Zukunft würden wesenlos, wenn die Spur des Vergangenen aus unserem Bewusstsein gelöscht wäre. Zwischen uns und dem Nichts steht unser Erinnerungsvermögen, ein allerdings etwas problematisches und fragiles Bollwerk.“
Klaus Mann 1953Es bleiben Rätsel
Obwohl man schon viel über das Gehirn und seine Funktionsweise herausgefunden hat, bleiben dennoch viele Rätsel unbeantwortet.
WIE und WO entsteht Bewusstsein?
Wie funktioniert Denken und Fühlen?
Wie treffen wir Entscheidungen?
Wie arbeitet das Gedächtnis genau?
Was passiert zum Beispiel im Gehirn, wenn man ein Gesicht erkennt?
…Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Neurowissenschaft bis jetzt nur oberflächlich versteht, was unser Gehirn leistet. Nachfolgend einige Beispiele der neuesten Forschungsergebnisse.
Verborgene Schicht eines neuronalen Kommunikationsnetzwerks entdeckt, das durch Dendriten gesteuert wird
„Wissenschaftler der University of California haben eine verborgene Schicht eines neuronalen Kommunikationsnetzwerks entdeckt, das durch Dendriten gesteuert wird. Diese Entdeckung kann die Grundlagen der bisherigen Neurowissenschaften verändern. Bis vor wenigen Monaten ging man davon aus, dass Dendriten ein «passives Kabelnetzwerk» bilden. Das heißt, Forscher glaubten, dass sie nur elektrische Signale an den Zellkörper, auch Soma genannt, weiterleiten. Die neue Forschung hat jedoch gezeigt, dass diese Zellfortsätze weit mehr sind als nur passive Leiter. Sie erzeugen elektrische Signale, die fünfmal größer und häufiger sind als bei Neuronen.
Forscher entdeckten auch, dass Dendriten sich intelligent verhalten. Mit anderen Worten, Dendriten können ihre elektrischen Signale im Laufe der Zeit anpassen. Diese Entdeckung legt den Schluss nahe, dass Dendriten von selbst lernen können. Diese eine Eigenständigkeit hatten Forscher nicht vermutet.“ [12]
„Es ist, als würde man plötzlich feststellen, dass Kabel, die zur CPU unseres Computers führen, auch Informationen verarbeiten können – völlig bizarr und etwas umstritten.“ Dr. Mayank R. Mehta [12]
Neuronen reagieren völlig unterschiedlich auf virtuelle und reale Umgebungen
Forscher unter der Leitung von Mayank Mehta von der University of California waren auch überrascht, als sie herausfanden, dass Neuronen im Gehirn von Ratten völlig unterschiedlich auf virtuelle und reale Umgebungen reagierten.
„Der Hippocampus spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung neuer Erinnerungen und der Erstellung mentaler Raumkarten. Wenn eine Person beispielsweise einen Raum erkundet, werden Hippocampus-Neuronen selektiv aktiv und erstellen eine -kognitive Karte- der Umgebung.
In der virtuellen Welt schienen die Hippocampus-Neuronen der Ratten völlig zufällig zu feuern, als hätten die Neuronen keine Ahnung, wo sich die Ratte befand – obwohl sich die Ratten in der realen und virtuellen Welt völlig normal zu verhalten schienen. Die -Karte- verschwand vollständig.“ [13]
Vierte Hirnhautschicht entdeckt, die wichtig für den Immunschutz sowie den Flüssigkeitstransport im Gehirn ist
Wissenschaftler der University of Rochester Medical Centers aus den USA sowie der Universität Kopenhagen in Dänemark haben eine weitere Entdeckung gemacht. Bislang ging die Neurowissenschaft davon aus, dass das menschliche Gehirn von drei Hirnhautschichten umgeben ist. Doch die Wissenschaftler entdeckten eine vierte Hirnhautschicht, die wichtig für den Immunschutz sowie den Flüssigkeitstransport im Gehirn ist: die „subarachnoidale lymphatische Membran“, auch als „SLYM“ bezeichnet. [14]
SLYM ist eine Art Membran, die sehr dünn und empfindlich ist und nur aus wenigen Zellen besteht. Dennoch ist SLYM eine dichte Barriere, die nur sehr kleine Moleküle durchlässt und außerdem scheinbar saubere, frische Hirnflüssigkeit von alter Hirnflüssigkeit trennt. Diese Beobachtung weist auf die wahrscheinliche Rolle von SLYM hin, toxischen Proteine aus dem Zentralnervensystem auszuspülen, die mit Alzheimer und anderen neurologischen Erkrankungen in Verbindung stehen. [14]

Abb.9: SLYM, eine neu entdeckte Membran im Gehirn [14] „Das SLYM scheint auch wichtig für die Abwehrkräfte des Gehirns zu sein. Das Zentralnervensystem hält seine eigene native Population von Immunzellen aufrecht und die Integrität der Membran verhindert das Eindringen externer Immunzellen. Darüber hinaus scheint die Membran eine eigene Population von Immunzellen des Zentralnervensystems zu beherbergen, die SLYM als Beobachtungspunkt nahe der Oberfläche des Gehirns nutzen, um vorbeiziehenden Liquor auf Anzeichen einer Infektion oder Entzündung zu scannen.“ [14]
Kleine Veränderung, große Wirkung – Fehlfunktionen im Gehirn
Damit Informationen im Gehirn korrekt verarbeitet werden, stehen die Nervenzellen im ständigen Austausch miteinander. „Ist die Balance zwischen erregenden und hemmenden Synapsen jedoch gestört, kann das pathologische Folgen haben“. [15]
„Fehlfunktionen von Gehirn und Nervensystem können durch eine ganze Reihe von Faktoren verursacht werden. Durch äußere Einwirkung, Vererbung oder einer Kombination von beidem kann das komplexe Geflecht geschädigt werden und zu neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen führen. Allerdings sind die genauen Ursachen und Zusammenhänge bei vielen Krankheiten bislang noch unbekannt.
Gehirn und Nervensystem arbeiten mit großer Präzision. Voraussetzung dafür ist, dass die komplexe Struktur von Gehirn und Nervensystem intakt ist und die Stoffwechselprozesse störungsfrei ablaufen. Mögliche Unregelmäßigkeiten und Beeinträchtigungen in diesem komplizierten System können zwar bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden. Doch das hat seine Grenzen.
Wird die Hirnstruktur geschädigt oder treten schwere Störungen der elektrischen und biochemischen Vorgänge auf, führt dies häufig zu neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Welche Fehlfunktionen auftreten, hängt dabei von Ort und Art der Schädigung ab. Ist beispielsweise das Hörzentrum der Großhirnrinde betroffen, ist die Hörfähigkeit beeinträchtigt. Solche einfachen Zuordnungen von Schädigung und Fehlfunktion sind aber nicht immer möglich, weil viele Nervenzellstrukturen an einer ganzen Reihe von Funktionen beteiligt sind.“ [16]

Die Gehirn-Computer-Schnittstelle
Eine Gehirn-Computer-Schnittstelle, auch Brain-Computer-Interface (BCI), ist eine direkte Verbindung zwischen dem menschlichen Gehirn und einer Maschine. Menschen sollen in der Lage sein, Geräte direkt über ihre Gedanken zu steuern. Durch die spezielle Mensch-Maschine-Schnittstelle wird ohne Aktivierung des peripheren Nervensystems, also ohne Nutzung der Extremitäten, eine Verbindung zwischen dem Gehirn und einem Computer ermöglicht. Zum peripheren Nervensystem gehören die Nerven; die Kopf, Gesicht, Augen, Nase, Ohren und Muskeln mit dem Gehirn verbinden.
Für die Umsetzung werden Elektroden benötigt, die die Gehirnaktivität messen. Dabei unterscheidet man zwei BCI-Arten, die invasive BCI und nichtinvase BCI. Bei der nichtinvasiven (äußeren) Anwendung, wird eine Art Badekappe mit eingenähten Elektroden auf den Kopf gesetzt. Bei der invasiven (eindringenden, gewebsverletzenden) Anwendung implantiert man einen Chip auf die Gehirnrinde. Das Brain-Computer-Interface übersetzt dann die neuronale Aktivität (z.B. das EEG) des Gehirns in Signale, die an einen Computer weitergeleitet werden, der sie in konkrete Befehle umwandelt.

Abb.10: Invasive Anwendung: ein hochleistungsfähiges intrakortikales Sprach-BCI Da die derzeitigen BCI-Ausführungen mit vielen Kabeln am Kopf nicht besonders alltagstauglich sind und eine verringerte Benutzerakzeptanz aufweisen, versuchen Neurowissenschaftler drahtlose BCI-Anwendungen zu entwickeln.
Neuralink ist ein Beispiel dafür. Das Video zeigt, wie der Affe Pager nur mittels seiner Gehirnaktivität „MindPong“ spielt.
Um Pong zu spielen, müssen nicht so viele Elektroden implantiert werden. Aber wenn man ein System haben möchte, das über viele Jahre hinweg stabil ist und komplexe Bewegungen steuern kann, z.B. bei einer Handprothese, benötigt man einen höheren Satz an Signalen, die möglicherweise aus mehreren Regionen des Gehirns aufgezeichnet werden. Und die derzeit verfügbaren Geräte (Stand 15.02.2022) unterstützen nur sehr wenige Aufzeichnungskanäle und oft mit sehr begrenzten Bandbreiten. Bei der drahtlosen Technologie reicht die Ausstattung der Geräte auch nicht aus, um große Mengen neuronaler Rohdaten vom Gerät an andere Systeme zu übertragen. [17]
Die Firma B-CRATOS arbeitet an der Entwicklung einer Plattform zur drahtlosen Weiterleitung von Signalen mit hoher Bandbreite durch den Körper, um elektronische Geräte wie Prothesen und medizinische Implantate zu verbinden und zu steuern.

Abb.11: Invasive Anwendung: B-CRATOS in-body network Welche Unterschiede gibt es zwischen invasiven und nicht invasiven Anwendungen?
Dr. Heuer: „Invasive Brain Computer Interfaces ermöglichen eine genauere und klarere Signalerfassung und eine höhere Auflösung der Aktivitätsmuster. Aufgrund von Abstoßungsreaktionen des Körpers (z.B. Narbenbildung) müssen die Implantate aber nach einer bestimmten Zeit (u.U. mehreren Monaten) entfernt werden bzw. verlieren ihre Funktionsfähigkeit. Nicht-invasive BCI sind anfälliger gegenüber externen Störquellen und liefern eine geringere Auflösung. Dafür sind sie «harmloser»“. [18]
Wo liegen die Vor- und Nachteile des Brain Computer Interface?
Dr. Heuer: „Einfache Antwort: Momentan bieten BCI gesunden Menschen keinerlei Vorteile. Klassische Eingabegeräte (Lenkrad, Pedal, Maus, Tastatur, Touchscreens; auch Sprachsteuerung) sind BCI deutlich überlegen. Für Menschen mit starken körperlichen Einschränkungen, die weder die klassischen Eingabegeräte noch speziellere Schnittstellen (Eye-Tracker, Kopf-Maus, Zungen-Joystick) nutzen können, können BCI aber schon heute ein «Game Changer» sein.“ [18]
Ist man vor einer Fremdsteuerung und Hackerangriffen geschützt, falls man die invasive Methode benutzt?
Dr. Heuer: „Hier ist es wiederum notwendig, … zwischen uni- und bidirektionalen BCI zu unterscheiden. Die Antwort ist spekulativ, aber die Gefahr einer Fremdsteuerung würde ich als gering einschätzen. Dennoch kann man sich, insbesondere bei implantierten BCI, bösartige Angriffe vorstellen (sei es nur eine elektrische Überladung o.ä., die zu geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen führt).“ [18]
Dr. Heuer: „Bidirektionale BCI-Systeme, die sowohl Informationen auslesen als auch Signale ins Gehirn einspeisen können, könnten in ferner Zukunft eine maschinenvermittelte Hirn-zu-Hirn-Kommunikation ermöglichen und einen Grad organischtechnischer Interaktion erschließen, der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen lässt.“ [19]
Wo liegen die Gefahren des Brain Computer Interface?
Dr. Heuer: „Invasive BCI: Operationen am offenen Gehirn bergen offensichtlich immer Gefahren.“ [18]
Um das Gehirn freizulegen, wird die Haut durchtrennt, bis zum Schädel vorgedrungen und ein Loch in den Schädel gebohrt. Die schützenden Gewebeschichten, die das Gehirn umgeben, müssen durchtrennt werden. Dann gelangt man an das Gehirn, wo die Elektroden implantiert werden. Die größten Risiken bei dieser Operation sind Infektionen, Blutungen und Gewebeschäden.
Um es nochmal klar zu sagen, für Menschen mit starken körperlichen Einschränkungen, sind BCI-Anwendungen im Bereich der Rehabilitation und medizinischen Versorgung, zur Wiederherstellung sozialer Interaktion oder Bewegungsfähigkeit trotz aller damit verbundenen Risiken durchaus sinnvoll.
Das war auch der ursprüngliche Fokus der Forschung in diesem Bereich. In den letzten Jahren werden jedoch zunehmend auch weitere Einsatzmöglichkeiten in Betracht gezogen, die nicht nur medizinische Gründe haben, wie der folgende Werbefilm zeigt.
HUMAN BRAIN PROJECT (HBP)
„Das Human Brain Project ist eines der größten Forschungsprojekte in Europa. Als europäisches Flaggschiff-Projekt für künftige und neu entstehende Technologien (Future and Emerging Technologies (FET) Flagship) ist das HBP eine langfristige und groß angelegte Forschungsinitiative, die wegweisende Pionierarbeit für die Digitalisierung der Hirnforschung leistet.“ [20]
In dem Dokument „Spotlights on latest scientific advances“ auf Seite 4 (Abb.12) vom Human Brain Project sind einige Forschungsschwerpunkte näher beschrieben.

Abb.12: Die neuesten wissenschaftlichen Fortschritte des Human Brain Projects So zum Beispiel p.13: Bau von Robotern mit hirninspirierter Bewegung und Wahrnehmung oder p.15: Das Gehirn imitieren, um KI energieeffizienter zu machen.
Dazu lässt sich zusammenfassend sagen, man versucht Gehirnfunktionen von Lebewesen (hier Maus) zu verstehen, zu erfassen und auf ein computermodelliertes Gehirn möglichst genau zu exportieren. Das heißt, „die Maus wird repliziert“.
Und man denkt auch weiter. So kann man sich über ein Brain-Computer-Interface auch eine Rückkopplung auf das biologische Gehirn vorstellen. Das Ziel ist es, das Gehirn mit dem Computer und Netzwerken zu verheiraten (Abb.13).

Abb.13: Konzept eines Brain-Computer-Interface (BCI) Netzwerkes Auch die Ziele von B-CRATOS, einem Projekt zur Neuerfindung der Konnektivität von Gehirn, Maschine und Körper, geben Hinweise, in welche Richtung es geht. „Die von B-CRATOS entwickelte Technologie wird tiefgreifende Auswirkungen auf mehrere Bereiche haben. In der Neuroprothetik umgeht es beschädigte Schaltkreise, um fehlende biologische Funktionen wiederherzustellen. Es wird sich auch auf Elektrozeutika (Modulation der Organfunktion durch neuronale Schaltkreise anstelle von Pharmazeutika), Gehirn-Computer-Schnittstellen (Gehirnplastizität durch maschinelles Lernen), Spiele (Immersion) und virtuelle Realität auswirken.“

Abb.13: Mögliche Märkte für die B-CRATOS-Technologie [Quelle] Neben medizinischen Anwendungen avisiert man auch den BCI-Einsatz bei „Robotik und Automatisierung, Virtual Reality und E-Learning, Gaming und Infotainment“.
Unter den Partnern des B-CRATOS Projekts findet sich die Firma Blackrock Microsystems Europe GmbH. Diese Firma bekommt finanzstarke Unterstützung von zwei Startup-Milliardären: Biotech-Investor Christian Angermayer und Paypal-Gründer Peter Thiel.
Investor Christian Angermayer glaubt: „In der Zukunft könnten BCIs so gewöhnlich werden wie Herzschrittmacher heute.“ Für Angermayer ist die medizinische Anwendung nur der Beginn. Er hofft, dass die Technologie noch ein viel breiteres Anwendungsfeld finden wird: „Menschen werden miteinander kommunizieren, arbeiten und sogar künstlerisch tätig sein können, direkt gesteuert durch ihren Geist.“ [Quelle]
Und auch bei der Firma Neuralink denkt man schon weiter: „Der Link ist ein Ausgangspunkt für eine neue Art von Gehirn-Computer-Schnittstelle. Mit der Weiterentwicklung unserer Technologie wollen wir die Kommunikationskanäle mit dem Gehirn erweitern und auf mehr Hirnareale und neue Arten von neuronalen Informationen zugreifen können. Wir glauben, dass diese Technologie das Potenzial hat, ein breites Spektrum an neurologischen Störungen zu behandeln, sensorische und motorische Funktionen wiederherzustellen und schließlich die Art und Weise zu erweitern, wie wir miteinander interagieren und die Welt um uns herum erleben.“ (Stand vom Mai 2023)

Braucht die Menschheit Denkprothesen?
In dem Artikel „Who Wants a Brain Machine Interface?“ (deutsche Fassung: Wer will eine Gehirn-Maschine-Schnittstelle?) setzt sich V.N. Alexander mit dem Tech-Hype und der Ethik des Gedankenlesens auseinander. Der Artikel ist wirklich lesenswert und in sich rund, daher möchte ich hier nur den Anfang zitieren.
ZITAT von V.N. Alexander, PhD, Dozentin am IPAK-EDU:
„Ich wollte noch nie in der Lage sein, eines meiner Geräte mit meinen Gedanken zu steuern. Ich bin vollkommen zufrieden mit einer physischen Schnittstelle, die ich abschalten, loslassen oder verlassen kann. Was ist mit Ihnen? Hält Sie Ihre Tastatur zurück? Bremst Ihre Maus Sie aus? Möchten Sie einen Beitrag einfach nur denken, ohne ihn mit dem Daumen eingeben zu müssen? Warum wird uns die Cyborg-Technologie so sehr aufgezwungen?“
„Hat jemand darum gebeten? Braucht sie jemand?“In letzter Zeit wird uns ständig erzählt, der Mensch müsse mit den Maschinen fusionieren, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Oder wie es Elon Musk in einem Interview formulierte, dass wir Gehirncomputer brauchen, um nicht zu „Haustieren“ für die künstliche Intelligenz zu werden.
Es wird behauptet, die Menschheit muss sich an diese neuen Technologien anpassen, die das Menschsein verändern.
Aber WARUM? Irgendetwas stimmt nicht mit dieser Diskussion, die keine Diskussion ist.
Ich lese Fragen zum Thema wie:
- Was Gehirn-Computer-Schnittstellen für die Zukunft bedeuten könnten?
- Könnten Gehirn-Computer-Schnittstellen zu Gedankenkontrolle führen?
- Welche Sicherheitsanforderungen müssen BCI-Anwendungen erfüllen?
- Zu welchen Zwecken und unter welchen Bedingungen dürfen Informationen über das Gehirn gesammelt und verwendet werden?
- Welche Bestandteile von Hirndaten dürfen rechtmäßig weitergegeben und anderen zugänglich gemacht werden?
- Wer ist berechtigt, auf diese Daten zuzugreifen?
- Wo sollten die Grenzen der Einwilligung in diesem Bereich liegen?
Aber ich finde nirgendwo die Frage: Brauchen gesunde Menschen die BCI-Technologie wirklich?
Warum gibt es nur diese eine Entwicklungsperspektive für Homo sapiens? Warum müssen wir alle in ein elektronisches Netzwerk integrieren?
Wir sind doch bereits alle in einem Netzwerk, in einem biologischen Netzwerk. Ich bin der Meinung, wenn die Natur gewollt hätte, dass wir miteinander direkt verbunden sind, dann hätte sie uns so gemacht. Nirgendwo in der Natur sehen wir solche direkten Verbindungen. Selbst Ameisenkolonien und Bienenvölker sind Ansammlungen eigenständiger Lebewesen, die sich über akustische und chemische Signale austauschen. Offensichtlich hat sich die Natur etwas dabei gedacht.
Jeder Mensch denkt anders. Und genau das macht den Organismus Menschheit auch aus. Wir sind schon vernetzt und kommunizieren intensiv miteinander. Warum sollten wir uns Denkprothesen implantieren, die uns schrittweise entmenschlichen. Wer will das? Wem nützt das? Der Mensch ist ein Bestandteil der Natur. Sollte sich der Mensch über die Natur erheben? Hat das schon jemals irgendwann funktioniert?
Ich bin nicht technologieunfreundlich. Ganz im Gegenteil. Und in meinen Überlegungen geht es nicht um ein Misstrauen gegenüber der Wissenschaft. Eher um ein Misstrauen gegenüber bestehenden Machtstrukturen, die bereits heute das gesellschaftlich-politische Leben prägen, wie die Geschehnisse der letzten drei Jahre zeigen. In wessen Hände geraten die Ergebnisse von diesen Forschungen und wie kommen sie dann zum Einsatz?
Wenn ich keinen mentalen Rückzugsort mehr habe und wenn ich nicht mehr Herr (oder Frau) meiner Gedanken bin… WER bin ich dann? WAS bin ich dann? Gibt es dann noch ein ICH? Mit all dem Wissen über unser Gehirn, dem derzeitigen Stand der BCI-Technologie und dem Wissen, was man in der Zukunft mit BCIs gedenkt zu tun, kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er ein Brain-Computer-Interface haben möchte oder nicht. Zumindest solange es NOCH eine freie Entscheidung bleiben darf.
Epilog
Am 16.02.2022 berichtete die PC-WELT: „16 der 23 Affen seien an Tests mit Elon Musks Neuralink-Implantaten gestorben.“
Quellen (Stand vom 01.09.2023)
[1] Gesundheitswissen, “Gehirn: Aufbau, Training und Erkrankungen“, 22.02.2023, https://www.gesundheitswissen.de/gesund-leben/gesundheitsprobleme/gesundes-nervensystem/gehirn/
[2] dasgehirn.info, Der Kosmos im Gehirn, “Das Kleinhirn“, Hanna Drimalla, 26.07.2011, https://www.dasgehirn.info/grundlagen/anatomie/das-kleinhirn
[3] studyflix, “Gliazellen“, Hanna Drimalla, Stand vom 06.05.2023, https://studyflix.de/biologie/gliazellen-2967
[4] Spektrum.de, “Gliazellen“, Copyright 2000, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/gliazellen/4781
[5] http://www.dasGehirn.info, Der Kosmos im Kopf, “GUT VERNETZT“, Janosch Deeg, 30.04.2020, https://www.dasgehirn.info/grundlagen/struktur-und-funktion/gut-vernetzt
[6] [werner.stangl]s arbeitsblätter (Stangl, 2023), “Neuronen – Nervenzellen“, W. Stangl, 12.05.2023, https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/Gehirn-Neuronen.shtml
[7] Spectrum.de, “Modularität“, Copyright 2000, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/modularitaet/7824
[8] Spectrum.de, “Die unterschätzte Synapse“, von klartext, 02.09.2021, https://scilogs.spektrum.de/klartext/die-unterschaetzte-synapse/
[9] MAX-PLANCK-Gesellschaft, “Das Gehirn“, Stand vom 06.05.2023, https://www.mpg.de/gehirn
[10] Spectrum.de, “Engramm“, Copyright 1999, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/engramm/21404
[11] BOSTON COLLEGE, “Die Wissenschaft hinter dem Gedächtnis“, Elizabeth A. Kensinger, März 2023, https://www.bc.edu/content/bc-web/bcnews/science-tech-and-health/psychology/the-science-behind-memory.html
[12] Gedankenwelt, “Dendriten: Der Beginn einer neurowissenschaftlichen Revolution?“, Sonia Budner, 28.01.2023, https://gedankenwelt.de/dendriten-der-beginn-einer-neurowissenschaftlichen-revolution/
[13] UCLA, University of California, ”Brain’s reaction to virtual reality should prompt further study, suggests new research by UCLA neuroscientists, Stuart Wolpert, 24.11.2014, https://newsroom.ucla.edu/releases/brains-reaction-to-virtual-reality-should-prompt-further-study-suggests-new-research-by-ucla-neuroscientists
[14] University of Rochester Medical Center, ”Neu entdeckte Anatomie schützt und überwacht das Gehirn“, Mark Michaud, 05.01.2023, https://www.urmc.rochester.edu/news/story/newly-discovered-anatomy-shields-and-monitors-brain
[15] medinlive, medizinische information live, “Nervenzellen völlig falsch verbunden“, 25.4.2019, https://medinlive.at/wissenschaft/nervenzellen-voellig-falsch-verbunden
[16] Neurologen und Psychiater im Netz, “Fehlfunktionen und Schäden von Gehirn und Nervensystem“, Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Lindenberg, Prof. Dr. Gregor Hasler, Stand vom 06.05.2023, https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/gehirn-nervensystem/fehlfunktionen/schaeden/
[17] B-CRATOS, “Next Generation BCI Needs and Potential” by Dr Paul Wanda – Blackrock Microsystems Europe, https://www.youtube.com/watch?v=6iZZ3gPksTw&t=1100s
[18] FUTURE COMMUNICATION, “Brain Computer Interface: Der Informationsaustausch von Gehirn und Maschine“, Tatjana Ladwig, 09.12.2021, https://futurecommunication.de/brain-computer-interface-der-informationsaustausch-von-gehirn-und-maschine/
[19] Frauenhofer INT, “Brain-Computer-Interfaces”, Dr. Carsten M. Heuer, Dezember 2015, https://www.int.fraunhofer.de/content/dam/int/de/documents/EST/EST-1215-Brain-Computer-Interfaces.pdf
[20] JÜLICH Forschungszentrum, “HUMAN BRAIN PROJECT (HBP)“, https://www.fz-juelich.de/de/inm/inm-7/kooperationen/human-brain-project-hbp
5G, 6G, AI, Artificial Intelligence, B-CRATOS, BCI, Brain-Computer-Interface, Denkprothesen, drahtlose Kommunikation, Elon Musk, Future of Humanity, Gehirn, Gehirn-Computer-Schnittstelle, HBP, Homo Deus, Human Brain Project, Industrielle Revolution, Internet-der-Dinge, IoT, Künstliche Intelligenz, KI, Klaus Schwab, Konnektivität, menschliche Augmentation, menschliche Schnittstelle, Neuralink, Transhumanismus, WEF, World Economic Forum, Yuval Harari, Zukunft der Menschheit -
Experiment „Universum 25“ und der Weg in eine technokratische Zukunft


In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Weichen für die gegenwärtige gesellschaftspolitische und technokratische Entwicklung gestellt. Dabei spielt das Experiment „Universum 25“ eine interessante Rolle. Kennst du dieses Experiment? Und weißt du, wie es mit der Entwicklung von KI und dem Transhumanismus verbunden ist? In diesem Artikel befassen wir uns mit den Schlussfolgerungen dieses Experiments und den Schatten, den sie auf die heutigen Entwicklungen werfen.
Das Experiment „Universum 25“ ist eine Simulation einer globalen Überbevölkerung. Damit reiht es sich zu den anderen Simulationen aus der Gegenwart ein wie Event 201 und SPARS für eine globale Pandemie und Food Chain Reaction für eine globale Nahrungsmittelverknappung. Das Ziel solcher Events ist die Vorbereitung der Bevölkerung auf bestimmte Ereignisse.
Über das Experiment „Universum 25“ wurde schon ausführlich in der Presse berichtet, zum Beispiel hier. Nichtsdestotrotz werde ich in den ersten zwei Kapiteln die wesentlichen Details zum Experiment zusammenfassen. Diese sind die Grundlage für ein besseres Verständnis der Schlussfolgerungen aus diesem Laborversuch.
- Einleitung
- Das Experiment „Universum 25“
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Experiment
- Weitere Hintergründe zum Experiment
- Calhouns Visionen für die Menschheit
- Zeitskala und Parallelen zur Gegenwart
1. Einleitung
Die Sorge um die menschliche Überbevölkerung ist ein uraltes Thema.
Der Kirchen-Autor Tertullian lebte im zweiten Jahrhundert n. Chr. in der Stadt Karthago, als die Weltbevölkerung 190 Millionen betrug. Er sagte: „… überall sind Wohnungen, überall Bevölkerungen, überall Staaten, überall Leben. Wir sind der Erde eine Last, kaum reichen die Elemente für uns aus, die Bedürfnisse werden knapper und überall gibts Klagen, da uns die Natur bereits nicht mehr erhalten will. Seuchen, Hunger, Kriege, Untergang von Städten sind schier für Heilmittel zu halten, für eine Art Beschneidung des überwuchernden menschlichen Geschlechtes.“ [DE ANIMA, Cap.30]
1804 erreichte die Bevölkerungszahl 1 Milliarde und während des 19. Jahrhunderts äußerte der Pfarrer und Ökonom Thomas Robert Malthus seine Befürchtungen, dass die Macht der Bevölkerung auf unbestimmte Zeit größer ist als die Macht der Erde. Er postulierte, die Produktion von Nahrungsmitteln nehme nur linear zu, während die Anzahl der Menschen exponentiell wachse. „Ein Mensch, der in einer schon okkupierten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgendeinen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“
Das Bevölkerungswachstum beschleunigte sich im 20. Jahrhundert und verdoppelte sich 1927 auf 2 Milliarden und 1959 auf 3 Milliarden. Und das 20. Jahrhundert versprach, dass sich dieses Wachstum noch weiter beschleunigen würde. Derzeit ist die Weltbevölkerung bei 8 Milliarden angekommen.
„Tragfähigkeit“ nennen Ökologen die maximale Anzahl von Organismen einer Art (Populationsgröße), die ein Lebensraum ernähren kann. Die logische Schlussfolgerung der Wachstumskritik ist: „Unendliches Wachstum ist auf einem endlichen Planeten nicht möglich.“
Es bleibt die Frage, wie viele Menschen kann die Erde tragen?
Um die Frage zu klären, welchen Einfluss der zur Verfügung stehende Raum auf eine wachsende Population hat, startete die John-Hopkins-University 1947 mit einem Nagetierökologie-Experiment. John B. Calhoun nahm als Forschungsassistent an diesem Versuch teil.
1954 wurde Calhoun von dem National Institute of Mental Health (NIMH) eingestellt, das großes Interesse an diesen Forschungen zeigte. Das NIMH ist dem National Institutes of Health (NIH) untergeordnet. Das NIH wiederum gehört zum US-Gesundheitsministerium und ist die wichtigste Behörde für biomedizinische Forschung der USA.
Als Angestellter des Psychologischen Labors des NIMH wiederholte Calhoun das Experiment in speziell konstruierten „Nagetier-Universen“. Mit seinem letzten Experiment dieser Reihe, dem Experiment „Universum 25“, wurde Calhoun berühmt. Seine Forschung hatte zum Ziel, Zukunftsprognosen für die menschliche Gesellschaft zu treffen.
2. Das Experiment „Universum 25“
Was würde geschehen, wenn man für Mäuse ein «Mäuseparadies» erschafft, in dem sie alles haben, was sie brauchen, außer Platz?
Das Mäuse-Universum dieses Experiments war ein begrenzter physikalischer Raum, der aus 16 gleich aufgebauten Zellen bestand (siehe Abb.1) – einem 16-Zellen-Universum. Jede Zelle bot laut Calhoun die Möglichkeit, viele der Verhaltensweisen auszuleben, die für die Tierart charakteristisch sind.

Abb.1: Calhoun in seinem 16-Zellen -Universum [Quelle] Anmerkung: Auf dem Foto sieht man Calhoun und ca. 200 Mäuse, wenn man auch die verdeckte Seite mit einrechnet.
Außer Platz war alles andere im „Mäuseparadies“ vorhanden.
- Genügend Ressourcen – für die Mäuse hieß das, genügend Nahrung und Wasser. Für den Nestbau stand immer ausreichend Baumaterial zur Verfügung.
- Perfektes Wetter – für Mäuse herrschte die perfekte Temperatur von 21 – 32 Grad.
- Keine Krankheiten – Tierärzte kümmerten sich um die Gesundheit der Bewohner. Etwa alle vier bis acht Wochen wurde das Paradies gereinigt.
- Keine Fressfeinde.
Alle sterblichkeitsfördernden Parameter wurden beseitigt. Man hatte den „perfekten“ Ort geschaffen auf einem begrenzten Raum = einem 6,6 Kubikmeter großen Würfel, ca. einen halben Meter hoch. Und es gab 256 Nistfächer in vier Etagen. Die Beobachtungen des Experiments wurden in 4 Phasen unterteilt.
Phase A „Einzug“
8 Hausmäuse (4 Männer und 4 Frauen, 48 Tage alt) wurden am 9. Juli 1968 in das 16-Zellen-Universum eingeführt. Die vier Mäusepaare erkundeten ihre neue Heimat mit den Unterkünften, Nestern, Leitern, Gängen, Futterstellen, Wasserstellen, Nistmaterialen und richteten sich ein.
Phase B „Wachstum“
Die ersten Jungtiere wurden geboren. Die Population wuchs nun exponentiell. Die Zahl der Mäuse verdoppelte sich alle 55 Tage. Alles lief prima. Die Mäuse entwickelten sich prächtig, waren gut drauf und gesund. Laut Calhoun bestand eine soziale Grundeinheit aus einem territorialen Männchen, drei konkurrierenden, aber untergeordneten Männchen und sechs sich effektiv fortpflanzenden Weibchen. Am Ende von Phase B waren alle Zellen mit solchen sozialen Grundeinheiten gefüllt.
Phase C „Gebremstes Wachstum“
Am Tag 315 waren es nun 620 Mäuse. Die Population verdoppelte sich jetzt nur noch alle 145 Tage. Calhoun erklärte den Geburtenrückgang wie folgt. Normalerweise wandert der Überschuss ab, der keine sozialen Nischen mehr findet. In seinem experimentellen Universum gab es jedoch keine Gelegenheit zur Auswanderung. Als die ungewöhnlich vielen Jungen das Erwachsenenalter erreichten, mussten sie bleiben, und sie kämpften um Rollen in dem gefüllten sozialen System. Männchen, die versagten, zogen sich physisch und psychisch zurück; sie wurden sehr inaktiv.
Infolge der extremen Anforderungen, die an territoriale Männchen gestellt wurden, um heranwachsende Artgenossen abzuweisen, nahm ihre Fähigkeit ab, ihr Territorium weiterhin zu verteidigen. Die Verringerung der männlichen Territorien stresste die Weibchen. Sie reagierten vermehrt aggressiv, auch auf die eigenen Jungen, die angegriffen und verletzt wurden und mehrere Tage vor der normalen Entwöhnung ihr Zuhause verlassen mussten. Ebenso ging die Empfängnisrate zurück, und die Resorption (Auflösung) der Föten nahm zu.
Das soziale Verhalten der Mäuse änderte sich drastisch. So bildeten sich verschiedene Gruppen von Außenseitern. Einige von ihnen verbrachten den größten Teil ihres Lebens als Einzelgänger. Die meisten der zurückgezogenen Männchen versammelten sich jedoch in großen Ansammlungen.
Sie zeichneten sich durch massenhaft frische Wunden aus. Nur in wenigen Fällen wurden ihnen diese Wunden von territorialen Männchen zugefügt. Von Zeit zu Zeit brach jedes zurückgezogene Männchen in einen kurzen Gewaltausbruch aus, bei dem es eines der mit ihm verbundenen zurückgezogenen Männchen angriff. Das angegriffene Männchen flüchtete selten, sondern kauerte sich hin und ließ sich beißen.
Weibliche Gegenstücke dieser zurückgezogenen Männchen neigten dazu, sich in höher gelegene Nistkästen zurückzuziehen, die von Weibchen mit Würfen weniger bevorzugt wurden.
Auch das Sexualverhalten wies nun ein breites Spektrum auf. Dazu gehörte bei den Männchen, dass sie Weibchen um ein Vielfaches der normalen Dauer bestiegen, und dies oft ohne Penetration. Sie bestiegen auch andere erwachsene Männchen als auch nicht empfängliche Weibchen, und in extremen Fällen sogar unreife Individuen beider Geschlechter. Einige der Weibchen zeigten ein männliches Sexualverhalten. Sie bestiegen sowohl erwachsene Männchen als auch andere erwachsene Weibchen.
Den Zusammenbruch des sozialen Verhaltens, der aus der Überfüllung resultierte, nannte Calhoun „Verhaltenssenke“.
Obwohl die Sterblichkeitsrate der Nachkommen anstieg und die Geburtenrate stark zurückging, wuchs die Population bis zum Tag 560 noch auf 2200 Tiere an (siehe Abb.2).

Abb.2: Entwicklung der Mäusepopulation in einem geschlossenen Raum. [Quelle] Phase D „Todesphase“
Die Anzahl der sich nicht fortpflanzenden Weibchen stieg weiter an. Die männlichen Gegenstücke dazu waren die sogenannten „Schönen“. Ihr Verhaltensrepertoire beschränkte sich im Wesentlichen auf Essen, Trinken, Schlafen und Körperpflege. Sie haben sich den Weibchen nie sexuell genähert und nie gekämpft, so dass sie keine Wunden oder Narben hatten. So blieb ihr Fell in einem ausgezeichneten Zustand, daher bezeichnete Calhoun sie als die „Beautiful Ones“.
„In der Mitte von Phase D gab es praktisch keine territorialen Männchen, keine streitenden Männchen und keine sich fortpflanzenden Weibchen mehr, die in der Lage waren, sich um Junge zu kümmern. Die genetischen und erlernten Anlagen eines effektiven Erwachsenenverhaltens waren bei allen «weggewaschen» worden“, so Calhoun.
Obwohl es genug Nahrung gab, kam es auch zu Kannibalismus. Die Population normalisierte sich nicht wieder, sondern starb vollständig aus. Am Tag 1780 starb das letzte überlebende Männchen.
3. Kritische Auseinandersetzung mit dem Experiment
Ich wollte mir einfach mal ein Bild vom Mäuseparadies machen und zwar genau an dem Tag, an dem die Stimmung im Paradies kippt und es für die Mäuse zur Hölle wird: also zu Beginn von Phase C am Tag 315 mit 620 erwachsenen Mäusen. Daher habe ich mir einfach mal ein Bild gemacht (siehe Abb.3).

Abb.3: Maßstabsgerechte Abbildung des Universum 25 am Tag 315 mit 620 Mäusen Das Bild ist eine maßstabsgerechte Abbildung nach den vorliegenden Daten zum Experiment 25.
Das Mäuse-Universum hat 101 Zoll im Quadrat.
101 Zoll = 256,54 cm
256,54 cm x 256,54 cm = 65.812,8 cm2 = ca. 6,6 m2Hausmäuse haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 7-11 cm und eine Schwanzlänge von 7-10 cm.
In meiner Abbildung habe ich eine Körperlänge von 10 cm, eine Schwanzlänge von 5 cm und eine Körperbreite von 3 cm angenommen. Wenn man dann die 620 Mäuse gleichmäßig auf den zur Verfügung stehenden Raum verteilt, versteht man das Dilemma. Auch wenn wir uns einige der (im Bild am Boden dargestellten) Mäuse in Gängen, an Futterstellen oder in weiteren Nistplätzen vorstellen.
Eine bildliche Darstellung des Käfigs mit 2200 Mäusen am Tag 560 habe ich mir gespart. Ich denke, dass kann sich jetzt jeder ungefähr selbst vorstellen.
Dass es dann bei so einem starken Gedränge in einem fantasielosen monotonen Kasten ohne Möglichkeit zur Flucht zu Verhaltensänderungen kommt, hätte man sich eigentlich auch schon im Vorfeld denken können. Für diese Erkenntnis muss man nicht jahrzehntelang Mäusepopulationen quälen. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.
„Obwohl diese Art von Umgebung absichtlich so gestaltet wurde, dass sie die Entwicklung der Verhaltenssenke ermöglicht, zeigt uns gerade die Bestätigung ihrer erwarteten Entwicklung, wie man eine Umgebung nicht gestalten sollte. Sie weist auf die nachteiligen Folgen einer statischen Umgebung hin, insbesondere wenn die Anzahl und der Ort der Reaktionsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.“
— CalhounDas heißt also, dass man schon vor Beginn des Experiments wusste, wie es ausgehen wird. Daher hat man zum 25. Mal dasselbe Ergebnis provoziert. AHA. Das ist „SCIENCE“ meine Damen und Herren!!!
In Bezug auf die Verhaltensänderungen der Mäuse sagt Calhoun auch noch folgendes: „Dr. Julius Axelrod hat das Enzym, das Noradrenalin in Adrenalin umwandelt, in dieser und anderen Mäusekategorien der Phase D untersucht. Im Gegensatz zu den Mäusen, die sich gewehrt haben, zurückgewiesen wurden und sich zurückgezogen haben, zeigen diese ‘Schönen‘ keine Anzeichen dafür, dass sie jemals gestresst waren. Wir können nur vermuten, dass die erhöhte Aggressivität erwachsener Weibchen während ihrer frühen Entwicklung in Verbindung mit dem häufigen Kontakt mit anderen Mäusen die Entfaltung dieses Verhaltens, dessen Ausprägung durch die genetische Vorlage gesteuert wird, blockiert hat. Diese sehr frühe Blockierung von sexuellem und aggressivem Verhalten schließt die Möglichkeit aus, die Ausprägung dieses Verhaltens durch Lernen zu entwickeln.“
Calhoun geht in seinen Ausführungen nicht darauf ein, was die Untersuchungen der Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin ergeben haben. Wenn ein Körper Stress wahrnimmt, steigt die Freisetzung dieser Hormone innerhalb weniger Minuten an. Die erhöhten Werte können jedoch relativ schnell wieder auf normale Baseline-Werte zurückgehen, sobald die Stresssituation vorbei ist, normalerweise innerhalb von Minuten bis Stunden. Bei chronischem Stress kann sich das Muster der Hormonausschüttung verändern. Es ist wichtig zu beachten, dass chronischer Stress oft nicht so leicht zu messen ist wie akuter Stress, da er sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und verschiedene Auswirkungen auf den Körper und die Psyche haben kann.
Adrenalin und Noradrenalin sind Hormone, die in Stress-Situationen ausgeschüttet werden. Nimmt das Gehirn eine Gefahr wahr, gibt es den Nebennieren das Kommando, diese Stresshormone auszuschütten. Sowohl Noradrenalin als auch Adrenalin verteilen sich dann innerhalb weniger Minuten im gesamten Körper und versetzen ihn damit in den „Fight or Flight“-Zustand. Das Lebewesen entscheidet, ob es kämpfen oder flüchten soll. Aus dem Mäuseparadies flüchten war nicht möglich und kämpfen für die Meisten aussichtslos.
Wir können uns alle vorstellen, dass es in einem überfüllten Mäusegefängnis nach einer akuten Stresssituation nicht zu einer angemessenen Entspannung kommen kann. Somit wird aus akutem Stress ein chronischer Stress. Und chronischer Stress hinterlässt seine Spuren. Zeichen hierfür sind unter anderem: Lustlosigkeit, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Ängste, Müdigkeit und Erschöpfung, Motivationslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, sozialer Rückzug, psychische Erkrankungen wie Depression, usw. Und wenn Stresshormone das Gehirn blockieren, kommt es auch zum Libidoverlust. All diese hormonbedingten Auswirkungen dürften 1970 auch keine Neuigkeit gewesen sein.
Bleibt noch die Frage, warum sich die Mäusepopulation in Phase D nicht wieder erholt hat, nachdem die Anzahl der Mäuse drastisch gesunken war.
Diese Frage kann ich derzeit nicht beantworten, möchte aber hinzufügen, dass laut Calhoun nur das 16-Zellen-Universum, also das 25. Experiment dieser Reihe, fortgesetzt wurde, um festzustellen, ob spätere Perioden mit rascher Abnahme oder Zunahme auftreten können. Die 1-, 2-, 4- und 8-zelligen Universen wurden zum Zeitpunkt des leichten Rückgangs der Bevölkerungszahl beendet. Deren Ausgang bleibt somit eine Annahme.
Nach Calhoun bestand die Sterbephase aus zwei Phasen: dem ersten Tod – dem „Tod des Geistes“ und dem zweiten Tod – „dem physischen Tod des Körpers“. Der „Tod des Geistes“ war gekennzeichnet durch den Verlust des Lebenssinns. Keine Rolle in der Gesellschaft zu haben, trug zur Entstehung der existenziellen Leere bei. Darauf folgte der Tod des Körpers.
Warum kann man den Mäuse-Käfig nicht 1:1 auf den freien Menschen übertragen? Die Antwort ist ziemlich einfach. Weil UNS nicht unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen. Ich habe versucht, die Unterschiede zwischen Experiment und Realität in einer Tabelle zu verdeutlichen.

Hunger und Kriege reduzieren die Population auf natürliche Weise. Wie sagt man so schön – da hat sich die Natur schon etwas dabei gedacht. Anmerkung: Menschen haben keine Fressfeinde. Jedoch ist der größte Feind des Menschen – der Mensch selbst.
(*) Würde der Mensch mit der Wachstumsbegrenzung „Ressourcen“ den „Point of no Return“ erreichen? Die Studie von Calhoun gibt darauf keine Antwort.
4. Weitere Hintergründe zum Experiment
Interessant ist, WER solche Studien mitfinanzierte?
Die erste Rattenstudie (1947-1949) von Calhoun wurde von der Johns Hopkins University mit einem Zuschuss der Rockefeller Foundation gefördert.
Und auf der Jahrestagung 1968 der AAAS in Dallas hält Calhoun seine legendäre Rede „Der Raum und die Strategie des Lebens“, in der er über seine Experimente berichtet und seine Visionen präsentiert, auf die ich später noch eingehen werde.
Die AAAS – American Association for the Advancement of Science (die Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft) ist die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft und Herausgeber mehrerer Zeitschriften, darunter Science und Science Advances. Ihr Leitspruch lautet „die Wissenschaft fördern und der Gesellschaft dienen“ und ihr Auftrag ist der wissenschaftliche Fortschritt und weltweite Entwicklungen zugunsten der Menschheit.
Werfen wir mal einen Blick auf die Liste der früheren und gegenwärtigen Geldgeber der AAAS, die weltweite Entwicklungen zugunsten der Menschheit finanzieren. Dort finden wir unter anderem:
- AstraZeneca
- Genentech
- Johnson & Johnson Foundation
- NATO
- Norvartis
- Open Society Institute (Gruppe von Stiftungen des George Soros)
- Rockefeller Foundation
Noch Fragen?
5. Calhouns Visionen für die Menschheit
Kommen wir nun zur legendären Rede von Calhoun „Der Raum und die Strategie des Lebens“.
Ich habe mir seine 59-seitige Rede mindestens dreimal durchgelesen. Und ich kann sagen, ab jetzt wird es ziemlich grotesk, gruselig und trotzdem überaus spannend. Im Folgenden bin ich wirklich bemüht, seine Erklärungen und Schlussfolgerungen verständlich zu machen und auf die wesentlichsten Aussagen zu verdichten.
Mit der Entdeckung des konzeptionellen Raums entsteht Homo sapiens.
In längeren Ausführungen beschreibt Calhoun, dass Menschen ein Kontaktbedürfnis haben und die Erfüllung dieses Kontaktbedürfnisses nur innerhalb einer bestimmten Gruppengröße optimal befriedigt werden kann. Dafür definiert er für Menschen eine optimale Gruppengröße von 12 Erwachsenen. Immer dann, wenn sich die Anzahl der Gruppenmitglieder verdoppelt, kommt es vermehrt zu Frustrationen innerhalb der Gruppe, da die Anzahl der Kontakte das Optimum überschreiten. An diesem Punkt teilt sich die Gruppe. Die eine Hälfte bleibt im ursprünglichen Gebiet, während die andere Hälfte ein neues Gebiet besiedelt.
Mit der Zeit füllen sich alle geeigneten bewohnbaren Gebiete, eine Abwanderung ist nicht mehr möglich. Trotzdem wachsen die Gruppen weiter. Calhoun postuliert, dass eine bestimmte Flächengröße pro Erwachsenen aber bestehen bleiben muss.
In seiner Welt entdeckten irgendwann einige „Gruppen eine neue Art von Raum, in dem sie sich bewegen konnten.“ Diesen neuen Raum nennt er den „konzeptionellen Bereich“. Damit sich eine Gruppe zahlenmäßig verdoppeln kann, während sie sich im selben physischen Raum aufhält, muss sie einen konzeptionellen Bereich erwerben, der ihrem physischen Bereich entspricht; so Calhoun.
„Mit der ersten Aneignung eines konzeptionellen Raums, der dem bereits besetzten physischen Raum gleichwertig ist, entwickelte sich der Mensch zu einem echten Homo sapiens.“
— CalhounSeine „Grundhypothese: Die Zunahme des konzeptionellen Raums muss ungefähr mit der Zunahme der Gesamtbevölkerung Schritt halten.“
Mit anderen Worten, je kleiner der physische Bereich – die reale Welt – wird, umso größer muss der konzeptionelle Bereich – die virtuelle Welt – werden. In der virtuellen Welt kann Homo sapiens dann alle Dinge ausleben, für die es in der realen Welt keinen Platz mehr gibt.
Calhoun berechnet die optimale Weltbevölkerung
Bei der Berechnung der optimalen Weltbevölkerung bezieht sich Calhoun auf eine Analyse von von Foerster. Von Foerster und seine Kollegen haben in den 1960er Jahren eine Auswertung der Anzahl der Menschen auf der Erde basierend auf den letzten 2.000 Jahren durchgeführt. Im Wesentlichen fanden sie heraus, dass jede aufeinanderfolgende Verdoppelung der Population nur die Hälfte der Zeit benötigte, die für die vorherige Verdoppelung erforderlich war (siehe Tabelle unten).
Calhoun nimmt an, dass sich diese Eigenschaft der Populationszunahme weit zurück durch die menschliche Geschichte erstreckt. Daher definiert Calhoun für den Zeitpunkt (x) eine Gesamtbevölkerung von 1.830 Personen. In seiner Welt durchläuft diese Gesamtbevölkerung nun SIEBEN aufeinanderfolgende Verdopplungen, d.h. 1.830 > 3.660 > 7.320 > 14.640 > 29.280 > 58.560 > 117.120 > 234.240.
Und er vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass diese Verdopplungen NUR durch einen wachsenden konzeptionellen (virtuellen) Raum möglich sind.
Den Zusammenschluss von SIEBEN „Kulturbereichen“ nennt er „Nation“. Aus SIEBEN „Nationen“ entsteht ein „Imperium“. Aus SIEBEN „Imperien“ entsteht eine „Liga“. Und SIEBEN „Ligen“ gipfeln in einer „Weltunion“. Diesen Prozess hat er in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Von Foerster und Kollegen betonen in ihrer Analyse, dass der Prozess der Bevölkerungsverdopplung in immer kürzerer Zeit nicht mehr lange in der Zukunft fortgesetzt werden kann. Diese Zeit, zu der die Bevölkerungszahl unbegrenzt wird, nennen sie „Tag des Jüngsten Gerichts“ und berechnen das Jahr 2027 n. Chr.
Auf dieser Grundlage legt Calhoun eine optimale obere Weltbevölkerung von NEUN Milliarden fest.
„Die Verlangsamung des derzeitigen Bevölkerungswachstums, damit die maximale Weltbevölkerung das Optimum von neun Milliarden nicht wesentlich übersteigt, erfordert die Fortsetzung der derzeitigen Bemühungen um eine Verringerung der Geburtenrate.“
— CalhounAnmerkung: Laut UNRIC, dem Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen, hat die Verlangsamung des Bevölkerungswachstums bereits eingesetzt. Es wird erwartet, dass 2037 die Weltbevölkerung neun Milliarden Menschen erreichen. (Eine Verdopplung also von 1988 nach 49 Jahren.)
Der konzeptionelle Raum muss größer werden
Calhoun meint: „Der Mensch ist unter den Tieren einzigartig darin, zu lernen, wie man die Beschränkungen umgeht, die durch die Begrenzung des physischen Raums für weiteres Bevölkerungswachstum entstehen. Er hat diese Flucht geschafft, indem er entdeckt hat, wie man konzeptionellen Raum schafft, … die eine effektivere Bewältigung der physischen und sozialen Umwelt ermöglichen.“
„Um den konzeptionellen Raum weiter auszudehnen, müssen mehr und mehr Individuen in ein gemeinsames Kommunikationsnetz eingebunden werden. Die gesellschaftspolitische Einheit fördert die Vergrößerung und Wirksamkeit solcher Netze. Dieser Zusammenschluss wird so lange fortgesetzt, bis die gesamte Weltbevölkerung in ein einziges Netz eingebunden ist. Dieser Punkt wird erreicht sein, wenn die Weltbevölkerung neun Milliarden erreicht. Aus diesem Grund werden neun Milliarden als optimale Weltbevölkerung festgelegt, bei der der einzelne Mensch als primärer Knotenpunkt und primäres Bindeglied des Kommunikationsnetzes dient.“
— CalhounDiese Aussage aus dem Jahre 1968 ist schon bemerkenswert. Ab den 1970er Jahren begann die dritte Industrielle Revolution. Im Vordergrund der Industrie 3.0 stand die Automatisierung durch Elektrotechnik und Informationstechnik. Die allerersten Personal-Computer hielten Einzug in Büro und Haushalt. 1969 gelang es zum ersten Mal, einzelne Computer über eine Telefonleitung miteinander zu verbinden. Nach und nach wurden dann immer mehr Computer weltweit miteinander verbunden. Ab 1993 startet die öffentliche Einführung des Internets. Und fast ein halbes Jahrhundert nach Calhouns Aussage beginnt die vierte Industrielle Revolution – das Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung: der Ausbau des Metaverse und der Ausbau von 5G als Grundlage für das Internet der Dinge (IoT), in dem alles mit allem verbunden ist.
Die Begrifflichkeit „konzeptioneller Raum, deren Erweiterung und Vernetzung“ korreliert mit den heutigen sozialen Medien. Und es geht noch weiter. Die menschliche Schnittstelle „als primärer Knotenpunkt des Kommunikationsnetzes“ bekommt eine digitale Identität. Man erklärt uns, die Verschmelzung der physischen, digitalen und virtuellen Welt sei alternativlos.
Calhouns Prophezeiungen sind ein halbes Jahrhundert alt. Ist er ein Genie oder hat er hellseherische Kräfte? Erinnern wir uns, WER seine Studien finanzierte und VOR WEM er seine Rede hielt. Und wie viele der aufgeführten Sponsoren des AAAS heute Partner des WEF sind.
Der konzeptionelle Kopf hat Grenzen
Wir erinnern uns an seine These: Je kleiner die reale Welt wird, umso größer muss die virtuelle Welt werden. Für Calhoun bedeutet das, Vergrößerungen des virtuellen Raumes „können somit als Vergrößerungen des Kopfes dargestellt werden, während der Rest des Körpers in seiner Größe konstant bleibt.“ Für diese These hat Calhoun sogar eine Zeichnung angefertigt.
Darf ich vorstellen: «Der konzeptionelle Homunkulus».

Nein, das ist kein Witz. Er meint das wirklich ernst. Wörtlich: „Ich habe versucht, diesen ganzen Prozess der fortschreitenden Transformationen als «konzeptionellen Homunkulus» zusammenzufassen. Der Körper des Menschen ist sein früheres biologisches Selbst geblieben, aber das Ausmaß, in dem er seinen Kortex effektiv genutzt hat, hat sich kontinuierlich erhöht.“
Für Calhoun „liegt es auf der Hand, dass irgendwann die maximale Auslastung der kortikalen Masse erreicht sein wird. Da das Bevölkerungswachstum … von der kontinuierlichen Erweiterung des konzeptionellen Raums abhängt, folgt daraus, dass, wenn die maximale Auslastung der kortikalen Masse erreicht ist, jede weitere Zunahme der Individuen zu einem Rückgang der effektiven Verwirklichung der Potenziale führen wird, da die zusätzlichen Individuen den Erwerb relevanter Informationen behindern werden. Durch einen merkwürdigen Zufall sieht es so aus, als ob die maximale Auslastung des Kortex tatsächlich zum Zeitpunkt des Erreichens der optimalen Bevölkerungsobergrenze eintreten wird.“
Na das ist wirklich ein merkwürdiger Zufall. Ab dem Erreichen seiner berechneten optimalen Weltbevölkerung von 9 Milliarden ist laut Calhoun keine effektive Zunahme des virtuellen Raumes mehr möglich. Wahrscheinlich platzt dann die Homunkulus-Birne.
Übersetzt heißt das, der konzeptionelle Raum ist mit abstraktem Denkvermögen und Vorstellungskraft und der daraus resultierten Erfahrung sowie Wissenszuwachs gleichzusetzen. Mit wachsender Population steigt die Intensität des Informationsaustausches und die Informationsmenge zwischen den Individuen. Diese Steigerung entspricht der Vergrößerung des konzeptionellen Raums bei Calhoun. Nach seinen Berechnungen sind ab Erreichen der optimalen Weltbevölkerung alle 9 Milliarden miteinander vernetzt. Laut Calhoun kommt man hier an die Grenze, bei der der Mensch mit seinem biologischen Kortex in der Lage sein wird, diese Informationsflut zu bewerkstelligen.
„Es ist angebracht, diesen Zeitpunkt (Optimum von 9 Milliarden) als „Morgengrauen“ zu bezeichnen, denn er eröffnet die Möglichkeit, in einen neuen Bereich der Evolution einzutreten.“
— CalhounCalhouns Visionen werden konkret
Aus seiner These – ab 9 Milliarden Menschen gibt es nicht mehr genügend virtuellen Raum für alle – schlussfolgert Calhoun sehr schlaulich: „Daraus folgt, dass der Homo sapiens als Spezies aufhören muss“. Natürlich hat er auch eine Idee, wie die Spezies überleben kann. Es folgen Calhoun-Zitate seiner Rede, die ich aus seinen langen unwissenschaftlichen Erläuterungen gefiltert habe.
„Ein Grund für die elektronische Revolution ist, dass wir uns einer Grenze des Kortex bei der Verarbeitung von Informationen genähert haben.“
„Das bedeutet, dass wir in Kürze elektronische Prothesen brauchen werden, die ähnlich funktionieren wie unser Kortex. Wir werden mit ihnen verbunden, um eine weitere Vergrößerung unseres konzeptionellen Raums über die vom Kortex auferlegten Grenzen hinaus zu ermöglichen.“
„Eine solche Kopplung mit Denkprothesen stellt den Charakter des evolutionären Fortschritts nach dem Morgengrauen dar.“
„Die Aufrechterhaltung dieser Verknüpfungen ist der Preis, den wir zahlen werden, wenn wir … die weitere Steigerung der menschlichen Möglichkeiten als den gewünschten Verlauf der Evolution wählen.“
Zu Beginn dieser Evolution „wird es nicht mehr angemessen sein, den Menschen als Homo sapiens zu bezeichnen. Ihm muss vielmehr ein spezifischer Name gegeben werden, der die sich entwickelnde Verbindung mit den Denkprothesen widerspiegelt.“
Calhoun schlug auch gleich einen Namen vor: „Homo leo“, in Anerkennung an Leo Szilard.
Setzt man den Begriff „Kortex“ mit menschlicher (natürlicher) Intelligenz gleich, so ist die „elektronische Denk-Prothese“ mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz zu interpretieren. Damit prophezeit er bereits vor einem halben Jahrhundert nicht nur die dritte und vierte Industrielle Revolution, sondern auch die Einführung der künstlichen Intelligenz sowie Implantate als „menschliche Schnittstelle“ zwischen Mensch und KI (Transhumanismus). Für Calhoun ist das der nächste logische Schritt in der menschlichen Evolution.
6. Zeitskala und Parallelen zur Gegenwart
Es sieht so aus, als ob Calhouns Schlussfolgerungen die Zukunft der Menschheit in den nachfolgenden 50 Jahren auf einem Reißbrett skizziert haben. Versuchen wir seine Aussagen in einem größeren Kontext zu betrachten.
Im folgenden eine Zusammenfassung der Ereignisse, die mit Calhouns Rede im Zusammenhang stehen.
— 1968 —
Rede von Calhoun „Der Raum und die Strategie des Lebens“ vor dem AAAS.
— 1971 —
Gründung des WEF – eine Lobby-Organisation, die mit Initiativen wie «Global Redesign» und «Great Reset» das Treffen von globalen Entscheidungen nicht zwischenstaatlich, sondern in «Koalitionen» mit multinationalen Konzernen und zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert.
Viele der Geldgeber von AAAS sind Partner des WEF.
— 1972 —
Der Club of Rome – eine 1968 gegründete Denkfabrik zu Fragen einer „lebensfördernden Zukunft“ – untersucht mittels einer Computersimulation die Auswirkungen von Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoff-Reserven und Zerstörung von Lebensraum.
„Wenn die Menschheit unverändert weiterleben würde wie bisher, so die Studie, wäre mit einem starken Anstieg der Weltbevölkerung zu rechnen. Die Rohstoffvorräte würden in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen, oder ihre Förderung könnte so kostspielig werden, dass sich der Abbau nicht mehr lohne. Die lange stark wachsende Industrie würde dann einbrechen, Umweltverschmutzung den Zusammenbruch weiter beschleunigen. Bis spätestens 2100 wäre eine Katastrophe für die Weltgesellschaft unvermeidbar.
Eine solche Entwicklung könne auch nicht durch technischen Fortschritt aufgehalten werden, ergab der Bericht „Die Grenzen des Wachstums“. Technischer Fortschritt könnte zwar die Zeit bis zu einem Zusammenbruch verlängern; er würde die Grenzen des Wachstums aber nur ein Stück verschieben und nicht aufhalten. Technische Innovation, folgerte der erste Bericht an den Club of Rome, müsse zwingend mit sozialen und politischen Maßnahmen verbunden werden, um weltweit zu einem ökologischen wie sozialen Gleichgewicht zu kommen.“ [Quelle]
— 1977 —
Der französische Philosoph Michel Foucault definiert die Begriffe „Bio-Macht, Biopolitik und Gouvernementalität“ als Macht- und Regierungstechniken zur Lenkung der gesamten Bevölkerung.
Ziel der Bio-Macht bei Foucault ist die Regulierung der Bevölkerung insbesondere durch die Regulierung ihrer Fortpflanzung, der Geburten- und Sterblichkeitsrate, des Gesundheitsniveaus, der Wohnverhältnisse, u.a.
Im biopolitischen Sinne wird die Bevölkerung in erster Linie als „Produktionsmaschine zur Erzeugung von Reichtum, Gütern und weiteren Individuen“ betrachtet. Die Bio-Macht sorgt für Rahmenbedingungen, die der Produktionsmaschine nützlich sind. Dabei wird das Individuum nach seiner Nützlichkeit vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Zustände bewertet. Zu diesem Zweck wird der Einzelne immer an einer Norm gemessen. Er wird an ihr ausgerichtet und muss vor ihr bestehen.“
Wir schreiben das Jahr 2023. Die Weltbevölkerung hat die 8 Milliarden überschritten. Laut UNRIC, dem Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen, wächst die Weltbevölkerung bis 2037 auf 9 Milliarden.
Somit erreichen uns laut Calhoun die ersten Lichtstrahlen des MORGENGRAUENS. Diese treffen uns in Form der Aussagen des WEF-Vorsitzenden Klaus Schwab und des WEF-Redners Yuval Noah Harari. Nach unserem jetzigen Wissen über den von Calhoun definierten „konzeptionellen Raum“ können wir jetzt viel besser deren Worte verstehen.
„Wir Menschen beherrschen die Welt, da wir in einer doppelten Realität leben. Wir leben in einer objektiven Realität. Über Jahrhunderte haben wir auf die objektive Realität eine zweite Schicht – eine erdachte Realität – draufgelegt, eine Realität aus erdachten Einheiten wie Staaten, Götter, Geld und Unternehmen. Erstaunlich ist, dass die erdachte Realität im Verlauf der Geschichte immer mächtiger wurde, sodass heute die mächtigsten Kräfte dieser Welt diese erdachten Einheiten sind. Heute hängt das Überleben der objektiven Realität wie Flüssen, Bäumen und Tieren von den Entscheidungen und Wünschen erdachter Einheiten wie den Vereinigten Staaten, Google, der Weltbank ab – Einheiten, die nur in unserer Vorstellung existieren.“
— HarariIn seinem weltweit promoteten Bestseller „Homo Deus“ von 2015 findet Harari klare Worte über die Zukunft der Menschheit. Auf die Frage „Sind wir Menschen kurz vor dem Aussterben?“, antwortet er:
„Ja, aber es ist kein Ende wie in einem Hollywood-Film, in dem Roboter verrückt werden und alle Menschen töten. Es ist wahrscheinlicher, dass wir neue Technologien nutzen werden, vor allem Biotechnologie mit künstlicher Intelligenz, um uns zu verändern und in Wesen zu verbessern, die sich von uns viel mehr unterscheiden als wir uns von den Neandertalern oder Schimpansen. Ich denke also nicht, dass in 200 Jahren Menschen wie wir die Erde bevölkern werden. Unsere Nachfahren werden eine Form von Cyber-Wesen sein, die das zukünftige Leben dominieren.“
— Harari„Sapiens handelt von unserer Vergangenheit, wie wir uns von unbedeutenden Affen zu den Herrschern des Planeten Erde entwickelt haben. Homo Deus handelt von der Zukunft, wie wir im 21. Jahrhundert versuchen werden, uns in Götter zu verwandeln, wie wir versuchen werden, göttliche Fähigkeiten zu erwerben, wie die Fähigkeit, Alter und Tod zu überwinden und die Fähigkeit, Tiere und Pflanzen und sogar Menschen nach unseren Wünschen zu erschaffen. Vom Homo sapiens – dem weisen Menschen – werden wir versuchen, uns zum Homo Deus – dem göttlichen Menschen – zu entwickeln.“
— HarariUnd Klaus Schwab konkretisiert in einem Interview am 10.01.2016 mit Pardonnez-moi die praktische Umsetzung der menschlichen Transformation.
Es bleiben Fragen offen
Heute, sieben Jahre später, werden wir regelrecht mit Nachrichten über die Alternativlosigkeit der Digitalisierung, der künstlichen Intelligenz und der globalen Vernetzung bombardiert.
Die Worte von Schwab und Harari sind also gar nicht so neu. Die Frage ist, war Calhoun ein Genie? Wo nimmt er diese Weitsicht her, in einer Zeit, in der nur wenige Menschen Telefone mit Wählscheiben besaßen? Aus dem Mäuseexperiment lassen sich diese Rückschlüsse nicht ziehen.
Und wenn die Philanthropen dieser Welt so sehr am Wohl der Menschheit interessiert waren und sind, warum haben sie dann die Menschheit nicht bereits 1970 über die drohende Gefahr des „Jüngsten Gerichts“ informiert?
Und warum wurde keine öffentliche Debatte über die Zukunft der Menschheit geführt?
Und warum ist die Zukunft zum Denkprothesen-Menschen alternativlos?
Quellen (Stand vom 01.09.2023)

Experiment „Universe 25“ and the path to a technocratic future
In the 60s and 70s of the last century, the course was set for the current socio-political and technocratic development. The experiment „Universe 25” plays an interesting role in this. Do you know this experiment? And do you know how it is connected to the development of AI and transhumanism? In this article we consider the conclusions of this experiment and the shadow they cast on developments today.
The „Universe 25” experiment is a simulation of global overpopulation. This puts it in line with other contemporary simulations such as Event 201 and SPARS for a global pandemic and Food Chain Reaction for a global food shortage. The aim of such events is to prepare the population for certain events.
The „Universum 25” experiment has already been reported extensively in the press, for example here. Nevertheless, I will summarize the essential details of the experiment in the first two chapters. These are the basis for a better understanding of the conclusions from this laboratory experiment.
- Introduction
- The „Universe 25” experiment
- Critical examination of the experiment
- Further background to the experiment
- Calhoun’s visions for humanity
- Time scale and parallels to the present
1. Introduction
Concern about human overpopulation is an age-old topic.
The church writer Tertullian lived in the 2nd century AD in the city of Carthage when the world population was 190 million. He said, „… everywhere there are dwellings, everywhere populations, everywhere states, everywhere life. We are a burden to the earth, barely are the elements sufficient for us, needs are becoming scarcer and complaints are everywhere, as nature no longer wants to sustain us. Epidemics, famine, wars, the destruction of cities, must be regarded as a remedy for mankind’s overgrowth.” [DE ANIMA, Cap.30]
In 1804 the population reached one billion, and in the 19th century the clergyman and economist Thomas Robert Malthus expressed fears that the power of the population was indefinitely greater than the power of the earth. He postulated that the production of food only increases linearly while the number of people grows exponentially. „A man who is born into a world already possessed, if he cannot get subsistence from his parents on whom he has a just demand, and if the society do not want his labour, has no claim of right to the smallest portion of food, and, in fact, has no business to be where he is. At nature’s mighty feast there is no vacant cover for him. She tells him to be gone, and will quickly execute her own orders…“
Population growth accelerated in the 20th century, doubling to 2 billion in 1927 and 3 billion in 1959. And the 20th century promised that this growth would accelerate even further. Currently the world population has reached 8 billion.
Ecologists call „carrying capacity” the maximum number of organisms of a species (population size) that a habitat can support. The logical conclusion of the growth criticism is: „Infinite growth is not possible on a finite planet.”
The question remains, how many people can the Earth support?
In order to clarify the question of what influence the available space has on a growing population, John Hopkins University started a rodent ecology experiment in 1947. John B. Calhoun participated in this experiment as a research assistant.
In 1954, Calhoun was hired by the National Institute of Mental Health (NIMH), which showed great interest in this research. The NIMH is subordinate to the National Institutes of Health (NIH). The NIH, in turn, is part of the U.S. Department of Health and Human Services and is the most important agency for biomedical research in the United State.
As an employee of the NIMH Psychological Laboratory, Calhoun repeated the experiment in specially constructed „rodent universes”. With his last experiment in this series, the experiment „Universe 25”, Calhoun became famous. His research aimed to predict the future of human society.
2. The „Universe 25“ Experiment
What would happen if you created a «mouse paradise» for mice, where they had everything they needed except space?
The mouse universe of this experiment was a limited physical space that consisted of 16 cells of the same structure (see Fig. 1) – a 16-cell universe. According to Calhoun, each cell offered the opportunity to express many of the behaviors that are characteristic of the animal species.

Fig.1: Calhoun in his 16-cell universe [Source] Note: In the photo you can see Calhoun and about 200 mice, if you also include the hidden side.
Apart from space, everything else in the „mouse paradise” was available.
- Enough resources – for the mice this meant enough food and water. There was always enough building material available for nest building.
- Perfect weather – for mice there was the perfect temperature of 21 – 32 degrees.
- No diseases – veterinarians took care of the health of the inhabitants. About every four to eight weeks the paradise was cleaned.
- No predators.
All parameters contributing to mortality were eliminated. The „perfect” place had been created in a limited space = a 6.6 cubic meter cube, about half a meter high. And there were 256 nesting compartments on four floors. The observations of the experiment were divided into 4 phases.
Phase A „Moving in”
8 house mice (4 males and 4 females, 48 days old) were introduced into the 16-cell universe on July 9, 1968. The four pairs of mice explored their new home with the accommodations, nests, ladders, corridors, feeding stations, water stations, nesting materials and settled in.
Phase B „Growth”
The first young animals were born. The population now grew exponentially. The number of mice doubled every 55 days. Everything went fine. The mice developed splendidly, were in good spirits and healthy. According to Calhoun, a basic social unit consisted of a territorial male, three competitive but subordinate males, and six effectively reproducing females. At the end of phase B, all cells were filled with such basic social units.
Phase C „Restrained growth“
On day 315 there were now 620 mice. The population now only doubled every 145 days. Calhoun explained the decline in birth rates as follows. Normally the surplus that can no longer find social niches migrates. However, in his experimental universe there was no opportunity for emigration. As the unusually large number of boys reached adulthood, they were forced to stay, and they struggled for roles in the crowded social system. Males who failed withdrew physically and psychologically; they became very inactive.
As a result of the extreme demands placed on territorial males to repel adolescent mates, their ability to continue to defend their territory decreased. Reducing male territories stressed females. They reacted increasingly aggressively, including to their own young, who were attacked and injured and had to leave their home several days before normal weaning. Likewise, the conception rate decreased and the resorption (dissolution) of the fetuses increased.
The mice’s social behavior changed drastically. This is how various groups of outsiders formed. Some of them spent most of their lives as loners. However, most of the reclusive males gathered in large clusters. They were characterized by masses of fresh wounds. Only in a few cases were these wounds inflicted on them by territorial males. From time to time, each retreating male would erupt in a brief burst of violence, attacking one of the reclusive males associated with him. The attacked male rarely fled, but instead cowered and allowed himself to be bitten.
Female counterparts of these withdrawn males tended to retreat to higher nesting boxes, which were less preferred by females with litters.
Sexual behavior now also showed a wide range. This included males mounting females for many times the normal duration, and often without penetration. They also mounted other adult males as well as nonreceptive females, and in extreme cases even immature individuals of both sexes. Some of the females exhibited male sexual behavior. They mounted adult males as well as other adult females.
Calhoun called the breakdown in social behavior that resulted from overcrowding a behavioral sink.
Although the offspring mortality rate increased and the birth rate decreased sharply, the population still grew to 2200 animals by day 560 (see Fig.2).

Fig.2: Mouse population development in an enclosed space [Source] Phase D „Death Phase”
The number of non-reproducing females continued to increase. The male counterparts to these were the so-called „beauties“. Their behavioral repertoire was essentially limited to eating, drinking, sleeping, and grooming. They never approached females sexually and never fought, so they had no wounds or scars. Thus, their fur remained in excellent condition, hence Calhoun referred to them as the „Beautiful Ones“.
„By midpoint of Phase D there were, for all practical purposes, no territorial males, no contesting males and no reproducing females capable of caring for young; the genetic and learned templates for guiding effective adult behavior had been «washed out»”, Calhoun said. [PDF file, page 342]
Although there was enough food, cannibalism also occurred. The population did not return to normal, but died out completely. On the day 1780 the last surviving male died.
3. Critical examination of the experiment
I just wanted to get a picture of the mouse paradise on the day when the mood in paradise changes and it becomes hell for the mice: at the beginning of phase C on day 315 with 620 adult mice. So I just made a picture (see Fig.3).

Fig.3: Scale mapping of the universe 25 on day 315 with 620 mice The picture is a scale representation based on the available data for Experiment 25.
The Mouse Universe is 101 inches square.
101 inch = 256,54 cm
256,54 cm x 256,54 cm = 65.812,8 cm2 = ca. 6,6 m²House mice have a head-torso length of 7-11 cm and a tail length of 7-10 cm. In my illustration, I assumed a body length of 10 cm, a tail length of 5 cm and a body width of 3 cm. If we then distribute the 620 mice evenly over the available space, we understand the dilemma. Even if we imagine some of the mice (shown on the ground in the picture) in corridors, at feeding places or in further nesting places.
I spared myself a pictorial representation of the cage with 2200 mice on day 560. I think everyone can imagine it roughly for themselves.
The fact that behavioral changes occur in such a crowded, unimaginative, monotonous box without the possibility of escape should have been obvious in advance. For this insight, one does not have to torture mouse populations for decades. Common sense already tells you that.
„Although this kind of environment was designed by intent to permit the development of the behavioral sink, the very confirmation of its anticipated development tells us how not to design an environment. It points to the detrimental consequences of a static environment, particularly ones where any of the kinds of response situations are highly restricted in number and place.” Calhoun [PDF file, page 335]
This means that you already knew how it would turn out before the experiment began. Therefore, the same result was provoked for the 25th time. AHA. That is „SCIENCE” ladies and gentlemen!!!
With regard to the behavioral changes of the mice, Calhoun also says the following:
„Dr. Julius Axelrod has assayed the enzyme which transforms noradrenalin into adrenalin in this and other categories of mice of Phase D. Unlike the mice who have contested, been rejected, and withdrawn, these «Beautiful Ones» show no evidence of ever being stressed. We can only suspect that some combination of the heightened aggressiveness 6f adult females during their early development, in conjunction with their experiencing a high rate of contact with other mice, blocked the unfolding of that behavior whose expression is guided by the genetic template. This very early blocking of sexual and aggressive behaviors precludes the possibility of learning elaborating their expression.” [PDF file, page 342]
Calhoun does not address in his remarks what the studies of the stress hormones norepinephrine and epinephrine have revealed. When a body perceives stress, the release of these hormones increases within a few minutes. However, the elevated levels can return to normal baseline levels relatively quickly once the stressful situation is over, usually within minutes to hours. With chronic stress, the pattern of hormone release may change. It is important to note that chronic stress is often not as easy to measure as acute stress, as it occurs over a longer period of time and can have different effects on the body and psyche.
Adrenaline and noradrenaline are hormones that are released in stressful situations. If the brain perceives a danger, it gives the adrenal glands the command to release these stress hormones. Both norepinephrine and epinephrine are then distributed throughout the body within a few minutes, putting it in a „Fight or Flight“-state. The living creature decides whether it should fight or flee. Escape from the mouse paradise was not possible and for most of them the fight was hopeless.
We can all imagine that in an overcrowded mouse prison, adequate relaxation cannot occur after an acute stress situation. Thus, acute stress becomes chronic stress. And chronic stress leaves its mark. Signs of this include: Listlessness, irritability, mood swings, anxiety, fatigue and exhaustion, lack of motivation, difficulty concentrating, social withdrawal, mental illnesses like depression, etc. And when stress hormones block the brain, loss of libido also occurs. All these hormone-related effects should not have been news in 1970 either.
The question remains as to why the mouse population did not recover in Phase D after the number of mice had dropped dramatically.
I cannot answer this question at this time, but would like to add that according to Calhoun, only the 16-cell universe, the 25th experiment in this series, was continued to determine if later periods of rapid decline or increase could occur. The 1-, 2-, 4-, and 8-cell universes were terminated at the time of the slight decline in population size. Their outcome thus remains an assumption. [PDF file, page 340]
According to Calhoun, the dying phase consisted of two stages: the first death – the „death of the spirit“ and the second death – „the physical death of the body”. The „death of the spirit” was characterized by the loss of the sense of life. Having no role in society contributed to the creation of existential emptiness. This was followed by the death of the body.
Why can’t the mouse cage be transferred 1:1 to free humans? The answer is quite simple. Because WE do not have unlimited resources at our disposal. I have tried to illustrate the differences between experiment and reality in a table.

Hunger and wars reduce the population naturally. As they say – nature has already thought of something. Note: Humans have no predators. However, the greatest enemy of humans is humans themselves.
(*) Would humans reach the „point of no return” with the „resources” growth constraint? Calhoun’s study does not answer this question.
4. Further background to the experiment
What is interesting is WHO co-financed such studies?
Calhoun’s first rat study (1947-1949) was supported by Johns Hopkins University with a grant from the Rockefeller Foundation.
And at the 1968 annual meeting of the AAAS in Dallas, Calhoun gave his legendary speech „Space and the Strategy of Life”, in which he reported on his experiments and presented his visions, which I will discuss later.
AAAS (the American Association for the Advancement of Science) is the world’s largest scientific society and publisher of several journals, including Science and Science Advances. Its mission statement is „to advance science and serve society” and its mission is scientific progress and worldwide developments for the benefit of humanity.
Let’s take a look at the list of past and present AAAS fundurs who fund worldwide developments for the benefit of humanity. There we find, among others:
- AstraZeneca
- Genentech
- Johnson & Johnson Foundation
- NATO
- Norvartis
- Open Society Institute (Gruppe von Stiftungen des George Soros)
- Rockefeller Foundation
Still questions?
5. Calhoun’s visions for humanity
Let us now turn to Calhoun’s legendary speech „Space and the Strategy of Life”.
I’ve read through his 59-page speech at least three times. And I can say, from now on it becomes quite grotesque, creepy and nevertheless exceedingly exciting. In the following, I really try to make his explanations and conclusions understandable and to condense them to the most essential statements.
With the discovery of conceptual space, Homo sapiens emerges.
In longer explanations, Calhoun describes that people have a need for contact and that the fulfillment of this need for contact can only be optimally satisfied within a certain group size. For this purpose, he defines an optimal group size of 12 adults for humans. Whenever the number of group members doubles, there is increased frustration within the group because the number of contacts exceeds the optimum. At this point, the group splits. One half stays in the original area while the other half colonizes a new area.
Over time, all suitable habitable areas fill up, and migration is no longer possible. Nevertheless, groups continue to grow. However, Calhoun postulates that a certain amount of land per adult must be maintained.
At some point in his world, some „groups discovered a new kind of space in which to operate”. He calls this new space the „conceptual space”. For a group to double in number while staying in the same physical space, it must acquire a conceptual space that corresponds to its physical space; according to Calhoun.
„With the first acquisition of a conceptual space equivalent to that of the physical space already occupied, man emerged as truly Homo sapiens.” [page 359]
His „basic hypothesis: increases in conceptual area must keep approximately abreast with increases in total population”. [page 359]
In other words, the smaller the physical space – the real world – becomes, the larger the conceptual space – the virtual world – must become. In the virtual world, Homo sapiens can then live out all the things for which there is no longer any place in the real world.
Calhoun calculates the optimal world population
In calculating the optimal world population, Calhoun refers to an analysis by von Foerster. In the 1960s, von Foerster and his colleagues conducted an evaluation of the number of people on Earth based on the last 2,000 years. Essentially, they found that each successive doubling of the population took only half the time required for the previous doubling (see table below).
Calhoun assumes that this property of population increase extends far back through human history. Therefore Calhoun defines for the time (x) a total population of 1.830 persons. In his world, this total population now undergoes SEVEN successive doublings, i.e., 1.830 > 3.660 > 7.320 > 14.640 > 29.280 > 58.560 > 117.120 > 234.240.
And he doesn’t forget to mention that these doublings are ONLY possible through a growing conceptual (virtual) space.
The union of SEVEN „Cultural Areas“ he calls „Nation“. From SEVEN „Nations“ an „Empire“ arises. From SEVEN „Empires“ a „League“ arises. And SEVEN „Leagues“ culminate in a „World Union“. He has summarized this process in the following table.

Von Foerster and colleagues emphasize in their analysis that the process of population doubling in ever shorter time can no longer be continued for long in the future. They call this time, when the population number becomes unlimited, the ‘Day of Judgment’ and calculate the year 2027 AD.
On this basis, Calhoun establishes an optimal upper world population of NINE billion.
„Slowing down the present rate of population increase so that the ultimate maximum world population will not greatly exceed the optimum of nine billion requires continuing attention to the present efforts to reduce birth rates.” Calhoun [page 375]
Note: According to UNRIC, the United Nations Regional Information Center, the slowdown in population growth has already begun. The world population is expected to reach nine billion people in 2037. (A doubling from 1988 after 49 years.)
The conceptual space must become larger
Calhoun says: „Man stands unique among animals in learning how to bypass the strictures placed by limitation of physical space on further population growth. He has made this escape by discovering how to create conceptual space … which permit more effective coping with the physical and social environment.” [page 365]
„To continue enlarging conceptual space requires involving more and individuals in a common communication network. Socio-political union enhances the enlargement and effectiveness of such networks. Such union will continue until the entire world population becomes incorporated into a single network. This point will arrive when the world population reaches nine billion. For this reason, nine billion is set as the optimum world population in which individual human beings serve as the primary nodes and the primary links in the communication network.” Calhoun [page 365-366]
This statement from 1968 is really remarkable. The third industrial revolution began in the 1970s. The focus of Industry 3.0 was on automation through electrical engineering and information technology. The very first personal computers made their way into offices and homes. In 1969, it was possible for the first time to connect individual computers via a telephone line. Gradually, more and more computers were connected worldwide. In 1993, the public rollout of the Internet began. And almost half a century after Calhoun’s statement, the fourth industrial revolution begins – the age of digitization and networking: the expansion of the Metaverse and the roll-out of 5G as the basis for the Internet of Things (IoT), in which everything is connected to everything else.
The notion of „conceptual space, its expansion and networking” correlates with today’s social media. And it goes even further. The human interface „as the primary node of the communication network” is given a digital identity. We are told that the merging of the physical, digital and virtual worlds is without alternative.
Calhoun’s prophecies are half a century old. Is he a genius or does he have psychic powers? Let’s remember WHO financed his studies and BEFORE WHOM he gave his speech. And how many of the listed funders of the AAAS are today partners of the WEF.
The conceptual mind has limits
We recall his thesis: the smaller the real world becomes, the larger the virtual world must become. For Calhoun, this means enlargements of virtual space „can thus be represented as enlargements of the head, while the rest of the body remains constant in size”. Calhoun even made a drawing for this thesis.
May I introduce «The Conceptual Homunculus».

No, this is not a joke. He’s really serious about this. Verbatim: „I have tried to summarize this whole process of progressive transformations as a «conceptual homunculus». The body of man has remained his earlier biological self, but the degree to which he has effectively utilized his cortex has continually increased.”
Calhoun: „Obviously, there will arrive a time at which maximal utilization of cortical mass will be attained. Since population growth, which permits realization of individual potentialities, depends upon continual expansion of conceptual space, it follows that, when maximal utilization of cortical mass is reached, any further increase in numbers will lead to a decline in effective realization of potentialities, since the extra individuals will impede acquisition of relevant information. By some strange coincidence, it looks as though maximum use of the cortex will actually arise at the time of reaching the optimum upper level of population.” [page 367]
Well, this is really a strange coincidence. According to Calhoun, no effective increase of the virtual space is possible any more after reaching his calculated optimal world population of 9 billion. Probably then the homunculus head bursts.
Translated, this means that the conceptual space is equivalent to abstract thinking and imagination, as well as the resulting experience and knowledge growth. With a growing population, the intensity of information exchange and the amount of information between individuals increases. This increase corresponds to the enlargement of the conceptual space in Calhoun’s theory. According to his calculations, once the optimal world population is reached, all 9 billion people will be interconnected. Calhoun claims that this is the limit at which humans will be able to cope with this flood of information using their biological cortex.
„It is appropriate to designate this time as «dawnsday», for it introduces the opportunity of entering a new domain of evolution.” Calhoun [page 378]
Calhoun’s visions become concrete
From his thesis – from 9 billion people, there is no longer enough virtual space for everyone – Calhoun concludes: „It follows that Homo sapiens must cease to exist as a species” [page 371]. Of course, he also has an idea of how the species can survive. Following are Calhoun quotes from his speech, which I have filtered from his long unscientific explanations.
„A reason for the electronic revolution is that we have approached a limit of the cortex to process information necessary for its codification into concepts.” [page 379]
„This means that we will shortly need electronic prostheses which will function much as does our cortex. We become linked to these to permit further enlargement of our conceptual target diameters beyond the limitations imposed by the cortex.” [page 379]
„Such coupling with thinking prostheses represents the character of the evolutionary progression after dawnsday.” [page 379]
„Maintaining these linkages is the price we will pay if we elect … of further enhancing human potentialities as the desired course of evolution.” [page 379]
„At its inception it will no longer be appropriate to designate man as Homo sapiens. He, rather, must be given a specific name reflecting the developing linkage with thinking prostheses.” [page 380]
Calhoun also immediately suggested a name: „Homo leo”, in tribute to Leo Szilard. [page 380]
If one equates the term „cortex” with human (natural) intelligence, the „electronic thinking prosthesis” is to be interpreted with the development of artificial intelligence. Thus, already half a century ago, he predicts not only the third and fourth industrial revolutions, but also the introduction of artificial intelligence as well as implants as a „human interface” between humans and AI (transhumanism). For Calhoun, this is the next logical step in human evolution.
6. Time scale and parallels to the present
It seems that Calhoun’s conclusions have sketched the future of humanity on a drawing board for the subsequent 50 years. Let’s try to look at his statements in a larger context.
The following is a summary of events related to Calhoun’s speech.
— 1968 —
Speech by Calhoun „Space and the Strategy of Life” to AAAS.
— 1971 —
Founding of the WEF – a lobbying organization that, with initiatives such as «Global Redesign» and «Great Reset», calls for global decisions to be made not intergovernmentally but in «coalitions» with multinational corporations and civil society organizations.
Many of the AAAS funders are partners of the WEF.
— 1972 —
The Club of Rome – a think tank founded in 1968 on questions of a „life-enhancing future” – uses a computer simulation to examine the effects of industrialization, population growth, malnutrition, exploitation of raw material reserves and destruction of living space.
„According to the study, if humanity were to continue living as it has to date, a sharp increase in the world’s population would have to be expected. Raw material reserves would run out in a few decades, or their extraction could become so expensive that it would no longer be worthwhile. Industry, which had been growing strongly for a long time, would then collapse, and environmental pollution would further accelerate the collapse. By 2100 at the latest, a catastrophe for world society would be unavoidable.
Such a development could not be stopped by technical progress either, the report „The Limits to Growth“ found. Technical progress could indeed extend the time to a collapse; however, it would only shift the limits to growth a bit and not stop them. The first report to the Club of Rome concluded that technical innovation must be combined with social and political measures in order to achieve a global ecological and social balance.” [Source]
— 1977 —
French philosopher Michel Foucault defines the terms „biopower and governmentality” as techniques of power and government to direct the entire population.
The goal of bio-power in Foucault is to regulate the population, especially by regulating its reproduction, birth and mortality rates, health levels, housing conditions, among others.
In the biopolitical sense, the population is seen primarily as a „production machine for the generation of wealth, goods and further individuals”. Biopower provides framework conditions that are useful to the production machine. In this process, the individual is evaluated according to his or her usefulness against the background of social conditions. To this end, the individual is always measured against a norm. He is aligned with it and must exist before it. [Source]
The year is 2023, and the world’s population has exceeded 8 billion. According to UNRIC, the United Nations Regional Information Centre, the world’s population will grow to 9 billion by 2037.
Thus, according to Calhoun, the first rays of light of dawnsday reach us. These come to us in the form of the statements by WEF Chairman Klaus Schwab and WEF speaker Yuval Noah Harari. With our current knowledge of the „conceptual space” defined by Calhoun, we can now understand their words much better.
„We humans control the world because we live in a dual reality. … We humans, we also live in an objective reality. … But over the centuries, we have constructed on top of this objective reality a second layer of fictional reality, a reality of made of fictional entities, like nations, like gods, like money, like corporations. And what is amazing is that as history unfolded, this fictional reality became more and more powerful so that today, the most powerful forces in the world are these fictional entities. Today, the very survival of rivers and trees and lions and elephants depends on the decisions and wishes of fictional entities, like the United States, like Google, like the World Bank – entities that exist only in our own imagination.” Harari
In his 2015 bestseller „Homo Deus”, which was promoted worldwide, Harari has clear words about the future of humanity. To the question „Are we humans on the verge of extinction?” he answers:
„Yes, but it’s not an ending like in a Hollywood movie in which robots go crazy and kill all the people. It’s more likely that we will use new technologies, especially biotechnology and artificial intelligence, to upgrade ourselves into something which are much more different from us than we are from Neanderthals or chimpanzees. So I don’t think that in 200 years people like us will populate the earth. Our descendants will be a form of cyber being that will dominate future life.” Harari
„Sapiens, what about our past, how we transform ourselves from insignificant apes into the rulers of planet Earth. Homo deus is about the future how we will try in the 21st century to transform ourselves into gods, how we will try to acquire divine abilities like the ability to overcome old age and death and the ability to engineer and create animals and plants and even humans according to our wishes, from Homo sapiens wise men we will try to upgrade ourselves into Homo deus the divine.” Harari
And Klaus Schwab concretizes the practical implementation of human transformation in an interview on 10.01.2016 with Pardonnez-moi.
Dairus Rochebin: Today we are talking about chips that can be implanted. When will that be?
Klaus Schwab: Probably them in the next ten years. First we will implant them in our clothes. And then we can imagine implanting them in our brains or under our skin. And in the end, there could be direct communication between our brains and the digital world. We see a kind of merging of the physical, digital and biological worlds.
Dairus Rochebin: If we want to call someone, we don’t need a phone, it happens automatically? Technology is extending the body.
Klaus Schwab: Yes, you’re on the go and you say I want to be connected to this or that. And initially you’ll have personalized bots. Mark Zuckerberg said he would have his robot by the end of the year, a personalized butler that he could provide.
Dairus Rochebin: Like in „Downtown Abbey”, will we have our own personalized robot butler? Our own slave?
Klaus Schwab: Yes, but with a difference. It’s a servant that learns with artificial intelligence, so it’s not just your assistant for manual labor, it can become an intellectual partner.
Questions remain open
Today, seven years later, we are literally bombarded with news about the inevitability to digitization, artificial intelligence and global networking.
The words of Schwab and Harari are not so new. The question is, was Calhoun a genius? Where did he get this foresight, at a time when few people had telephones with dials? These conclusions cannot be drawn from the mouse experiment.
And if the philanthropists of this world were and are so interested in the welfare of mankind, why did they not inform mankind about the imminent danger of the „Last Judgment” already in 1970?
And why was there no public debate about the future of humanity?
And why is the future of the „thinking prostheses”-human beings without alternative?
Sources (as of 01.09.2023)
BCI, Brain-Computer-Interface, Calhoun, conceptual space, Connectivity, Denkprothesen, electronic prostheses, Experiment Universe 25, Experiment Universum 25, Future of Humanity, Gehirn-Computer-Schnittstelle, HBP, Homo Deus, Homo leo, Human Augmentation, Human Brain Project, Human Interface, Human Performance Augmentation, Industrial Revolution, Industrielle Revolution, Internet of Things, Internet-der-Dinge, IoT, John B. Calhoun, Klaus Schwab, Konnektivität, konzeptionellen Raum, menschliche Augmentation, menschliche Schnittstelle, Neuralink, Technocracy, Technokratie, thinking prostheses, Transhumanismus, Universe 25, Universum 25, WEF, World Economic Forum, Yuval Harari, Zukunft der Menschheit

